Burghausen erringt einen glücklichen Punkt gegen haushoch überlegene Dortmunder - Spielbericht

Die Zweitbesetzung der Borussia Dortmund schaffte es nicht, trotz drückender Überlegenheit, den Sack zu zu machen und wieder bewahrheitete sich, dass, wenn man seine Chancen nicht nutzt, fällt noch das Gegentor.

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Ergebnis: 2 - 2
Seit 8 Uhr morgens taten freiwillige Helfer alles Mögliche dafür, dass die Auftaktpartie in die Restsaison für den SV Wacker Burghausen stattfinden konnte. Der Rasen wurde präpariert und spielbereit gemacht. Nach der Partie in der Pressekonferenz hatte der BVB II-Coach David Wagner sogar ein Lob für die Arbeit übrig. "Ein Kompliment an den Verein und alle Helfer, die uns einen so guten Spielbetrieb ermöglicht haben.", gab der Trainer zu Protokoll.

Burghausen wollte nach drei Niederlagen in Folge vor dem Jahreswechsel wieder dreifach Punkten, um das Polster auf die Abstiegsränge dick zu halten. Doch Georgi Donkov musste gleich auf 4 Stammkräfte verzichten. Fabian Aupperle und Maxi Thiel waren grippegeschwächt erst einmal auf der Ersatzbank, genau so wie Alexander Eberlein, der nach einer Mandelentzündung erst kürzlich wieder in das Training mit der Mannschaft eingestiegen war. Und Michael Schick wurde von Donkov nicht berücksichtigt. Dementsprechend verändert trat die Mannschaft auf. Mit Schröck und dem nach 7-monatiger Verletzungspause zurück gekehrten Christoph Burkhard gaben gleich zwei Akteure ihr Saisondebüt.

David Wagner auf Dortmunder Seite konnte nicht auf Leonardo Bittencourt, welcher gesperrt war zurückgreifen und die verletzten Tim Kübel und Treude waren ebenfalls nicht verfügbar. Der Neuzugang, Knappmann, musste sich vorerst mit einem Platz auf der Reservebank begnügen.

Die Partie startete bei -7 Grad Celsius recht flott und beide Teams agierten eher offensiv. Bereits nach 2 Minuten hatten die Gastgeber aus Burghausen die riesige Gelegenheit, die Zweitbesetzung des Deutschen Meisters und DFB-Pokal-Siegers zu schocken. Maurice Müller wurde durch einen Traumpass von Heiko Schwartz in Szene gesetzt und lieg allein auf Alomerovic, den Torhüter Dortmunds zu. In der Mitte war Felix Luz mitgelaufen, konnte sich jedoch nicht in Position bringen. Doch Müller war zu uneigennützig und wollte, anstatt selbst ab zu schließen für Luz auflegen und dieser Pass wurde wieder direkt vor die Füße des Talentes abgewehrt. Doch das kam zu überraschend und Müller konnten den Dortmunder Schlussmann mit seinem Schuss nicht überwinden.

Dortmund zeigte sich von der ersten Gelegenheit Burghausens unbeeindruckt und konnte bereits in der 4. Spielminute zum ersten Mal jubel. Nachdem die Burghauser Hintermannschaft den Ball nach einem Eckball nicht wirklich aus der eigenen Hälfte brachte, fasste sich Drum ein Herz und zog aus 24 Metern völlig unhaltbar für René Vollath im Tor der Salzachstädter ab.

Nach dem flotten Start bemühten sich dann beide Mannschaften um Ruhe. Dortmund zog sich verständlicherweise als führender Gast zurück und hoffte auf Kontermöglichkeiten über die schnellen Offensivkräfte und ließ Burghausen agieren. Burghausen nahm auch das Heft in die Hand und versuchte immer wieder, über die Außenbahn zum Erfolg zu kommen. Die Mannschaft von Georgi Donkov machte auch stellenweise viel Druck gegen den Ball und so kam es in der 17. Spielminute zum Ausgleichstreffer für die Mannschaft, nachdem sich Müller energisch einsetzte und Heiko Schwartz auf den Weg in Richtung Tor schickte. Mit viel Übersicht hatte Schwartz dann den Ball zum 1:1 im Kasten des BVB untergebracht.

Allerdings trat kaum großer Jubel auf. Wegen einer Protestaktion verließen die "Fans" des SVW nach einiger Zeit die Tribüne und hielten sich den Rest des Spieles hinter der Tribüne auf. Auch die Dortmunder Anhängerschaft tat dies dann nach geraumer Zeit, so dass bis auf die Zwischenrufe einiger Vereinzelter nicht mehr viel zu hören war.

