Dreifacher Lewerenz schießt Wehen ab – Spielbericht + Bilder

Die KSV Holstein untermauert ihre Aufstiegsambitionen und schlägt den SV Wehen Wiesbaden souverän mit 3:0. Zuletzt war es vor allem Kingsley Schindler, der die Störche von Sieg zu Sieg schoss. Diesmal drehte ein anderer auf: Steven Lewerenz erzielte drei Tore und sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Kieler auf den Relegationsplatz vorrücken. Wehen war von Beginn an unterlegen und spielte ab der 36. Minute in Unterzahl. Die Hessen bleiben im Abstiegskampf.

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Dreifacher Lewerenz schießt Wehen ab – Spielbericht + Bilder
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Kiels Markus Anfang musste auf den gelbgesperrten Dominik Schmidt verzichten. Für ihn rückte Niklas Hoheneder in die Innenverteidigung. Außerdem kehrten Dominick Drexler und Steven Lewerenz für Luca Dürholtz und Ilir Azemi zurück in die Startelf. Bei den Gästen setzte Rüdiger Rehm auf Sascha Mockenhaupt, Sebastian Mrowca und Luca Schnellbacher für Patrick Funk, Jules Schwadorf und David Blacha. Tim Skorczyk leitete die Partie.

Die Gastgeber kamen besser ins Spiel. Der erste im Bunde der wiedergenesenen Drexeler gab nach zwei Minuten den ersten Schuss ab und verfehlte das Tor nur knapp. Zehn Minuten später traf der zweite "Neue" Lewerenz hinein. Nach starkem Dribbling im Strafraum und mit den Quäntchen Glück im Abschluss erzielte der Außenstürmer das 1:0. Erst danach wachten die Gäste auf. Nur eine Minute nach dem Rückstand köpfte Steven Ruprecht an den Pfosten, der Ex-Kieler Manuel Schäffler schoss in der 19. Minute knapp am Tor vorbei.

Mitte der ersten Halbzeit hatte KSV-Stürmer Marvin Ducksch die besten Möglichkeiten. In der 20. Minute schloss er am Strafraum zu früh ab, in der 30. Minute wurde er in aussichtsreicher Position von Lewerenz eher angeschossen als angespielt. Danach schwächte sich der ohnehin unterlegene SV Wehen selbst. Marc Lorenz sah schon 36 Minuten die zweite Gelbe Karte nach einem Foul an Drexler. Rentieren sollte sich die Überzahl der Kieler allerdings erst kurz nach der Pause. Bieler legte quer auf Lewerenz, der nach 48 Minuten erhöhte.

Steven Lewerenz hatte die letzten drei Spiele verletzt aussetzen müssen. Den Nachholbedarf des Mittelfeldspielers bekamen die Hessen weiter zu spüren. Wieder über seine linke Seite ließ er der Gäste-Defensive und Torhüter Markus Kolke ein drittes Mal keine Chance - 3:0 nach 55. Spielminuten. Kiel hatte in drei der letzten vier Wochen auch unter der Woche gespielt, Trainer Anfang reagierte deshalb auf die Vorentscheidung und nahm Kingsley Schindler sowie den dreifachen Torschützen vom Feld.

Das Signal kam bei der Mannschaft an, in der Schlussphase verwalteten die Gastgeber das Ergebnis routiniert und ließen sich von den 5767 Zuschauern feiern. Neben dem starken Spiel der eigenen Mannschaft sorgten vor allem die Ergebnisse auf den anderen Plätzen für ausgelassene Stimmung auf der Tribüne. Durch den -Sieg- und die Patzer der Konkurrenz ist selbst der direkte Aufstiegsplatz wieder in greifbarer Nähe. Für Holstein endet die Englische Woche mit dem nächsten -Heimspiel- am Sonntag, wenn Preußen Münster zu Gast ist. Wehen empfängt am Tag zuvor Rot-Weiß Erfurt und will den jüngsten Aufwärtstrend unter Neu-Coach Rüdiger Rehm dann wieder bestätigen.

Stimmen zum Spiel

Steven Lewerenz (Kiel): "Der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben. Ich hab zwei, drei volle Einheiten mit der Mannschaft mitgemacht. Er hat vor dem Spiel zu mir gesagt "Hey, mehr Vertrauen kann ich dir nicht geben" und ich hoffe, dass ich das zurückgezahlt habe. Am meisten freut es mich für die Mannschaft, dass wir hier als Sieger vom Platz gegangen sind. Platz Drei ist ein schöner Nebeneffekt, aber jetzt steht am Sonntag das nächste Spiel an und das wollen wir vernünftig bestreiten."

Markus Anfang (Trainer Kiel): "Wir sind gut reingekommmen. Wiesebaden ist eine schwer zu bespielende Mannschaft, die Konteraktionen wollten wir unterbinden. Das haben wir gut hinbekommen. Wir machen dann das Tor und haben dann fünf Minuten, wo wir unter Druck waren. In Überzahl sind es dann oft die schwersten Spiele, deshalb Kompliment an meine Mannschaft wie sie es herausgespielt hat. Jetzt gilt die Konzentration komplett dem Wochenende. Wir haben noch nie drei Spiele in Folge gewonnen und müssen das jetzt gegen Münster so machen wie heute."

Rüdiger Rehm (Trainer Wehen): "Das ist relativ schnell erzählt: Wir haben bei einem Standard nicht aufgepasst und gehen in Rückstand. Das war schlecht verteidigt. Danach müssen wir dass 1:1 machen, aber lassen unsere riesen Chancen liegen. Nach der Roten Karte war es vorentscheiden, zwei Minuten nach der Pause dann entschieden. Schade für die zuschauer, weil sich unter anderen Umständen ein gutes Spiel hätte entwickeln können. Ich hoffe, dass nicht nur wir sondern auch die Schiris das Spiel analysieren."

Niklas Dams (Wehen): "Am Anfang hatten wir vielleicht ein kleines bisschen zu viel Respekt vor Kiel. Das 1:0 war verdient zu dem Zeitpunkt. Wir haben dann zwei, drei gute Möglichkeiten und machen den Ausgleich nicht. In unsere stärkste Phase kommt dann die Gelb-Rote Karte, zu der ich sage: kleinlich. Wobei der Schiri sowieso ziemlich kleinlich gepfiffen hat, da müssen wir vielleicht in bisschen vorsichtiger sein. In Unterzahl ist es dann schwer, Kiel macht das gut."




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Daten zum Spiel

Anstoß: 05.04.2017 um 19.00 Uhr (31. Spieltag 2016/17)

Ergebnis: 3 : 0 (1:0)

Tore: 1:0 Lewerenz (12.), 2:0 Lewerenz (47.), 3:0 Lewerenz (54.)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Hoheneder, Czichos, Lenz - Peitz - Kingsley Schindler (59. Siedschlag), Drexler, Bieler, Lewerenz (63. Sicker) - Ducksch (75. Fetsch)

SV Wehen Wiesbaden: Kolke - Mrowca, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel - Dams, Pezzoni, Andrich (73. Breitkreuz) - Schnellbacher (83. Philipp Müller), Lorenz - Schäffler (63. Schwadorf)

Zuschauer: 5767

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