3:0 gegen Zwickau - Kiel meldet sich zurück + Bilder

Holstein Kiel hat nach der Entlassung von Karsten Neitzel vorerst zurück in die Spur gefunden. Unter der Leitung von Interims-Trainer Ole Werner feierten die Störche ein 3:0 gegen den FSV Zwickau. Trotz des klaren Endstands war der zweite Saisonsieg nicht ungefährdet. Vor dem 1:0 durch Fetsch (36.) zeigte der Aufsteiger aus Sachsen eine ansprechende Leistung und war der Führung näher. Den zweiten Spielabschnitt dominierten die Kieler allerdings. Siedschlag per Elfmeter (50.) und Schindler per Kopf (58.) erhöhten. Kiel hat nun sieben Punkte auf dem Konto, während Zwickau bei vier Zählern bleibt.

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FSV-Trainer Torsten Ziegner stellte gegenüber dem knappen Pokal-Aus gegen den Hamburger SV auf fünf Positionen um. Mit Zimmermann und König bot der Coach unter anderem wieder zwei Spitzen auf. Nietfeld blieb vorerst auf der Bank. Die Gäste hatten zu Beginn mehr Spielanteile ohne dabei konkrete Torchancen zu kreieren. Die KSV, bei der Innenverteidiger Hoheneder auf der Sechser-Position spielte und der lange verletzte Schmidt sein Startelf-Debüt in der Innenverteidigung feierte, hatte bis auf zwei harmlose Eckbälle zunächst wenig vom Spiel. In der Anfangsphase verlief die Partie vor 4137 Zuschauern ohnehin schleppend. Eine Hereingabe von Patrick Göbel sorgte nach 18 Minuten erstmals für Gefahr. Kapitän Wachsmuth kam in der Mitte aber nicht an den Ball.

Den ersten Torschuss der Kieler wiederum bereitete deren Kapitän Czichos vor. In der 23. Minute ließ der Innenverteidiger am Sechzehner für seinen Kollegen Schmidt tropfen. Dieser zog knapp am Tor vorbei. Holstein wirkte in der Offensive anfangs uninspiriert, Zwickau lauerte aus einer geordneten Defensive auf seine Gelegenheit. Nach einer knappen halben Stunde leitete ein Fehlpass von Schindler einen Konter über Zimmermann ein, doch Sturmkollege König setzte seinen Abschluss aus spitzem Winkel von der linken Seite deutlich drüber (28.). Einen Distanzschuss von Könnecke eine Minute später ließ Torwart Kronholm ohne Folgen abklatschen, ehe Schiedsrichter Johann Pfeifer die Partie bei starker Hitze für eine kurze Trinkpause unterbrach.

Eine Standardsituation brachte die Gastgeber dann ins Spiel. Ein Eckball von Lewerenz nach 35 Minuten landete auf dem Kopf von Hoheneder. Der Neu-Sechser brachte zu wenig Druck hinter seinen Kopfstoß und verpasste die Führung noch. Weil Zwickau den Ball aber nicht entscheidend klären konnte, blieb die KSV dran und erzielte in der 36. Minute doch das 1:0. Drexler bediente von der rechten Seite Fetsch, der in der Mitte die Ruhe behielt und ins linke Eck einschoss. Kiel drängte – allen voran in Person von Lewerenz – jetzt weiter. Auf links war der Mittelfeldspieler sofort wieder durch und wurde erst im letzten Moment beim Flankenversuch gestört. Nach einem Sprint holte der Mittelfeldspieler seine nächste Ecke raus, an deren Ende Schmidt drüber schoss (41.).

Zwickau stand in dieser Phase unter Druck und konnte sich erst kurz vor der Pause mit einem Freistoß und einer Ecke wieder etwas befreien. Trotzdem gingen beide Mannschaften beim Stand von 1:0 in die Kabinen. Den zweiten Durchgang eröffneten wieder die Störche. Schon nach dem Eckball von Kohlmann hatte Schmidt das 2:0 auf dem Kopf. Im Anschluss klärte Zwickau wieder nicht entschlossen und Drexler kam beim Nachsetzen im Strafraum zu Fall. Pfeifer zeigte sofort auf den Punkt. Siedschlag behielt die Nerven und schickte Brinkies in die falsche Ecke – 2:0 (50.). Im Gegenzug hatte Lange nach Zuspiel von der Außenbahn eigentlich eine gute Schussposition aus rund 18 Metern, lief aber gegen Pfeifer und kam nicht zum Abschluss.

