Duisburg siegt in Rostock mit 3:1 - Spielbericht

Die Krise des FC Hansa Rostock verschärft sich weiter. Aus den letzten fünf Spielen ging man vier Mal leer aus, lediglich der Heimsieg gegen Arminia Bielefeld ist ein Lichtblick der jüngsten Vergangenheit. Der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz ist sogar bis auf gerade Mal einen Punkt zusammengeschrumpft. Der MSV Duisburg hingegen schaffte durch den Erfolg den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz punktgleich mit dem Dritten, dem SV Wehen Wiesbaden.

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Duisburg siegt in Rostock mit 3:1 - Spielbericht
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Ergebnis: 1 - 3 (1:0)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Peter Vollmann, der Übungsleiter des FC Hansa Rostock, rotierte nach dem 0:1 bei Fortuna Köln auf zwei Positionen und brachte Ruprecht und Krauße für Gröger und Blacha, die vorerst auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten.

Auch Gino Lettieri, der Mann an der Seitenlinie beim MSV Duisburg, stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum 2:1 Sieg gegen Borussia Dortmund II personell auf zwei Positionen um. Der Verletzte Hajri und Grote wurde durch Branimir Bajic und Gardawski vertreten.

Der FC Hansa Rostock kam besser in die Partie und hatte in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, doch daraus konnte die Mannschaft von Peter Vollmann noch kein Kapital schlagen. Duisburg hingegen war um eine sichere Defensive bemüht und startete überfallartige Konter nach Ballgewinnen.

Der erste gute Angriff der Hanseaten in der 10. Minute endete mit einem Freistoß aus halblinker Position 24 Meter vor dem Ziel, als Stevanovic bei seinem Doppelpassversuch mit Bickel gelegt worden war. Bickel wollte das Runde direkt im Eckigen versenken, zirkelte dieses über die Mauer, doch traf nur den Querbalken.

Nach einer Viertelstunde, von Duisburg war hier noch gar Nichts zu sehen gewesen, konnte Rostock aus der klaren optischen Überlegenheit Kapital schlagen. Nach einem langen Ball gewann Mustafa Kucukovic das Kopfballduell gegen Meißner und leitete so auf Denis Weidlich weiter, der zu viel Platz hatte und mit einem gezielten Flachschuss in die lange Ecke das 1:0 besorgte.

Nun hatten die Hausherren Wind in den Segeln und drängten gegen konsterniert wirkende Gäste weiter. Nach 20 Minuten landete ein Einwurf bei Bickel, der im Sechzehner aus der Drehung abzog, doch Michael Ratajczak, der Mann im Kasten des MSV Duisburg, parierte den doch eher schwachen Abschluss sicher.

Duibsurg konnte sich zur Mitte der ersten Halbzeit hin in die Partie arbeiten und den Druck der Ostseestädter ein wenig eindämmen. Aus dem Spiel heraus ging in dieser Phase nicht mehr viel, doch bei Standardsituationen blieben die Hausherren brandgefährlich. In der 31. Minute bediente Bickel mit einer Freistoßflanke Steven Ruprecht, der aus 12 Metern nur haarscharf am Pfosten vorbei köpfte.

Und auch bis zum Seitenwechsel behielt der Gastgeber die Oberhand, auch wenn den Offensivaktionen waren nicht mehr so zwingend wie in der ersten Viertelstunde. In Minute 41 versuchte sich Mustafa Kucukovic nach guter Vorarbeit von der Strafraumkannte, doch auch er bekam kaum Druck hinter den Abschluss, so dass Ratajczak keine Probleme hatte.

Mit der letzten Aktion der ersten Hälfte wäre beinahe ein Eigentor gefallen. Der aktive Bickel, der nahezu an jeder Offensivaktion beteiligt war, brachte die Kugel in die Mitte, wo Dum vor Srbeny wuchtig zu seinem Keeper zurück köpfte, doch der war voll auf der Höhe.

