Wer kann den MSV Duisburg noch einholen?

Mit zehn Punkten aus vier Spielen ist der MSV Duisburg furios in die Rückrunde gestartet. Damit liegen die Zebras mittlerweile schon sieben Punkte vor dem Tabellenzweiten aus Magdeburg. Keine Frage: Der MSV ist das Team der Stunde. Wer soll die Mannen von Erfolgstrainer Ilija Gruew also noch einholen? Und wie sieht es eigentlich im Tabellenkeller aus? Welche sind die größten Sorgenkinder? Wir klären die aktuelle Situation in der 3. Liga - von oben bis unten!

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Wer kann den MSV Duisburg noch einholen?
Foto: Alles für Liga 2 (osnapix)
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MSV - kein Ende des Erfolgsruns in Sicht

Wäre da nicht der Osnabrücker Marc Heider gewesen, hätte der MSV Duisburg aus den bisherigen Drittligapartien im Jahr 2017 nicht nur zehn, sondern sogar volle zwölf Punkte - und damit das Maximum - erreicht. Doch in der Nachspielzeit traf der 30-jährige Stürmer mit seinem 30. Drittligator zum Ausgleich und vermieste den Blau-Weißen aus Nordrhein-Westfalen die blütenreine Weste. In Anbetracht der konstant guten Form und der Tatsache, dass die Duisburger satte neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 3 haben, gibt es nicht viel, was gegen den Aufstieg der Zebras spricht. Man könnte auch sagen: nichts. Zu gut ist der Kader besetzt, zu sehr sind sich die Kicker der großen Möglichkeit, in Liga 2 aufzusteigen, bewusst. So lange der MSV nicht leichtsinnig wird, dürfte die Fixierung des ersten oder zumindest zweiten Platzes nur eine Frage der Zeit sein. Zumal der Teamgeist stimmt, wie Mittelfeldakteur Andreas Wiegel jüngst in einem Interview bestätigte. Doch es braucht gar keine Worte. Schaut man sich etwa noch einmal an, wie nach den beiden späten Toren im Heimspiel gegen Preußen Münster selbst die Spieler, die nicht im Kader standen, zum Jubeln auf den Platz gelaufen kamen, erkennt man den Spirit in der Mannschaft. Es wird also verdammt schwer, den MSV noch einzuholen. Doch welche Vereine stellen die größten Konkurrenten dar?

Magdeburg, Osnabrück, Halle... oder gar noch einer der weiteren Verfolger?

Für den 1. FC Magdeburg sind es gerade wichtige und vor allem herausfordernde Zeiten. Am vergangenen Spieltag besiegte das Team von Jens Härtel den Aufstiegsanwärter aus Osnabrück zu Hause mit einem überzeugenden 3:0. Aus den drei Spielen zuvor holten die Magdeburger insgesamt jedoch nur zwei Punkte. Ob sie den Duisburgern noch gefährlich werden können, entscheidet sich vermutlich schon an diesem Wochenende, denn da kommt es zum Spitzenspiel in der Duisburger Arena. Laut Betway, wo sowohl Bundesligaspiele als auch Spiele der 3. Liga abgedeckt werden, gelten die Zebras als Favoriten. Der VfL Osnabrück befindet sich momentan in einem Tief, das den Traum vom Aufstieg am Ende vielleicht platzen lässt. Um dies zu verhindern, müssen die Niedersachsen zügig wieder an Form und natürlich an Punkten gewinnen. Auch die Kicker des Halleschen SV sind mehr aus der Winterpause gestolpert als gestürmt. Mit fünf Punkten aus vier Spielen und nur drei erzielten Treffern empfehlen sich die Herren von Trainer Rico Schmitt nicht zwangsläufig für höhere Aufgaben. Da ist den Sportfreunden aus Lotte, die sich vor kurzem auch über den Verbleib im DFB-Pokal freuen durften, aktuell mehr zuzutrauen. Sie halten bei 34 Punkten und haben damit nur vier Zähler Rückstand auf den Zweitplatzierten aus Magdeburg.

Vom Dachgeschoss runter in den Keller

Werfen wir noch einen kurzen Blick zu den Kellerkindern - und jenen Vereinen, die es noch werden könnten. Für die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 scheint der Kampf um den Klassenerhalt bereits relativ aussichtslos. Neun Punkte trennen den Tabellenletzten vom rettenden Ufer. Was die Plätze 18 und 19 betrifft, ist hingegen noch eine ganze Menge möglich. Momentan liegen der FSV Zwickau (24 Punkte) und Wehen Wiesbaden (25 Punkte) auf den Abstiegsrängen. Allerdings sind noch alle Teams ab dem 13. Platz gefährdet: Rot-Weiß Erfurt (26 Punkte), Preußen Münster (27 Punkte), der FSV Frankfurt (ebenfalls 27 Punkte) sowie Paderborn und Bremens Zweite (jeweils 28 Punkte) dürfen sich längst nicht auf der sicheren Seite wähnen. Kurzum macht es derzeit den Eindruck, als würde der Abstiegsfight in dieser Saison spannender als der Kampf um den Aufstieg!


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