Wacker Burghausen entführt einen Punkt aus Duisburg - Spielbericht

Der Tabellenletzte SV Wacker Burghausen konnte durch ein 1:1 Unentschieden beim Meidericher SV einen glücklichen Punkt mitnehmen. Duisburg hätte alleine auf Grund des Spielverlaufs mit drei Toren Unterschied gewinnen müssen. Doch immer wieder war es Burghausens Schlussmann Stephan Loboué oder das eigene Unvermögen der Zebras, die Treffer vereitelten. Kurz vor dem Seitenwechsel vergab Aycicek die große Chance zur Führung, als er einen Strafstoß nicht verwandelte. Knapp eine Viertelstunde vor dem Abpfiff stellten mutig kämpfende Burghauser den Spielverlauf dann auf den Kopf und gingen durch Bencik in Führung. Jedoch hielt die Freude der Oberbayern nicht lange, da Yesilyurt nach einem Stellungsfehler von Florian Pflügler, Burghausens Innenverteidiger, den Ausgleich erzielen konnte.

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Ergebnis: 1 - 1 (0:0)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Duisurgs Übungsleiter, Karsten Baumann, konnte nach der 1:2 Niederlage in Münster vom vergangenen Wochenende wieder auf seinen Toptorjäger Kingsley Onuegbu zurück greifen und brachte diesen für Güll.

Uwe Wolf, der Chefcoach des SV Wacker Burghausen, musste nach dem dreckigen 1:0 Sieg gegen den Halleschen FC auf den gesperrten Hauk verzichten und startete dafür mit dem jungen Maurice Müller auf der Außenbahn.

Von Beginn an machten die Zebras mächtig Druck und schnürten Burghausen in der eigenen Hälfte ein. Wacker versuchte durch eine abwartende Spielweise erst einmal Ruhe in die Partie zu bringen, doch der MSV kam immer wieder gefährlich nach vorne. Die erste richtig dicke Gelegenheit hatten die Hausherren dann in der 9. Spielminute. Phil Ofosu-Ayeh hatte sich auf der rechten Außenbahn durchgesetzt und schlug eine Flanke genau auf den Kopf von Patrick Zoundi, der per Kopf den Ball auf das Tor brachte. Im letzten Moment konnte Stephan Loboué, der Mann zwischen den Pfosten des Tores des SV Wacker Burghausen, noch die Arme nach oben reißen und den frühen Rückstand seiner Truppe verhindern.

Die Gäste hatten immer wieder Probleme mit dem schnellen Ofosu-Ayeh, der sich immer wieder in der Offensive mit einschaltete, doch zum Leidwesen der Fans der Hausherren hatten seine Flanken noch nicht den gewünschten Ertrag gebracht. Nach einer Viertelstunde ließ der Druck der Gastgeber dann etwas nach. Burghausen unterband die gegnerischen Angriffe immer wieder durch kleinere Fouls, so dass die Partie immer wieder, genau wie der Spielfluss, unterbrochen wurde.

Nachdem Duisburg allem Anschein nach einen Gang zurück geschaltet hatten, begaben sich auch die Oberbayern einmal in die Hälfte des Gegners und versuchten nach vorne Etwas zu bewirken. In der 24. Minute spielten sich dann Cincotta und Stephan Thee durch die Abwehrreihen des MSV und plötzlich war der Außenverteidiger relativ unbedrängt am Eck des Strafraumes und suchte den Abschluss, doch bevor dieser gefährlich auf das Tor gehen konnte, warf sich ein Innenverteidiger der Blau-Weißen dazwischen.

Nach einer halben Stunde begannen der Zweitligazwangsabsteiger den Druck wieder zu erhöhen und kam prompt zur besten Gelegenheit der Partie. Nach einem langen Ball von de Wit war Pflügler, Burghausens Innenverteidiger, zu weit weg von Zoundi, der durch war. Vor Loboué legte dieser aber noch einmal uneigennützig quer auf den freien Kingsley Onuegbu, der trotz seines Infektes unter der Woche auflaufen konnte. Aus sieben Metern vor dem leeren Tor und völlig unbedrängt jagte der zehnfache Torschütze den Ball aber um Millimeter am Pfosten vorbei ins Toraus und vergab somit diese Riesenmöglichkeit.

Und nur zwei Minuten später gab es den nächsten Hochkaräter für die Westfalen. Nach einem genialen Pass von de Wit über gut und gerne 30 Meter landete der Ball beim völlig allein gelassenen Aycicek, der sofort volley abzog. Er traf den Ball nicht perfekt, so prallte das Runde auf den Boden und segelte hoch über den am Fünfmeterraum postierten Burghauser Schlussmann, der einmal mehr die Arme hochriss und den Gegentreffer verhinderte.

