Kein Sieger im Verfolgerduell zwischen dem FC Energie Cottbus und dem VfL Osnabrück - Spielbericht

Der FC Energie Cottbus und der VfL Osnabrück trennten sich 2:2 und so bleiben beide zwar an der Spitzengruppe dran, verpassten allerdings wichtige Punkte. Besonders Osnabrück, die nach einer starken ersten Halbzeit vorne lagen und im zweiten Durchgang nachlegen konnten, dürfte sich über das Remis ärgern. Cottbus steht nun mit 34 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz punktgleich mit dem dritten aus Duisburg. Kurz dahinter, mit 32 Punkten auf dem Konto folgen die Lila-Weißen, die nach wie vor alle Chancen haben, im nächsten Jahr doch noch in der zweiten Liga zu spielen.

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Kein Sieger im Verfolgerduell zwischen dem FC Energie Cottbus und dem VfL Osnabrück - Spielbericht
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Ergebnis: 2 - 2 (0:1)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Stefan Krämer, der Chefcoach des FC Energie Cottbus, stellte nach dem 1:0 Sieg bei der VfB-Reserve zwei Mal personell und gab Berger die Rolle des gesperrten Perdedaj, außerdem verdrängte Kaufmann den zuletzt schwächelnden Makarenko auf die Bank.

Maik Walpurgis, das Pendant Krämers an der Seitenlinie des VfL Osnabrück, schickte nach dem 1:2 in Halle Menga, Kandziora und Grassi von Beginn an ins Rennen. Für das Trio mussten Wagener, Falkenberg und Hohnstedt weichen.

Beide Mannschaften starteten erst einmal abwartend, doch dies sollte sich nach nur sechs Minuten schlagartig ändern, denn Osnabrück konnte plötzlich einen schnellen Konter setzen. Menga ging nach vorne und fand genau den richtigen Moment für das Abspiel auf den mitgestürmten Iljutcenko, der keine Mühe mehr damit hatte, das Spielgerät im Strafraum flach an Müller, dem Mann im Kasten des FC Energie Cottbus, vorbei zum 1:0 in die Maschen zu buchsieren.

Osnabrück war deutlich lockerer als die Hausherren und wirkte deutlich frischer als die Lausitzer, die immer wieder den Ball im Spielaufbau unnötig verloren. Auch die erste Ecke der Begegnung gehörte den Gästen aus Osnabrück. Ornatelli schlug diese an den kurzen Pfosten, wo es kurzzeitig unübersichtlich wurde, aber letztendlich Keeper Müller klären konnte.

120 Sekunden später hatten dann die Hausherren ihre erste Chance der Begegnung. Grassi hatte das Abseits bei einem Pass aufgehoben und so konnte Kaufmann aus acht Metern Torentfernung an den Ball kommen, wurde aber im allerletzten Moment noch entscheidend gestört.

Aber insgesamt blieb es dabei, dass der VfL mehr vom Spiel hatte, während Energie auf Grund des frühen Rückstandes verunsichert wirkte. Nach 20 Minuten versuchten die Hausherren dann über Ballbesitz und sichere Passstaffeten besser in die Begegnung zu finden, was auch über weite Strecken gelang. In der 20. Minute brachte Torsten Mattuschka einen Freistoß in die Mitte wo Holz im Anschluss aus 14 Metern zum Abschluss kam, aber viel zu hoch zielte und das Spielgerät auf die Tribüne jagte.

Osnabrück aber blieb von den Cottbuser Angriffsversuchen weitgehend unbeeindruckt und zog weiterhin das eigene Spiel durch. Immer wieder versuchten die Lila-Weißen mit schnellen Pässen in die Spitze zum Erfolg zu kommen. Cottbus wurde aber trotzdem immer besser und hatte nach 26 Minuten die nächste gute Möglichkeit. Tim Kleindienst hatte nach einem Zuspiel von der linken Seite direkt abgezogen, verfehlte das Ziel allerdings nur um wenige Zentimeter.

Nach einer guten halben Stunde nahm die Partie eine härtere Note an und beide Mannschaften agierten körperbetonter als noch zuvor. Dies war auch anhand zweier Verwarnungen innerhalb von 60 Sekunden zu erkennen, doch der Unparteiische behielt den Überblick und schaffte es, die Kontrolle über die hitziger werdende Begegnung zu behalten.

Am Spielverlauf selbst änderte sich nicht viel, es spielten nahezu ausnahmslos die Gäste, die immer wieder gute Möglichkeiten erspielten. Cottbus hingegen spielte einfach zu umständlich, wie man in der 37. Minute klar erkennen konnte. Bei einem schnellen Gegenangriff spielte Mattuschka zurück auf Michel, der jedoch viel zu lange mit der Hereingabe zögerte, so dass sich die Lila-Weißen den Ball wieder erobern konnten.

