Burghausen gewinnt Oberbayernderby gegen Unterhaching mit 3:1 - Spielbericht

Der SV Wacker Burghausen hat sich für die Hinspielniederlage im Sportpark Unterhaching gerächt. Nach langer Leidenszeit konnten die Anhänger der Salzachstädter einmal wieder ein gutes Spiel ihrer Mannschaft begutachten. Unterhaching hatte allerdings die große Chance, die Partie zu drehen, doch der Pfosten stand im Weg.

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Ergebnis: 3 - 1
Burghausens Cheftrainer, Georgi Donkov, nahm im Vergleich zum torlosen Remis beim VfB Stuttgart II zwei Änderungen seiner ersten elf vor. Der rot-gesperrte Schwarz wurde durch Thorsten Burkhardt vertreten und Eberlein bekam den Vorzug vor Routinier Ronald Schmidt.

Auch das Trainergespann der Spielvereinigung reagiert mit zwei personellen Änderungen auf das Remis gegen die Stuttgarter Kickers. Der verletzte Thee und der gesperrte Moll wurden durch Willsch und Hofstetter ersetzt.

Es ging gleich munter los in der Wacker Arena. Sahr Senesie hatte direkt nach dem Anpfiff die erste Chance. Er wurde gut im Strafraum in Szene gesetzt und versuchte es direkt aus der Drehung, doch er verpasste das Tor knapp.

Nur zwei Minuten später war wieder der agiele Senesie involviert. Mit einer grandiosen Flanke bediente er seinen Sturmpartner Felix Luz, dessen Kopfball allerdings von Korbinian Müller, dem Riederer-Ersatz zwischen den Pfosten des Tores der Münchener Vorstädter, auf Kosten einer Ecke entschärft werden konnte.

Nach der Drangphase zu Beginn verflachte die Partie ein wenig, doch Burghausen blieb klar spielbestimmend. In der 17. Minute gab es einen Eckball für die Gäste, den Senesie zu einem Konter ummünzen konnte. Nach einem Alleingang nahezu über das komplette Feld schoß er das Leder frei vor Riederer nur ans Außennetz.

Vier Minuten später spielte Schröck, nachdem er wie so oft einen Zweikampf im Mittelfeld gewonnen hatte, einen Zuckerpass durch die Gasse auf den gestarteten Thiel. Der war frei vor Müller aufgetaucht. In der Mitte wäre Senesie völlig frei gestanden, doch der Youngster der Salzachstädter schloss selbst ab und schoß den Unterhachinger Keeper an.

Unterhachings erste gute Chance hatte dann Vogelsammer. Der verpasste aber, nachdem er von Willsch bedient wurde.

Nach einer guten halben Stunde gab es dann Einwurf für die Gäste in der eigenen Hälfte. Ronald Schmidt, der mittlerweile für den verletzten Moser auf Burghauser Seite in die Partie gekommen war, köpfte den Einwurf dann auf Schröck. Der überspielte einen Gegner und hatte dann ca. 32 Meter vor dem Tor ein klein wenig Raum. Gedankenschnell schloss er mit dem Vollspann ab und jagte das Spielgerät mit einem Sonntagsschuss in den rechten Winkel des Unterhachinger Tores zum 1:0 für die Hausherren.

Burghausen blieb weiter dran und hätte nur fünf Minuten später erhöhen können. Über einen Doppelpassstaffete spielten sich Burkhardt und Eberlein über den rechten Flügel bis in den Strafraum hinein, wo Burkhardt dann mit viel Übersicht den allein gelassenen Senesie anspielte. Dieser wollte es dann aber zu schön machen und schaufelte das Leder über den Hachinger Kasten hinweg ins Toraus.

Doch es dauerte danach nur 2 Minuten, ehe die 2.500 Zuschauer in der Burghauser Wacker Arena wieder jubeln konnten. Nach einer feinen Flanke von Burghausens Außenverteidiger Christoph Burkhardt konnte der viel kritisierte und bis dahin auch erneut blass gebliebene Luz mit einem ansehnlichen Flugkopfball aus 14 Metern zum 2:0 einköpfen.

Nach dem Seitenwechsel überließen die Hausherren der Spielvereinigung das Spiel, was sich beinahe nur 2 Minuten nach dem Wiederanpfiff gerächt hätte. Nachdem Schwabl auf der rechten Außenbahn Schmidt überlaufen hatte, brachte der Kapitän der Rot-Blauen eine tolle Flanke auf den langen Pfosten wo Kauffmann mit einem tiefen eingesprungenen Kopfball beinahe auf 1:2 gestellt hätte, doch Burghausens Fels in der Brandung im Tor, René Vollath, konnte den Einprall bravurös verhindern.

Unterhaching wurde immer stärker und wenn Burghausen sich einmal wieder nach vorne traute, kamen die nun aufgeweckteren "jungen Wilden" von Manuel Baum und Claus Schromm per Konter gefährlich vors Burghauser Tor. Nach 57 Minuten hatte Willsch ein Laufduell auf der Außenbahn gegen Ronald Schmidt gewohnen und brachte eine feine Flanke auf den langen Pfosten, wo Kauffmann per Volley das Leder in die Maschen jagte und den verdienten Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte.

Der SV Wacker Burghausen, der sich in der ersten Halbzeit so teuer verkauft hatte, kam nun immer mehr unter die Räder. Nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer fuhren die Gäste erneut einen schnellen Gegenstoß und hätten beinahe aus der Überzahlsituation Kapital geschlagen. Yilmaz kam aus gefährlicher Position zum Abschluss. Vollath, Burghausens Keeper, war bereits geschlagen doch der Ball sprang vom Pfosten aus zurück ins Spielfeld.

Burghausen hatte sich nach dem Anschlusstreffer und dem Pfostenschuss, der die gesamte Partie auf den Kopf gestellt hätte, wieder etwas gefangen. Burkhardt spielte auf Senesie, der aber unter Bedrängnis mehr in den Boden trat, als abzuschließen. Anschließend musste der aktive und immer gefährliche Mann aus Sierra Leone ausgewechselt werden.

Doch Unterhaching blieb die bessere Mannschaft und drängte die Hausherren in die eigene Hälfte. Durch die offensivere Einstellung der Spielvereinigung kamen die Wackeren zu einigen guten Kontern, die allerdings fahrlässig und nachlässig nicht zu Ende gespielt wurden. In der 79. Minute hatte Kulabas, der nach seiner Verletzung in der Leistengegend wieder eingesetzt werden konnte, eine dicke Chance, doch sein Schuss aus 20 Metern jagte über den Hachinger Kasten.

In der 82. Minute war dann der Deckel drauf. Eberlein spielte einen spieleröffnenden Pass auf Thiel, der von seinem Gegenspieler eher begleitet als attackiert wurde. Die Tatsache, dass der Youngster zu viel Platz hatte, rächte sich für die Hachinger. Thiel packte den Hammer aus und jagte den Ball flach in die Ecke des Unterhachinger Tores und stellte auf den 3:1 Endstand.

In der Folge spielte Wacker die Partie gelassen herunter, auch wenn Unterhaching noch einmal drängte. Verdient konnte sich die Mannschaft von Georgi Donkov nach dem Abpfiff feiern lassen. Auch die Fans waren, was in der laufenden Saison eine Seltenheit ist, sehr zufrieden.

Stimmen zum Spiel folgen.


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