Anscheinend hatte Gino Lettieri die passenden Worte in der Kabine gefunden, denn die Zebras kamen wie ausgetauscht aus der Kabine und hatten bereits nach 180 Sekunden eine Doppelchance zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Wolze kam Albutat zum Kopfball, den Ruprecht auf der Linie noch blocken konnte, den Abpraller wollte Dum vom Fünfer verwandeln, doch Jörg Hahnel, der Torhüter des FC Hansa Rostock, packte eine tolle Reaktion aus und verhinderte das 1:1.

Natürlich hatten die Hausherren nun durch die deutlich offensivere Ausrichtung der Gäste mehr Raum für Konter, doch diese wurden nicht effektiv genug ausgespielt. In der 52. Minute hatte Krauße auf Kucukovic gespielt, der direkt auf Srbeny ablegte. Die Flanke allerdings wurde geklärt, bevor sie verwertet werden konnte.

Ein wenig glücklich kam Duisburg in der 55. Minute zum Ausgleich. Kevin Wolze hatte sich für einen Freistoß aus 23 Metern bereit gemacht und wollte diesen auf die kurze Ecke jagen, doch von Kucukovic abgefälscht entwickelte sich ein ganz krummes Ding, dass im Winkel der langen Ecke zum 1:1 Ausgleich einschlug.

Hansa ließ sich durch den Ausgleich aber nicht aus der Bahn werfen und drängte weiter auf das Tor der Meidericher. Srbeny hatte sich direkt nach dem Gegentreffer in Szene gesetzt und ging auf rechts durch und buchsierte das Spielgerät flach in die Mitte, wo Krauße hineinrutschte, doch Ratajczak konnte halten.

Nach einer Stunde trafen auch die Gäste das Aluminium des gegnerischen Tores. Nach einem guten Steilpass von Wolze auf Grote versuchte sich dieser im Fallen aus spitzem Winkel, traf jedoch nur den Außenpfosten.

Die Mannschaft von Gino Lettieri übernahm langsam aber sicher das Kommando und kam immer besser ins Spiel. Rostock schien ein wenig den Faden zu verlieren und wurde immer unsortierter, so dass die Gäste in der 69. Minute in Führung gehen konnten. Gardawski spielte auf Klotz, der im Strafraum viel zu viel Platz hatte, wo der in Heilbronn geborene Akteur flach in die lange Ecke zum 2:1 verwandelte.

Der zweite Treffer der Rheinländer hatte deutlich mehr Wirkung auf das Auftreten der Kogge, als noch der Ausgleich. Dieses Mal fand Rostock nicht wirklich zurück, auch wenn sich die Mannschaft von Peter Vollmann sichtlich bemühte. In der Schlussphase angekommen sah es allerdings nicht mehr nach der großen Offensive aus und in der Nachspielzeit machte Klotz dann Alles klar. Albutat hatte den Doppeltorschützen gut geschickt, der erst frei vor Hahnel scheiterte, den Nachschuss aber aus zwei Metern zum 1:3 Endstand einschob.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 27.09.2014 um 14.00 Uhr (12. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 1 : 3 (1:0)

Tore: 1:0 Weidlich (15.), 1:1 Wolze (54.), 1:2 Klotz (69.), 1:3 Klotz (90.)

Hansa Rostock: Hahnel - Weidlich, Stuff, Ruprecht, Pelzer - Krauße, Christiansen (67. Blacha) - Stevanovic, Srbeny (76. Savran), Bickel - Kucukovic (60. Ziemer)

MSV Duisburg: Ratajczak - Feltscher, Bajic (78. Schorch), Meißner (46. Grote), Wolze - Klotz, Steffen Bohl, Albutat, Gardawski - Janjic (25. Dum) - Scheidhauer

Zuschauer: 6700

Weitere Daten zum Spiel

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Kommentar zu dieser News

Kommentar von vmann am 28.09.2014 um 05:12 Uhr:

Hallo Herr Künzig, ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Duisburg nicht in Westfalen liegt. Es sei denn, der Rhein hat sich vetschoben...! Bitte im Atlas noch mal nachschauen.

Kommentar von Niels am 28.09.2014 um 10:24 Uhr:

Hallo, vielen Dank für den Hinweis. Ich habe das korrigiert.

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