Zwickau steckte nicht auf und Kiel machte weiter. In dieser Phase ging es hin und her. Eine Ecke der Sachsen brachte nichts ein, Schindlers Lauf auf der anderen Seite wurde gestoppt (54.). Die nächste starke Aktion vom überragenden Lewerenz entschied das Spiel dann allerdings doch vorzeitig. Auf der linken Seite düpierte der 25-Jährige seinen Gegenspieler und flankte präzise auf den Kopf von Schindler, der in der 58. Minute mit seinem ersten Drittliga-Treffer das 3:0 markierte. Lewerenz' Schuss von der Strafraumgrenze ließ Brinkies zur Ecke prallen (62.), Siedschlags Distanzschuss ging knapp über der Latte (71.). Der Aufsteiger war jetzt geschlagen. Kiel ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. Der eingewechselte Dürholtz hatte die letzte Chance des Spiels (84.).

Nach dem Erfolg im Landespokal (2:0 in Flensburg) feiert Ole Werner auch als Drittliga-Coach einen Sieg. "Wir haben schwer ins Spiel gefunden und uns gegen das extrem frühe Zustellen des Gegners schwer getan. Außerdem haben wir einen Ansatz gewählt, der viel Mut erfordert. Das braucht ein bisschen Zeit, bis das fruchtet. Insgesamt war das gut, wie die Jungs das gemacht haben. Das 1:0 fällt nichtsdestotrotz ein bisschen aus dem Nichts." Mittelfeld-Motor Lewerenz hob vor allem die Leistung der zweiten Halbzeit hervor: "Wir mussten uns erstmal auf den Gegner einstellen. Dann haben wir ins Spiel gefunden und das Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann so gut wie lange nicht mehr gespielt." In der kommenden Woche wird voraussichtlich der offizielle Nachfolger von Karsten Neitzel vorgestellt.

Für die Sachsen hat sich die längste Auswärtsreise der Saison trotz guter Anfangsphase nicht gelohnt. "Das Gegentor fällt zu einem Zeitpunkt, wo Kiel nichts einfällt. Wir haben ein bisschen gebraucht uns davon zu erholen", sagte Robert Berger nach dem Spiel. Sein Trainer sprach von einem verdienten Sieg des Gegners: "Wir haben gut angefangen und den Kielern am Anfang nicht gestattet, Fußball zu spielen. Ärgerlich ist, dass wir nach dem 1:0 so den Faden verloren haben. Mit dem Doppelschlag war das Spiel dann entschieden und wir waren froh, dass Kiel uns am Ende ein bisschen in Ruhe gelassen hat." Nach der Länderspielpause empfängt Zwickau Rot-Weiß Erfurt. Kiel reist am gleichen Tag zu Absteiger Paderborn (Sonntag, 11. September).


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Daten zum Spiel

Anstoß: 27.08.2016 um 14.00 Uhr (5. Spieltag 2016/17)

Ergebnis: 3 : 0 (1:0)

Tore: 1:0 Fetsch (36.), 2:0 Siedschlag (50. Foulelfmeter), 3:0 Kingsley Schindler (59.)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Dominik Schmidt, Hoheneder (79. Nyarko), Czichos - Siedschlag - Kingsley Schindler (72. Dürholtz), Lewerenz, Drexler (86. Harder), Kohlmann - Fetsch

FSV Zwickau: Brinkies - Patrick Göbel, Berger (63. Bär), Gebers, Christoph Göbel - Lange, Wachsmuth - Könnecke (70. Geisler), Schlicht, Zimmermann (46. Nietfeld) - König

Zuschauer: 4137

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