Doch Burghausen steckte nun nicht mehr auf und suchte das Glück selbst in der Offensive. Stephan Thee hatte sich nach 35 Minuten auf der linken Seite durchgetankt und konnte, nachdem er Ofosu-Ayeh stehen ließ, eine maßgenaue Flanke auf den Kopf von Henrich Bencik bringen, der sich hochschraubte und per Kopf nur um Haaresbreite über die Querlatte des Tores zielte.

Erneut nur drei Minuten später wurden die Salzachstädter wieder gefährlich. Nach einem Foul an Marco Holz gab es einen Freistoß aus zentraler Position 22 Meter vor dem Gehäuse der Zebras. Tjee versuchte sich direkt und zirkelte den Ball über die Mauer gut einen Meter am Winkel vorbei.

Duisburg schien kaum beeindruckt vom plötzlichen Offensivdrang der Gäste und spielte weiter wie zuvor. Kurz vor dem Seitenwechsel dann kam Zoundi im Strafraum zum Kopfball, nachdem Pflügler unter einer Hereingabe durchgesegelt war. Das Runde wäre auf das Eckige gekommen, doch Pflügler hatte den Arm draußen und bekam den Ball an die Hand. Der Unparteiische deutete sofort auf den Punkt und gab Elfmeter. Aycicek hatte sich den Ball zurecht gelegt, scheiterte aber am einmal mehr weltklasse parierenden Loboué.

Der zweite Durchgang begann mit einer guten Aktion der Grenzstädter. Einen Freistoß von der rechten Strafraumgrenze brachte Cincotta flach auf Pflügler, der sich im Rückraum herangeschlichen hatte. Jedoch brachte dieser keine Wucht hinter den Ball und so konnte sich Michael Ratajczak, der Mann im Kasten des MSV Duisburg, einmal beweisen und den Ball ohne Probleme sichern.

Burghausen trat zu Beginn des zweiten Spielabschnitts viel aggressiver auf, als noch zuvor. Immer wieder pressten die Gäste früh auf den ballführenden Gegner, der dadurch zu keiner leichten Spieleröffnung kam. Zudem agierten die Gastgeber ein wenig unglücklich. Bajic rutschte nach 56 Minuten weg und ermöglichte so den Schuss von Marco Holz, der sein Ziel allerdings verfehlte.

Beide Mannschaften leisteten sich nach gut einer Stunde zunehmend mehr leichte Ballverluste und es schien, als würde die Durchschlagskraft auf beiden Seiten fehlen. In der 61. Minute wurde es allerdings wieder gefährlich. Aus der schläfrigen Phase heraus setzte sich Zoundi nach einem langen Ball gegen Eberlein durch und legte quer zu Wolze, der aber knapp am Tor vorbei abschloss.

Der Meiderich SV inverstierte nun wieder mehr und spielte sehr gefällig bis zur Strafraumgrenze der Wolf-Truppe, doch der letzte Pass fehlte. Dies schien auch Sascha Dum zu erkennen und hämmerte in der 71. Minute einfach mal frei aus 30 Metern in Richtung Burghauser Tor. Loboué war bereits geschlagen, aber zum Glück für die Oberbayern knallte das Kunstleder nur mit einem lauten Knall an die Querlatte.

Die Hausherren waren nun wieder klar die bessere Mannschaft und kamen im Minutentakt vor das Tor der Gäste. Wolze bediente nur eine Minute nach Dums Lattenkracher Zoundi, dessen Kopfball aber am langen Pfosten vorbei trudelte.

Mitten in diese Drangphase der Baumann-Elf hinein wäre der SVW dann beinahe in der 78. Minute in Führung gegangen. Nach einem schnellen Konter bediente Müller den völlig frei vor Ratajczak stehenden Thee, doch der brachte den Ball am Schlussmann der Hausherren nicht vorbei.

Nur wenige Sekunden später machte es dann Henrich Bencik besser. Nachdem sich Schröck auf der rechten Seite durchgetankt hatte, brachte der junge defensive Mittelfeldspieler den Ball scharf auf den heranstürmenden Bencik, der mit dem Fuß das mehr als schmeichelhafte 0:1 für die Gäste markieren konnte.

Sofort nach dem Gegentreffer reagierte Baumann und brachte mit Yesilyurt und Orsula zwei weitere frische Kräfte. Und die Einwechslung lohnte sich bereits sieben Minuten nach dem 0:1. Nach einem eigentlich ungefährlichen langen Ball pennte Pflügler und so kam Zoundi am Fünfmeterraum an den Ball. Nur den Bruchteil einer Sekunde kam der Mann aus Burkina Faso vor dem Burghauser Keeper an den Ball. Yesilyurt vollendete dann zur Sicherheit noch von der Torlinie aus zum verdienten 1:1 Ausgleich.

Nun setzten die Duisburger noch einmal alles daran, den Siegtreffer zu erzielen, doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr und so mussten sich die gut 14.000 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena mit einer Punkteteilung zufrieden geben.


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