SV Darmstadt 98 holt drei extrem wichtige Punkte gegen den SV Wehen Wiesbaden - Spielbericht

Elton da Costa erzielte das siegbringende 1:0 in der 61. Minute und bescherte damit den "Lilien" den ersten "Dreier" im neuen Jahr. Damit konnte die Mannschaft von Dirk Schuster die rote Laterne an die Zweitbesetzung Borussia Dortmunds abtreten und ist nun bis auf 3 Zähler ans rettende Ufer herangerückt. Der SV Wehen Wiesbaden hingegen verpasste es, endgültig mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben zu müssen. Trotzdem steht die Mannschaft von Peter Vollmann mit 30 Punkten relativ sicher auf dem 11. Tabellenplatz.

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Ergebnis: 1 - 0
Der SV Darmstadt 98 hatte auf Grund der Unbespielbarkeit des Rasens in der Rostocker DKB-Arena am letzten Wochenende ungewollt spielfrei. Im Vergleich zum letzten Punktspiel, dem torlosen Remis gegen den SV Babelsberg 03 nahm Cheftrainer Dirk Schuster zwei Veränderungen an der Startformation vor. Behrens und da Costa durften von Beginn an auflaufen und drängten Hesse und Baier auf die Reservebank.

Peter Vollmann hingegen sah kaum einen Grund, seine Startformation im Vergleich zum 2:0 Sieg in Unterhaching zu ändern. Lediglich in der Offensive tat sich eine Abweichung auf. Stroh-Engel startete für Joe Vunguidica.

Beide Mannschaften begannen zwar mit einer offensiven Spielweise, doch in der Anfangsphase gab es noch wenig Druck auf die Tore. In der 9. Spielminute hatte dann Darmstadt die erste richtig gute Gelegenheint. Da Costa wollte sich sofort für das Vertrauen seines Trainers bedanken und spielte einen grandiosen Pass auf Freddy Borg, der frei auf das Tor des SV Wehen Wiesbaden zulaufen konnte. Gurski, der Mann zwischen den Pfosten des Wiesbadener Tores, kam herausgestürmt, Borg versuchte diesen zu umspielen und wurde zu Fall gebracht. Doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus und die Situation war geklärt.

Im direkten Gegenzug kam auch der Gast aus Wiesbaden zur ersten Chance. Zlatko Janjic, der Toptorjäger des SVWW bekam den Ball und hatte erkannt, dass der Torwart des SV Darmstadt 98, Jan Zimmermann, zu weit vor seinem Tor stand und versuchte es mit einem Volleyschuss aus 35 Metern, der allerdings weit drüber ging.

Es entwickelte sich eine muntere Partie. Nach einer Viertel Stunde waren es dann wieder die Hausherren, die näher am Tor waren als der Gegner. Hickl hatte sich bis zur Grundlinie durchgetankt und brachte den Ball flach in den Strafraum, wo wiederum Freddy Borg stand und abzog. Im letzten Moment wurde der Schuss aber noch abgeblockt.

In der 25. Minute bekamen die Gäste einen eher zweifelhaften Freistoß an der Strafraumkante zugesprochen. Der Schuss kam gut über die Mauer doch Gorka kratzte den Ball noch von der Torlinie.

Kurz darauf zeigte Darmstadt wunderbaren Kombinationsfußball. Doch die Mannschaft von Dirk Schuster scheiterte entweder am finalen Pass oder am guten Wiesbadener Keeper Michael Gurski. So wie in der 33. Minute. Da Costa, der sehr aktiv auftrat, spielte einen Traumpass auf Freddy Borg der direkt per Hacke auf den mitgelaufenen Zimmermann ablegte. Dieser traf allerdings den Ball nicht komplett und sein Abschluss wurde leichte Beute für Gurski.

Im Gegenzug dann wiederum die angereisten Gäste. Zieba brachte eine scharfe Flanke von der linken Seite auf den zweiten Pfosten, wo Dominik Stroh-Engel zur Stelle war und per Kopf das Leder ins Darmstädter Tor wuchten sollte, doch Jan Zimmermann war zur Stelle und vereitelte den Einschlag.

Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber dann die größte Chance bisher. Es war eine Chance der Kategorie "Schwerer zu verfehlen als zu machen!". Stegmeyer hatte eine Flanke auf Gorka gebracht, der auf Zimmermann verlängerte. Dieser behielt die Übersicht und legte auf den perfekt 4 Meter vor dem leeren Tor postierten Hickl ab. Der klatschte das Leder dann zuerst an die Latte, den Nachschuß jagte er dann direkt auf Gurski.

