Störche nach Höhenflug wieder mit Bruchlandung - Spielbericht

Der bisherige Saisonverlauf der Störche aus dem Hohen Norden gleicht ein wenig einer Achterbahnfahrt. Nachdem man zum Auftakt vier Dinger kassierte, folgten zwei Siege mit 5:0 Toren. Am Samstag Nachmittag allerdings musste die Mannschaft von Karsten Neitzel erneut vier Buden hinnehmen und kassierte mit 4:2 die zweite Niederlage in der laufenden Saison. Chemnitz hingegen scheint sich nach dem ruckeligen Start immer besser zurecht zu finden und konnte sich nun nach dem Sieg über Cottbus zu Beginn der englischen Woche gegen den nächsten großen Aufstiegskandidaten durchsetzen.

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Störche nach Höhenflug wieder mit Bruchlandung - Spielbericht
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Ergebnis: 4 - 2 (2:1)
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Nach dem 1:0 Erfolg gegen den FC Energie Cottbus war Karsten Heine durchaus zufrieden und veränderte seine Startaufstellung nur auf einer Position. Cappek durfte von Beginn an ran und startete für Nandzik.

Karsten Neitzel, der Cheftrainer der KSV, brachte exakt die erste Elf auf den Rasen, die beim 3:0 Erfolg über den SV Werder Bremen II auch auf dem Rasen stand.

Die Kieler begannen gewohnt engagiert und versuchten vom Anpfiff weg sofort Druck auf den ballführenden Gegenspieler zu machen. Auch die ersten Torannäherungen gehörten den Störchen, doch den ersten Treffer erzielten hier die Hausherren ein wenig aus dem Nichts heraus in der 14. minute. Cappek spielte den Ball auf Löning, der Jakusch im Strafraum alt aussehen ließ und dann in die Mitte flankte, wo Ofosu nur noch einnicken musste, um das 1:0 zu erzielen.

Kaum war der Jubel über die Führung verklungen, da fiel auch schon das Tor zum 2:0. Direkt nach dem Wiederanpfiff hatten die Kieler den Ball verloren und Danneberg spielte sofort auf Fink weiter, der Kegel noch kurzerhand aussteigen ließ und vom Strafraumrand aus zum 2:0 einnetzte.

Nun waren die Gäste hier völlig von der Rolle und die Chemnitzer hingegen drauf und dran den nächsten Treffer zu machen. Die Defensive der Kieler, die im letzten Jahr noch die große Stärke war, wackelte immer wieder gefährlich und so schien das hier heute ein ganz klares Ding zu werden. In der 25 Minute konnte CFC-Verteidiger Endres leicht und locker durchmarschieren und den Ball annehmen. Aus der Drehung heraus prüfte er dann Jakusch, den Mann im Kasten der KSV Holstein Kiel, doch der war schnell genug unten und verhinderte die frühzeitige Vorentscheidung.

Kiel versuchte sich nach einer halben Stunde zu befreien und wäre beinahe aus dem völligen Nichts zum Anschlusstreffer gekommen. Heider hatte sich stark durchgetankt und den Ball in die Mitte gebracht, wo Kunz, der Keeper zwischen den Pfosten des Tores der Chemnitzer, nicht aufpasste und so kam Siedschlag zum Abschluss. Röseler rauschte aber heran und kratzte das Kunstleder für seinen bereits geschlagenen Keeper von der Torlinie.

Als bereis Alles mit dem Pausenpfiff rechnete konnte Kiel das Spiel doch noch einmal offen gestalten und zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt den Anschlusstreffer machen. Lewerenz hatte den Ball auf Schäffler geschlagen, der nach innen zu Schnellhardt spielte. Völlig frei jagte dieser das Ding aus sieben Metern eiskalt in den Kasten und verkürzte auf 1:2.

Nun war Kiel auf der Höhe und kam auch druckvoll aus der Kabine. Wie auch im ersten Durchgang gehörten die ersten Minuten den Gästen. Immer wieder griffen die Störche stark an und kamen auch immer gut an den Chemnitzer Strafraum heran, doch dort war meistens dann Schluss. Insgesamt schien das Kieler Angriffsspiel ein wenig zu kompliziert zu sein.

Nach einer guten Viertelstunde im zweiten Durchgang ebbte der Druck der Kieler dann aber ein wenig ab. Es schien wie die Ruhe vor dem Sturm, doch nach 71 Minuten gab es einen erneuten Rückschlag für die Nordlichter. Nachdem Ofosu in den Strafraum gegangen war wurde er zwei Mal von Krause gehalten, so dass Schiedsrichter Gerach keine andere Möglichkeit hatte, als die Situation ab zu pfeiffen. Anton Fink trat an und erzielte locker den Treffer zum 3:1 vom Punkt aus und markierte seinen vierten Treffer im vierten Spiel.

Nun wirkte der Kieler Wille gebrochen und es schien Alles auf einen Sieg der Himmelblauen hinaus zu laufen und das wurde in der 83. Minute noch klarer. Nach einem Abschlage holte sich Dem den Ball und schickte Löning, der eiskalt im Eins gegen Eins gegen Jakusch zum 4:1 einschob.

Kiel konnte immerhin kurz darauf noch Ergebniskosmetik betreiben. Lewerenz hatte einen Freistoß in der 85. Minute an den kurzen Pfosten gebracht, wo Czichos im richtigen Moment am richtigen Ort war und zum 4:2 Endstand einköpfte und so das Endergebnis für Kiel noch einmal erträglicher machte.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 22.08.2015 um 14.00 Uhr (4. Spieltag 2015/16)

Ergebnis: 4 : 2 (2:1)

Tore: 1:0 Ofosu (14.), 2:0 Anton Fink (16.), 2:1 Schnellhardt (44.), 3:1 Anton Fink (72. Foulelfmeter), 4:1 Löning (83.), 4:2 Czichos (84.)

Chemnitzer FC: Kunz - Stenzel, Endres (78. Nandzik), Röseler, Conrad - Danneberg (73. Steinmann), Dem - Ofosu, Anton Fink, Cappek (60. Cecen) - Löning

Holstein Kiel: Jakusch - Herrmann, Weidlich, Wahl, Czichos - Kegel, Marlon Krause - Siedschlag (34. Schäffler), Schnellhardt - Lewerenz, Heider (68. Sané)

Zuschauer: 9045

Weitere Daten zum Spiel

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