Mit dem Ausgleich verflachte auch das Spiel allmählich. Burghausen wollte zwar nachlegen und zeigte sich gegen kaum beeindruckte Gäste kämpferisch, aber der letzte Pass fehlte den Salzachstädtern. Doch nach 32 Minuten musste René Vollath im Burghauser Kasten erneut hinter sich greifen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten die kleinen Borussen rasant um und hebelten mit einem perfekt getimeten Pass die komplette Defensive Burghausens aus, deren Abseitsfalle nicht zuschnappte. Hofmann ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob zum etwas überraschenden 1:2 ein. Der Unparteiische wich auch von seiner Entscheidung, den abseitsverdächtigen Treffer zu geben, nicht ab.

Burghausen war sichtlich geschock wegen des erneuten Rückstandes und brachte bis zur Halbzeit auch nicht mehr viel nach vorne zusammen, da sich die Dortmunder sehr defensiv verhielten, um den Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen.

Wer bei den kalten Temperaturen dann auf eine Aufholjagd in Halbzeit zwei der Heimmannschaft gehofft hatte, wurde nach Wiederanpfiff enttäuscht. Es war die U 23 von Borussia Dortmund, die das Spiel machte und, nachdem bereits Bakalorz kurz zuvor mit einem Distanzschuss nur knapp verpasste, spätestens in der 54. Spielminute auf 3:1 hätte erhöhen müssen. Nachdem in Burghausens Abwehrreihe das komplette Durcheinander ausgebrochen war, stand auf einmal Drum 2 Meter vor dem Tor völlig frei und kam nach einem missglückten Klärungsversuch vom Burghauser Routinier Ronald Schmidt an den Ball. Doch zu überrascht konnte er das Leder nur an den Pfosten setzen.

In der Folge war die Partie sehr zerfahren, da der SVW den Anschein machte, einfach nicht richtig zurück in die Partie zu finden. Die Mannschaft von Georgi Donkov machte der Defensivabteilung Dortmunds das Leben mehr als einfach. Immer wieder zerschlugen sich gute Situationen auf Grund von schlechten Fehlpässen oder Missverständissen. Doch der BVB verpasste, aus den daraus resultierenden Möglichkeiten etwas zu machen. Erst in der 78. Minute hatte Dortmund die nächste Riesenchance auf die Entscheidung. Der eingewechselte Neuzugang Knappmann, der bereits selbst in Burghausen aktiv war, stand wie aus dem Nichts heraus völlig alleine vor dem Burghauser Tor, doch sein Versuch ging hauchdünn am rechten Pfosten vorbei.

In der 84. Minute gab es dann nach einem Versuch von Schröck, der ein wirklich gutes Debüt hinlegte, Eckball für die Hausherren. Nachdem der Eckball in den 16er befördert wurde, gab es ein wirres Durcheinander in welchem Burghausens Topscorer, Maximilian Thiel, der erst kurz zuvor eingewechselt worden war, die Übersicht behielt und mit seinem 6. Saisontreffer für den Ausgleich sorgte.

In der Folge versuchten beide Mannschaften noch einmal alles, um doch noch drei Punkte ein zu fahren. Das Spiel war nach dem Ausgleich noch emotionsgeladener als zuvor und nach einer Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns, welches heute auf beiden Seiten einige Fehler fabrizierte, konnte sich der Cheftrainer der Hausherren, Georgi Donkov, nicht mehr zurückhalten und verließ die Coachingzone, um dem 4. Schiedsrichter seinen Standpunkt klar zu machen. Als Folge wurde der Übungsleiter auf die Tribüne geschickt und musste von dort aus den Rest der Partie, in welchem allerdings nicht mehr viel geschah, verfolgen.

Nach einem kampfbetonten Spiel geht Burghausen mit viel Glück nicht als Verlierer vom Platz. Genau so sah es bei der Pressekonferenz auch der Trainer. "Mit dem Ergebnis bin ich vom Verlauf her sehr zufrieden und möchte meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie sich nach 2 Rückschlägen noch einmal zurück kämpfte. In der ersten Halbzeit waren wir zwar spielbestimmend aber gingen mit dem 1:2 Rückstand in die Kabine. Nach der Halbzeit wollten wir uns Chancen erspielen und alles versuchen, das Spiel noch zu drehen und konnten dann am Ende noch den Ausgleich erzielen."

David Wagner, der Trainer des BVB II, war nicht gerade entspannt: "Wir sind wütend, sauer und enttäuscht. Und das ist auch gut so, denn wir wollen diese Emotionen in Motivation umwandeln, und am Mittwoch gegen Aachen dann Gas geben. Natürlich ist man unzufrieden, wenn man mit 2:1 führt und dann, nachdem man 3 oder 4 richtig gute Chancen hatte, den Sack zuzumachen, noch kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich hinnehmen muss. Aber trotzdem bin ich wegen des Klassenerhaltes nicht besorgt. Man hat heute, wie auch schon vor dem Jahreswechsel gesehen, dass wir spielerisch stark sind."

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