Nach dem Seitenwechsel drängten die die Gäste. Mit viel Druck störte die Mannschaft von Peter Vollmann früh und zeigte nun mehr Aggressivität. Nach drei Minuten in Durchgang zwei kam der Ball auf Müller, welcher sich aus 25 Metern ein Herz fasste und abzog. Jan Zimmermann, Darmstadts sicherer Rückhalt, entschärfte jedoch den Schuss.

In der 52. Spielminute hatte Wehen die nächste gute Chance. Nach einer Flanke legte Müller im Strafraum auf Zlatko Janjic ab, welcher den Ball im Glauben, hinter ihm stehe ein besser postierter Mitspieler, durchließ. Doch hinter stand nur ein Darmstädter Verteidiger der den Ball wieder aus dem Strafraum jagte.

Das Spiel drohte dann daraufhin ein zu schlafen. Darmstadt spielte viel zu umständlich und brachte keinen Druck auf den gegnerischen Strafraum zusammen und Wehens Offensivbemühungen hatten auch nach gelassen. Bis zur 61. Spielminute. Stegmayer brachte den Ball von Außen in die Mitte, wo Freddy Borg in den Ball grätschen wollte, jedoch verpasste. Dahinter hatte sich aber noch Elton da Costa, der Mann der von Beginn an das Vertrauen seines Trainers genoß, bereit gemacht und hatte keine Mühe den Ball im leeren Gehäuse zur 1:0 Führung für die Hausherren unter zu bringen.

Die Gäste schienen geschockt durch den Treffer, der sich in der zweiten Halbzeit nicht so wirklich abgezeichnet hatte. Die Wiesbadener stagnierten im Mittelfeld und wenn es gefährlich wurde, war es meist durch den SVD. Wie in der 72. Spielminute, als der Torschütze des einzigen Tores Elton da Costa es per Seitfallzieher nach Sulu-Vorlage machen wollte, jedoch knapp verpasste.

Die Partie wurde dann ein wenig ruppiger. Viele Fouls und auch die strategischen Auswechselungen nahmen dem Spiel den Fluss. 10 Minuten vor Schluss hatten dann die Lilien aber wieder eine gute Aktion, die allerdings von Jeff Gyasi auf der Torlinie geklärt wurde.

Drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatten dann die Gäste noch einmal eine Chance, doch noch etwas aus dem BVöllenfalltorstadion mit zu nehmen. Doch der eingewechselte Joe Vunguidica, dem die Darmstädter Hintermannschaft sträflich viel Platz gelassen hatte, brachte keinen richtigen Schuss zusammen und der Ball kullerte kläglich am Tor des SVD vorbei.

Danach gab es noch einmal richtige Derbyatmosphäre. Das Spiel war ab Mitte der zweiten Hälfte sowieso schon rauher geworden und das fand in der 90. Spielminute seinen Höhepunkt. Der eingewechselte Darmstädter Uwe Hesse bekam die glatte rote Karte. Viele reklamierten hier auf Fehlentscheidung, da Hesse den Ball und den Gegner getroffen hatte.

Der Platzverweis hatte allerdings keine Auswirkungen mehr auf den Spielausgang und so konnte der SV Darmstadt 98 erstmals im neuen Jahr drei Punkte dank dem Mann des Tages, Elton da Costa bejubeln.

Wehen hingegen verpasste es nach ausgeglichener ersten Halbzeit und gutem Start in den zweiten Durchgang, etwas beim nun ehemaligen Tabellenletzten mit zu nehmen.

Peter Vollmann bestätigte Darmstadt eine gute Leistung und zeigte sich als Sportsmann: "Glückwunsch an Darmstadt, der Sieg ist verdient. Darmstadt war uns heute im Abstiegskampf überlegen und wollten unbedingt gewinnen, sie traten insgesamt galliger auf. Wir dachten, dass wir nach dem letzten Sieg ruhiger sein könnten, haben aber nichts gelernt und verdient verloren."

Dirk Schuster, Cheftrainer der siegreichen Lilien, war einfach froh, dass seine Mannschaft so gekämpft und sich endlich einmal belohnt hat: "Von Anfang an hat meine Mannschaft sehr viel investiert, den SV Wehen Wiesbaden früh unter Druck gesetzt und und einige Chancen herausgearbeitet. Wir haben uns nicht aufgegeben, immer wieder versucht an den Erfolg zu glauben und so sind wir in die zweite Halbzeit gegangen. Das 1:0 war eine Befreiung und danach konnten wir auch spielerisch mehr und mehr überzeugen. Uns ist ein großer Stein vom Herz gefallen. Jetzt müssen wir weiter Vollgas geben und den Gegnern immer wieder das Leben schwer machen. Aufgrund der kämpferischen Leidenschaft haben wir den Sieg heute verdient."

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