2:2 – Kiel und Aalen teilen die Punkte – Spielbericht + Bilder

Holstein Kiel hat im eigenen Stadion erneut wichtige Punkte liegen lassen. Gegen den VfR Aalen reichte eine 2:0-Pausenführung nicht zum Sieg. Welzmüller und Morys glichen nach der Pause für die Gäste aus. Janzer und Lewerenz hatten die über weite Strecken spielbestimmenden Gastgeber in Führung gebracht. Durch das 2:2 bleiben beide Klubs bei 30 Zählern und verpassen einen Sprung heran an die Aufstiegsplätze. Aalen ist zumindest in einer Hinsicht weiter Spitzenreiter.

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Kiels Trainer Markus Anfang musste zum Heimauftakt im neuen Jahr umstellen. Für Schindler, der beim 0:0 in Frankfurt Gelb-Rot sah, kam Janzer. Außerdem rückte der zuletzt gesperrte Schmidt zurück in die Innenverteidigung und verdrängte Hoheneder. Bei den Gästen setzte Peter Vollmann auf Hercher und Kartalis für die schon beim 1:1 gegen Wiesbaden ausgewechselten Ojala und Vasiliadis.

Der VfR verteidigte zu Beginn hoch und ließ den Kielern mehr Ballbesitz. Der erste Glanzpunkt des Spieles entstand aber aus einem Ballverlust der Aalener. Bernhardts Abschlag landete direkt bei KSV-Stürmer Fetsch, der dadurch frei auf seinen Passgeber zulaufen konnte. Den Abschluss von Fetsch konnte der Schlussmann noch abwehren, bei Janzers artistischem Nachschuss war er aber machtlos. Per Seitfallzieher stellte der Schindler-Ersatz auf 1:0 (4.).

Auch in der Folge war Kiel besser im Spiel. Nach einem Freistoß von Lewerenz köpfte der zweite neue, Innenverteidiger Schmidt, auf den langen Pfosten. Diesmal konnte Bernhardt die Situation nachhaltig bereinigen. Aalen kam kaum zum Abschluss. Erst in der 23. Spielminute fand Welzmüller aus dem Halbfeld mal Mitspieler Toshev, dessen Kopfball auf das Tor war aber zu harmlos.

Gute Torchancen waren Mangelware, nach einer halben Stunde erhöhte Kiel trotzdem. Wieder eroberte Fetsch den Ball vom Gegener und bediente diesmal Lewerenz. Der Angreifer war alleine durch und schob ein – 2:0. Welzmüllers versuchte Antwort per Freistoß drei Minuten später ging genau in die Arme von Kronholm. Per Kopf (38.) und mit dem Fuß (41.) hatte Fetsch danach Chancen selbst zu treffen, auf der Gegenseite zwang Morys Keeper Kronholm zu einer Parade (42.).

In der Halbzeitpause verkündete der Kieler Stadionsprecher, wer beim Fan-Voting zum Spieler des Spiels in Führung lag. Torwart Kronholm begeisterte die Mehrheit der 4413 Zuschauer für sich und unterstrich seine Wahl zu Beginn der zweiten Hälfte. Bei zwei Aalener Torannäherungen ohne Abschluss musste er noch nicht eingreifen, den abgefälschten Freistoß von Welzmüller dagegen lenkte er spektakulär an die Latte und über das Tor (50.).

Danach kam von beiden Seiten für eine Weile nichts mehr. Erst in der 67. Minute hatte Aalen die nächste, aber dafür große Chance zum Anschluss. Nach einem Eckball kam Toshev frei vor dem Tor zum Kopfball, doch wieder war Kronholm zur Stelle. Drei Minuten später war der Keeper dann machtlos, der dritte Freistoß von Welzmüller rutschte durch. Aus 20 Metern holte der Mittelfeldspieler seine Mannschaft zurück ins Spiel.

Weil Aalen nun aufmachte, bekam Kiel Platz zum Kontern. In der 73. Minute war Drexler eigentlich auf und davon, verdribbelte sich aber am Strafraum. Die Gäste waren konsequenter und wurden dafür zehn Minuten vor Spielende belohnt. Der Schuss des eingewechselten Vasiliadis von der Strafraumgrenze wurde abgefälscht und rutschte durch zu Morys, der vor dem Tor die Ruhe behielt und ausglich.

Markus Anfang reagierte, schickte den schon spielbereiten Hoheneder zurück auf die Bank und brachte in der 88. Minute Azemi. Der Neuzugang von Greuther Fürth verlängerte einen weiten Ball auf Drexler, der über das Tor schoss (90.). Ansonsten konnte auch Azemi nicht mehr entscheidend eingreifen, es blieb beim 2:2. Zum zwölften Mal in dieser Saison teilt der VfR Aalen die Punkte - Liga-Höchstwert.

"Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir den Punkt richtig verdient. Mit ein bisschen Glück können wir am Ende sogar noch gewinnen, aber mit dem Unentschieden können wir gut leben. Überragende Mannschaftsleistung, aber jetzt müssen wir zuhause mal wieder einen Dreier landen, auch für unsere Fans", sagte Schlussmann und Kapitän Bernhardt.

VfR-Trainer Vollmann sprach gegen seinen Ex-Klub von zwei unterschiedlichen Spielhälften: "Die erste Halbzeit geht klar an Kiel, sie waren frischer, bissiger und zweikampfstärker. In der zweiten Halbzeit haben wir auf 4-4-2 umgestellt und dann irgendwann auch mehr lange Bälle gespielt. So sind wir beser ins Spiel gegekommen. Das 2:1 haben wir zu einem guten Zeitpunkt gemacht und danach dann mutig und bissig attackiert. So sind wir noch zum 2:2 gekommen und mit dem Punkt am Ende glücklich."

Sein Gegenüber Anfang analysierte das Spiel ähnlich, zog aber ein anderes Fazit: "Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und den Gegner zu jeder Zeit kontrolliert. In der zweiten Häflte waren es dann wenig Fußball und viele lange Bälle. Irgendwann haben wir wieder versucht Fußball zu spielen, das aber nicht mehr hinbekommen. Komischer Weise haben wir erst nach dem 2:2 wieder angefangen zu spielen. Wir sind mit dem Punkt überhaupt nicht zufrieden, weil wir uns das selbst zuzuschreiben haben."

"Wir hätten in der ersten Halbzeit, drei oder vier Tore machen können und schlafen dann in der zweiten Halbzeit. So kommt Aalen zurück", sagte Torschütze Janzer, der sich über seinen sehenswerten Treffer nicht mehr freuen konnte: "Ich hätte mein Tor lieber gegen den -Sieg- eingetauscht." Zum besten Kieler des Spiels wurde am Ende übrigens Rechtsverteidiger Herrmann gewählt. Am kommenden Freitag spielt Aalen zuhause gegen Rot-Weiß Erfurt, einen Tag später ist Kiel zu Gast in Lotte.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 04.02.2017 um 14.00 Uhr (21. Spieltag 2016/17)

Ergebnis: 2 : 2 (2:0)

Tore: 1:0 Janzer (5.), 2:0 Lewerenz (30.), 2:1 Welzmüller (70.), 2:2 Morys (79.)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Dominik Schmidt, Czichos, Lenz - Peitz (46. Siedschlag) - Janzer (64. Dürholtz), Bieler, Drexler, Lewerenz - Fetsch (88. Azemi)

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Robert Müller, Geyer, Thorsten Schulz - Welzmüller, Preißinger (73. Deichmann) - Hercher (46. Vasiliadis), Kartalis (85. Stanese), Morys - Toshev

Zuschauer: 4413

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