Heidenheim besiegt den Burghausen mit 2:1 - Spielbericht

Youssef Mokhtari, der Spielmacher der Oberbayern wurde zur tragischen Figur des Gastspiels seiner Mannschaft bei den aufstiegsambitionierten Heidenheimern. Nach seinem Tor sah der Marokkaner innerhalb kürzester Zeit die gelbe, dann die gelb-rote Karte. Am Ende stand ein verdienter Heimerfolg für die Truppe von Frank Schmidt.

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Heidenheim besiegt den Burghausen mit 2:1 - Spielbericht
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Ergebnis: 2 - 1
Der Cheftrainer des FCH, Frank Schmidt, nahm nach der Aufholjagd gegen den SV Wehen Wiesbaden gezwungenermaßen drei Veränderungen seiner ersten Elf vor. Schnatterer und Wittek waren gesperrt und Deutsche musste auf der Reservebank Platz nehmen. Krebs, Bagceci und Niederlechner übernahmen die Aufgabe von Beginn an.

Georgi Donkov, der Cheftrainer des SV Wacker Burghausen veränderte seine Startaufstellung ebenfalls dreifach. Josef Cinar war gesperrt, Aupperle musste vorerst auch zusehen und Felix Luz, seit Wochen bereits in der Kritik der Anhänger der Salzachstädter, durfte diesmal auch nicht von Beginn an auflaufen. Senesie, Kulabas und Omodiagbe starteten für das Trio.

Beide Mannschaften spielten von Beginn an munter nach vorne und keiner wollte sich hier verstecken. Burghausen hatte zunächst die besseren Möglichkeiten, vor Allem aus Standardsituationen. In der 5. Minute verpasste Burkhard nach einem Freistoß das Tor knapp.

Doch auch der 1. FC Heidenheim arbeitete in Richtung Burghauser Tor. Bagceci hatte sich durchgesetzt und war frei vor dem Tor der Oberbayern aufgetaucht. Sein Abschluss jedoch verpasste das lange Eck.

Heidenheim wurde in der Folge besser. In der 15. Minute leitete Strauß einen guten Angriff ein. Thurk bekam den Ball von Strauß auf der Außenbahn, doch dessen Hereingabe wurde geblockt. Krebs bekam das Leder und beförderte es sofort in Richtung Tor, allerdings ging das Geschoss knapp am Tor des Gegners vorbei.

Kurz darauf wieder der FCH. Doch diesmal war es René Vollath, der Schlussmann des SV Wacker Burghausen, der Niederlechners Schuss im Nachfassen vereiteln konnte.

Doch die Gäste steckten nicht auf. Direkt im Gegenzug wurde es richtig gefährlich. Mokhtari hatte plötzlich acht Meter vor dem Tor freie Bahn, sein Schuss wurde aber auf Kosten eines Eckballs geblockt. Die Ecke hingegen ging knapp und scharf an Freund und Feind vorbei.

Doch Heidenheim hatte dann in der 22. Minute endlich das Mittel gegen die aufmüpfigen Burghauser gefunden. Nach einer Ecke brachte Burghausen den Ball nicht aus der Gefahrenzone und dieser landete bei Malura, der aus kurzer Distanz einnetzen konnte.

Burghausen machte früh hinten auf und versuchte sofort, den Rückstand zu egalisieren. Doch das bot dem FCH Kontermöglichkeiten. Bagceci verpasste in der 30. Minute nach einem solchen jedoch aus spitzem Winkel.

Im direkten Gegenzug hatte Sahr Senesie die Chance, die Stürmerflaute bei den Oberbayern zu beenden. Doch sein Schuss beinahe von der Grundlinie aus, ging über die Querlatte.

Dass Spiel hatte sich gerade etwas beruhigt, als kurz vor dem Seitenwechsel die Salzachstädter ausglichen. Youssef Mokhtari, der bereits in der vergangenen Wochenende ein Traumtor gegen den Karlsruher SC erzielte, kam an einen Abpraller und schlenzte sehenswert und unhaltbar für Erol Sabanov, dem Routinier im Tor der Schwaben, und die Maschen.

Thurk hätte beinahe noch vor der Halbzeitpause den erneuten Führungstreffer für die Hausherren erzielt, doch sein Versuch aus halblinker Position verpasste sein Ziel knapp.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Heidenheim den besseren Start und schaffte, es die Gäste in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Aus einer Chancenreihe in der 55. Minute ging die Mannschaft von Frank Schmidt dann folgerichtig in Führung. Zuerst scheiterte Niederlechner frei vor Vollath am Gästekeeper, dann traf Malura nach der darauffolgenden Ecke die Latte, doch dann nach Vorlagevon Göhlert machte Kraus das 2:1.

René Vollath, bekannt als Heißsporn, sah nach dem Treffer wegen Meckerns die gelbe Karte. Das schien Youssef Mokhtari angesteckt zu haben. Nach einem absichtlichen Handspiel bekam der ehemalige Afrika-Cup-Finale-Teilnehmer aus Marokko die gelbe Karte und erregte sich so sehr darüber, dass er sich zu einer anscheinend abfälligen Geste gegenüber dem Referee hinreissen ließ. Dafür bekam er glatt den Platzverweis mit einer roten Karte.

Nach dieser heißen Phase beruhigten sich die Gemüter wieder und es wurde wieder Fußball gespielt. In der 65. Minute hatten die Hausherren dann die Chance auf die Vorentscheidung. Wieder war es Niederlechner, der der Defensive der Burghauser enteilt war und frei auf Vollath losstürmte. Doch erneut war es der gewohnt starke Schlussmann Burghausens, der die Oberhand behielt.

Burghausen hingegen hatte den Kampf angenommen und versuchte mit aller Macht, den Ausgleich zu erzielen. Doch Thiel war vor Sabanov nach einem Konter der Ball zu weit vorgesprungen, so dass der Schlussmann diesen problemlos aufnehmen konnte.

Doch es blieb dabei, dass Heidenheim spielbestimmend war. Den Sack zu zu machen, verpasste die Mannschaft von Frank Schmidt jedoch und ließen beinahe fahrlässig die besten Möglichkeiten liegen. Dies hätte sich in der 81. Minute beinahe gerächt, als ein abgefälschter Schuss auf das Heidenheimer Tor zuflog. Erst im Nachfassen hatte Sabanov die Situation entschärft.

Heidenheim hätte sich dann beinahe noch den Ausgleich eingefangen. Doch Felix Luz, der inzwischen eingewechselt worden war, scheiterte zweimal kläglich und verdeutlichte dadurch noch einmal, warum der SV Wacker Burghausen einfach nicht mit der Spitze der Tabelle Schritt halten kann. Zuerst versiebte der Angreifer freistehend aus 10 Metern, dann, kurz vor dem Abpfiff köpfte er nach grandioser Vorarbeit aus 5 Metern völlig frei an den Pfosten.

Heidenheim war über weite Strecken überlegen und somit ging der Sieg hier völlig in Ordnung, auch wenn Burghausen erneut, wie bereits gegen den Karlsruher SC, eine starke Leistung ablieferte.

Stimmen zum Spiel folgen.


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