Wehen Wiesbadens-Sportdirektor fordert Reaktion der Mannschaft

Beim SV Wehen Wiesbaden geht die Blickrichtung nun zunehmend Richtung Abstiegsplätze, denn bei sieben Punkten Vorsprung und noch zehn ausstehenden Partien sollte Vorsicht geboten sein. Elf Punkte müsste man auf den Relegationsplatz drei aufholen, was beim derzeitigen Leistungsvermögen derzeit doch arg illusorisch zu sein scheint. Nun hat sich mit Michael Feichtenbeiner der Sportdirektor der Rheinhessen gegenüber dem „Wiesbadener Kurier“ zu Wort gemeldet. Neben klaren Worten über die sportliche Situation hat er zudem auch deutlich zum Ausdruck bringen können, dass in er kommenden Spielzeit der finanzielle Gürtel enger geschnallt werden muss. Gezielte Verstärkungen, die der Mannschaft sofort weiterhelfen können sind ebenfalls in Planung.

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Wehen Wiesbadens-Sportdirektor fordert Reaktion der Mannschaft
Foto: SV Wehen Wiesbaden
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Für Feichtenbeiners-Saisonziel muss Mannschaft noch zulegen

Es kann schon jetzt festgehalten werden, dass der Start in das neue Fußballjahr 2014 alles andere als vielversprechend verlaufen ist. In der Winterpause noch sah ein Mitmischen bis zum Saisonende im Aufstiegskampf durchaus realistisch aus. Diese gute Ausgangsposition hat sich zuletzt durch unzureichendes Punkten des SVWW merklich verschlechtert. Feichtenbeiner gilt als ehrgeiziger Zeitgenossen, der das Erreichen seiner eigenen Zielvorgabe wie folgt bewertet: „Ich habe zu Saisonbeginn gesagt, dass wir uns weiterentwickeln und am Ende mehr Punkte auf dem Konto haben wollen als im Vorjahr. Auch hiefür müssen wir noch zulegen. Aus den Augen ist dieses Ziel aber nicht.“

„Ich vermisse diese unbedingte Gier nach Erfolg“

Der ehemalige Trainer hat mögliche Probleme bereits erkennen können, warum es bisher noch nicht ausreichend gelaufen ist, um die notwendigen Punkte einsammeln zu können: „Was der Mannschaft fehlt, ist sicherlich die Konstanz. Darüber hinaus geben wir uns nach guten Leistungen wie zuletzt daheim gegen Erfurt, aber auch in Duisburg, zu schnell mit dem Erreichten zufrieden und bekommen im Spiel darauf – siehe das 0:3 in Kiel – prompt die Quittung. Was ich vermisse, ist diese unbedingte Gier nach Erfolg. Wir müssen weiter an unserer Mentalität arbeiten.“

„Beim Saisonstart über unseren Verhältnissen gespielt“

Fast schon nostalgisch schwelgen einige SVWW-Fans in die Erinnerung an den Saisonstart zurück, als bei fünf Siegen und einem Unentschieden stattliche 16 Zähler geholt worden sind. Der mittlerweile entlassene Peter Vollmann war für diesen glänzenden Saisonstart zuständig. Bei einem nicht ganz so souveränem Saisonstart wäre das Abstiegsgespenst rund um die BRITA-Arena sicherlich noch deutlich aktiver, was auch Feichtenbeiner so erkannt hat: „Das ist richtig. Wir haben zum Saisonauftakt, als einfach alles passte, sicherlich über unsere Verhältnisse gespielt und damit auch Erwartungen geweckt. Dass wir in der Folgezeit dann aber so stark abbauen, ist sicherlich unter den Möglichkeiten, die der Kader hergibt.“

„Zwei, drei Siege, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein“

Es scheint relativ sicher zu sein, dass Wehen Wiesbaden auch in der kommenden Spielzeit noch eine weitere Spielzeit in der 3. Liga beheimatet sein wird. Sicherlich könnte es noch zu einem Leistungseinbruch kommen, wodurch auch der Abstieg in die Regionalliga noch einmal ein Thema werden könnte. Realistisch gesehen hingegen scheint auch ein kommendes Jahr in der Drittklassigkeit die wahrscheinlichste Variante zu sein. Feichtenbeiner beurteilt die jetzige Situation wie folgt: „Zunächst einmal müssen wir höllisch aufpassen, um nicht weiter abzurutschen. Momentan benötigen wir noch zwei, drei Siege, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein. Andererseits ist aber auch Platz vier noch ein lohnendes Ziel.“

„Wir müssen künftig den Gürtel noch enger schnallen“

Nach derzeitiger Sachlage werden 15 Spieler aus dem aktuellen Kader auch in der neuen Spielzeit für den SVWW unter Vertrag stehen. Immerhin zwölf Verträge sind nur noch bis zum 30. Juni 2014 datiert. Der Sportdirektor macht deutlich, dass Verlängerungen aber auch Trennungen bevorstehen werden: „Wir befinden uns momentan mit allen übrigen Spielern im Gespräch. Der eine oder andere spielt derzeit sicherlich auf Bewährung, aber jeder hat noch die Chance, sich zu zeigen. Es ist allerdings auch kein Geheimnis, dass wir uns von ein paar Spielern trennen werden. Wir müssen künftig den Gürtel noch enger schnallen. So lautet die klare Vorgabe des Präsidiums. Um mit den weniger gewordenen Mitteln haushalten zu können, müssen die Gelder auch auf weniger Köpfe verteilt werden. Im Klartext heißt das: Der Kader wird kleiner werden.“

Feichtenbeiner und das hohe Anforderungsprofil an Neuzugänge

Zum bestehenden Kader sollen jedoch noch einige neue Spieler dazugeholt werden, die möglichst wenig Ablösesumme kosten und leistungsbezogene Verträge erhalten. Feichtenbeiner skizziert schon einmal das Anforderungsprofil: „Im Vorjahr haben wir den Kader gründlich aufgefrischt und mit jungen, zumeist drittliga-unerfahrenen Leuten ergänzt, die langsam an das Niveau herangeführt werden mussten. Jetzt gilt es, punktuell auf die Suche nach Spielern zu gehen, die der Mannschaft sofort helfen können. Spieler, die einerseits Erfahrung und Qualität mitbringen, andererseits aber immer noch hungrig sind, ohne dabei unser Budget zu sprengen.“ Auch wenn dies ganz gewiss schwierig werden in die Realität tatsächlich umzusetzen, so hat er sich dennoch folgende Maßgabe setzen können: „Hierbei gilt es sicherlich, die verfügbaren Gelder schlau auszugeben und dabei ein glückliches Händchen zu haben.“

„Ich erwarte von der Mannschaft eine positive Reaktion“

Vier Spieltage schon wartet der SV Wehen Wiesbaden schon auf einen dreifachen Punktgewinn. Dies wäre enorm wichtig, um die Planungssicherheit schon einmal ein wenig voranzutreiben. Am Samstag gibt es in der heimischen BRITA-Arena das Südwest-Derby gegen den SV Elversberg zu bestreiten. Für den klaren Favoriten zählt einzig und allein ein Heimsieg gegen den Aufsteiger aus dem Saarland, was auch der Sportdirektor als klares Ziel vorgibt: „Ich erwarte von der Mannschaft eine positive Reaktion und unbedingten Siegeswillen, der auch auf den Zuschauerrängen zu spüren ist. Es wird Zeit, den zuletzt bei unseren Fans verspielten Kredit zurückzugewinnen. Der Funke muss von uns überspringen, nicht umgekehrt.“

Quelle: wiesbadener-kurier.de

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