Wehen Wiesbaden beendet Kieler Serie - Spielbericht + Bilder

Der Aufwärtstrend Holstein Kiels scheint gestoppt. Vor der Länderspielpause konnten die Störche immerhin fünf Mal in Folge ungeschlagen bleiben, doch nun setzte es gegen den SV Wehen Wiesbaden wieder eine Niederlage. Die Hessen schafften es so, sich ein wenig aus dem Keller zu befreien, Kiel bleibt weiterhin hinten drin hängen. Dabei hatte die KSV eigentlich gut begonnen, kassierte aber aus dem Nichts den ersten Gegentreffer. Wiesbaden blieb dann eiskalt vor dem Kasten. Kiel kam durch Czichos zwar noch einmal heran, am Ende blieb es aber bei der Niederlage.

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Wehen Wiesbaden beendet Kieler Serie - Spielbericht + Bilder
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Ergebnis:
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Sven Demandt, der Chefcoach des SV Wehen Wiesbaden, begnügte sich nach dem 2:2 gegen den FC Energie Cottbus mit einer Umstellungen und brachte Mintzel von Anfang an für Vitzthum.

Karsten Neitzel, der Mann an der Seitenlinie bei den Störchen aus dem Hohen Norden der Bundesrepublik, veränderte seine erste Elf nach dem torlosen Remis gegen Magdeburg auf drei Positionen und so durften Weidlich, Janzer und Siedschlag vom Anpfiff weg ran für Dominik Schmidt, Maik Kegel und Daniel Schäffler.

Es war ein hektischer Beginn, den die beiden Mannschaften hier hinlegten. Allem Anschein nach wollten hier beide ein Statement setzen und sich aus dem Keller befreien, denn beide Mannschaften sind ja durchaus stark besetzt. Trotzdem passierte in der Anfangsviertelstunde wenig, da alle Akteure noch ein wenig den letzten Pass vermissen ließen. In der 12. Minute gab es immerhin einen guten Abschluss der Gäste. Erst wurden zwei Versuche von Manuel Janzer geblockt, doch Weidlich kam noch zum Nachschuss, der allerdings doch deutlich zu hoch angesetzt war.

Auch im Anschluss blieben die Störche hier klar die bessere Mannschaft, ohne allerdings mit starken Offensivaktionen zu glänzen. Wiesbaden fand hier noch gar nicht statt, ging aber nach 18 Minuten aus dem Nichts heraus in Führung. Lorenz hatte sich aus der Distanz versucht, scheiterte aber an Zentner, dem Keeper der Kieler, der stark parierte, aber nicht festhalten konnte. Blacha schaltete schnell und legte auf Oehrl ab, der nur noch einschieben musste, um das 1:0 zu machen.

Kiel brauchte einen Moment um sich zu schütteln, suchte dann aber nach der passenden Antwort, nach einem Freistoß von Lewerenz in Minute 22 wurde es brandgefährlich. Am langen Pfosten war Heider durchgebrochen, rutschte allerdings knapp am Ball vorbei und verpasste den Ausgleich.

Doch auch Wehen stemmte sich nun gegen die drückend überlegenen Kieler und wurde sofort selbst gefährlich. Nach einem tollen Zuspiel von Lorenz auf Funk verpasste dieser die Pille allein auf weiter Flur nur um wenige Zentimeter, ansonsten hätte er locker zum 2:0 einschieben können.

Nach einer halben Stunde nahmen die Hessen dann den Fuß vom Gas und ließen das Leder erst einmal durch die eigenen Reihen zirkulieren, um dem offenen Schlagabtausch Einhalt zu gebieten, was für die Kieler natürlich unschön war, denn die mussten hier ja Etwas bewegen. Doch nur wenige Augenblicke später legten die Hausherren tatsächlich nach. Nach einem schönen Freistoß von Lorenz von der Strafraumkante aus kam Oehrl an den Ball und machte mit dem Kopf bereits sein zweites Tor zum 2:0.

Kiel war wieder geschockt und kam mit der Situation nicht klar. Es schien, als würden sich beide vorerst mit dem 2:0 Zwischenstand zufrieden zu geben und so gingen beide Teams in die Kabinen.

Und anscheinend hatte Karsten Neitzel in der Kabine deutliche Worte gefunden, denn seine Mannschaft kam mit einem ganz anderen Auftritt aus der Pause und versuchte sofort den Anschluss her zu stellen, doch vorerst blieben die Bemühungen noch unbelohnt. Erst nach 10 Minuten konnten sich die Wiesbadener aus der Umklammerung der Gäste befreien und ein wenig durchatmen. Und prompt klingelte es wieder im Kasten der Kieler und der SVWW besorgte nach einer knappen Stunde den Treffer zur Vorentscheidung. Es gab nach einem Foul von Weidlich an Schnellbacher im Strafraum der Gäste Elfmeter, den Book eiskalt zum 3:0 verwandelte.

Und natürlich hatte das Tor Auswirkungen auf den Spielverlauf. Die Kieler Störche ließen nun natürlich die Köpfe ein wenig hängen und es schien nicht unbedingt so, als würde die Mannschaft von karsten Neitzel hier die große Aufholjagd starten. Im Gegenteil, es war der SV Wehen Wiesbaden, der hier anscheinend weiter machen wollte. In der 65. Spielminute hatte sich Blacha gut durchgesetzt und wollte in die Mitte spielen, verlor aber den Ball in letzter Instanz.

Von Kiel kam hier nahezu Nichts mehr. Die KSV schien sich mit dem Schicksal abgefunden zu haben. Insgesamt ist nach wie vor zu beobachten, dass genau das, was die Norddeutschen in der letzten Saison ausgezeichnet hatte, wie weggeblasen scheint. In der Defensive ist man einfach viel zu anfällig. Doch völlig aus dem Nichts keimte noch einmal Hoffnung bei den Kielern auf, denn Rafael Czichos vollstreckte nach einer Ecke aus dem Nichts heraus zum 1:3 Anschlusstreffer für die Gäste.

Wehen Wiesbaden blieb allerdings unbeeindruckt und spielte selber weiter nach vorne. Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte Blacha die Riesenchance nach zu legen, doch er setzte das Ding nach einem tollen Solo über den Kasten. In der Folge zogen sich die wiesbadener komplett zurück und verlagerten sich auf Konter. Die Gäste versuchten zwar Alles, doch es reichte einfach nicht.

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Daten zum Spiel

Anstoß: 17.10.2015 um 14.00 Uhr (13. Spieltag 2015/16)

Ergebnis: 3 : 1 (2:0)

Tore: 1:0 Oehrl (18.), 2:0 Oehrl (38.), 3:0 Book (57. Foulelfmeter), 3:1 Czichos (72.)

SV Wehen Wiesbaden: Kolke - Funk, Geyer, Dams, Mintzel - Book (59. Mrowca), Pezzoni - Blacha (89. Schindler), Oehrl, Lorenz (81. Vitzthum) - Schnellbacher

Holstein Kiel: Zentner - Herrmann, Weidlich, Czichos, Kohlmann - Nyarko (88. Guder) - Schnellhardt, Janzer (46. Schäffler) - Siedschlag, Heider, Lewerenz (77. Wirlmann)

Zuschauer: 2224

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