Die letzte Aktion im ersten Spielabschnitt gehörte noch einmal dem VfL. Bei einem schnellen Gegenangriff der Gäste machte Menga einige Meter und ließ gleich mehrere Gegenspieler aussteigen. Nach dem Flügelwechsel aber rauschten Szarka und Ornatelli zusammen, so dass die Situation verpuffte und es mit dem 0:1 in die Pause ging.

Anscheinend hatte Stefan Krämer in der Pause die richtigen Worte gefunden, denn seine Akteure starteten direkt zielstrebiger in den zweiten Durchgang. Eine Flanke auf Kaufmann in der 47. Minute konnte allerdings noch nicht entscheidend verwertet werden.

Aber auch Osnabrück wollte sich nicht einlullen lassen und spielte im direkten Gegenzug den ersten guten Angriff im zweiten Spielabschnitt. Kandziora hatte von der Strafraumgrenze aus abgezogen, scheiterte aber am stark reagierenden Müller im Kasten des Zweitligaabsteigers, der die Pille stark von der Linie kratzte.

In der 54. Spielminute packte Addy Menga, der gefährlichste Angreifer des VfL, ein Sahnestück aus und erhöhte für seine Farben auf 2:0. Er nahm ein hohes Zuspiel stark an, ließ den Ball auftropfen und buchsierte diesen dann mit einem tollen Schlenzer in den rechten oberen Winkel unhaltbar für Müller.

Cottbus aber hatte die passende Antwort nur 240 Sekunden später parat. Wie aus dem Nichts heraus flog ein langer Ball in den Strafraum des VfL und Kleindienst ging zum Ball, genau so wie Heuer Fernandes, der Keeper der Lila-Weißen, doch der Angreifer war mit dem Kopf zuerst dran und konnte daduch zum 1:2 Anschlusstreffer einnicken.

Nach einer guten Stunde hatten die Hausherren richtig Glück, denn nach einem Freistoß von der rechten Seite köpfte Osnabrücks Groß den Ball zum vermeintlichen 3:1 am zweiten Pfosten in die Maschen, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits, was mehr als knapp gewesen sein dürfte.

Die Partie wurde wieder hitziger und immer wieder kam es zu Diskussionen und Rudelbildungen, doch der Unparteiische ließ die Karten stecken und versuchte die erhitzten Gemüter zu besänftigen. Dies gelang aber nur kurz. Nach einem langen Ball sprang der Angreifer des FCE, Pospech, voll in Heuer Fernandes hinein und wieder gab es heikle Szenen. Dann endlich zeigte der Referee eine gelbe Karte, doch nur kurz darauf wurde es wieder hektisch. Feldhahn hatte ein taktisches Foul gezogen und wurde nicht von Schiedsrichter Hartmann verwarnt, was bei den Zuschauern doch sehr sauer aufstieß.

Der Spielfluss war nun natürlich endgültig dahin und es ging immer nur wenige Sekunden, bis das nächste Foul folgte. Cottbus versuchte trotzdem, irgendwie nach vorne zu spielen. Und dies wurde eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit aus dem Nichts heraus belohnt. Willers hatte es verpasst den Ball zu klären und verursachte so einen Eckball, der von der linken Seite aus auf dem Kopf von Möhrle landete, der zum 2:2 einköpfte.

Nun waren die Hausherren zwar besser, doch das 2:2 war aber sehr schmeichelhaft. In der 81. Minute hätte Mimbala den Gegner fast mit einem Eigentor wieder in Führung gebracht. Nach einer Flanke von Ornatelli kam der Verteidiger mit dem Fuß an den Ball, setzte diesen aber knapp über den Querbalken.

Es blieb weiterhin ein vom Temperament geprägtes Spiel, in dem beide nicht zurück zogen. Immer wieder gab es rüde Fouls und die zahlreichen Fehlpässe zerstörten den Spielfluss wie bereits zuvor komplett. Die Begegnung lebte nun von der Spannung.

Die letzte Aktion de Begegnung gehörte dann noch einmal dem VfL. Willers kam nach einem Eckball völlig frei zum Kopfball, klatschte das Spielgerät aber nur an den Querbalken, so dass es letztendlich beim glücklichen Remis aus der Sicht der Hausherren blieb.


Alle Informationen zu dem Spiel aufrufen

Daten zum Spiel

Anstoß: 07.12.2014 um 14.00 Uhr (20. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 2 : 2 (0:1)

Tore: 0:1 Iljutcenko (6.), 0:2 Menga (54.), 1:2 Kleindienst (58.), 2:2 Möhrle (75.)

Energie Cottbus: Kevin Müller - Robert Berger (57. Makarenko), Mimbala, Möhrle, Szarka - Elsner, Mattuschka - Kaufmann, Marco Holz (57. Pospech), Sven Michel - Kleindienst

VfL Osnabrück: Heuer Fernandes - Pisot, Grassi, Willers, Dercho - Feldhahn, Groß - Ornatelli, Kandziora (90.+3 Hohnstedt) - Iljutcenko (74. Alvarez), Menga (90.+1 Wagener)

Zuschauer: 6035

Weitere Daten zum Spiel

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