Viel Arbeit wartet auf den neuen Babelsberg-Coach Christian Benbennek

Beim Potsdamer Drittligisten SV Babelsberg 03 weiß man, dass man kreativ sein muss, um überlebensfähig zu sein. Geld ist bekanntlich knapp beim kleinen Verein, dem es an Sponsoren wie Zuschauern gleichermaßen fehlt. Die wichtigste Planstelle ist ohne Frage die des Trainers. Mit dem Aus von Dietmar Demuth musste die SVB-Vereinsführung sich intensiv um einen neuen Übungsleiter bemühen. Dieser ist mit dem 39-jährigen Trainer Christian Benbennek nun gefunden worden.

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Viel Arbeit wartet auf den neuen Babelsberg-Coach Christian Benbennek
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Gegenüber dem „kicker“ erklärte er zur ungewohnten Situation, dass die Beurlaubung seines Vorgängers nicht gerade optimal verlaufen ist, „Ich kann die Aufregung nachvollziehen, er hat gute Arbeit geleistet. Unabhängig davon arbeite ich mit voller Konzentration an den neuen Aufgaben, das gute Miteinander im Klub ist dabei sehr hilfreich. Ich fühle mich wohl.“
Wenn man sich die Vita von Benbennek anschaut, dann fällt auf, dass es ihm gänzlich an Erfahrung in der 3. Liga mangelt. Bisher war er bevorzugt im Bundesland Niedersachsen aktiv. So hat er neben der Wolfsburger A-Jugend sich auch um die Reserve von Eintracht Braunschweig intensiv gekümmert. Als einen möglichen Nachteil sieht er dies jedoch nicht, wie er dem „kicker“ verraten hat: „Nein, wenn ich mir den Job nicht zutrauen würde, hätte ich ihn nicht angenommen.“
Den letzten Job, den er nachgegangen ist, war der des Scouts in Babelsberg. Spiele analysieren und die richtigen Lehren daraus ziehen, sind ein wichtiger Teil von diesem Job. Über seinen Verein hat er aus einer anderen Perspektive eine hohe Meinung bilden können, wie er zugibt: „Kampfgeist und Ordnung beeindruckten mich. Die Truppe hielt zu Recht die Klasse, auch wenn die spielerischen Mittel überschaubar waren.“
Den 39-Jährigen zeichnet aus, dass er schon konkrete Vorstellungen und Ideen hat, wie der Fußball aussehen soll, den er spielen lässt. Besonders Leidenschaft und Einsatzwillen sind ganz wichtige Komponenten in seinem Spiel: „Das Team soll Akzente setzen, im Stadion muss jeder spüren: Die Jungs zerreißen sich, wollen attraktiven Fußball bieten.“
Der eloquente Trainer ist das, was man einen Konzepttrainer nennt. Er macht sich nicht nur über die 90 Minuten auf dem Platz intensiv Gedanken, sondern hat sich auch zum Ziel gesetzt, dass das Gesamtkonzept innovativer gestaltet werden muss. Er stellt seine Ideen vor: „Zwei Eckpunkte dazu. Wir wollen mehr Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Mannschaften erreichen, was eine enge Zusammenarbeit der Trainerteams voraussetzt. Ein regelmäßiges Fördertraining unserer Talente, auch mit Beteiligung von Profis soll dem hoffnungsvollen Kader einen Schub geben. Ich achte darauf, dass das Konzept mit Leben gefüllt wird, meine hundertprozentige Konzentration aber gilt den Profis.“
Über die Ausstattung mit einem Einjahresvertrag macht er sich keine allzu großen negativen Gedanken. Darüber kann er folgendes erklären: „Das geschah auf gegenseitigen Wunsch, heißt aber nicht, dass ich kurzzeitig plane.“
Besonders Spieler von Bundesliga-Reserveteams sind in den Fokus des SV Babelsberg gerückt. Für die Verpflichtung spricht die exzellente Ausbildung, die diese Spieler genossen haben. So sind der Nachwuchskeeper Frederic Löhe von Gladbach II, Abwehrspieler Nico Opper von Bayer Leverkusen II und Daniel Reiche, der beim MSV Duisburg II spielt. Der Abgang von Spielgestalter Dominik Stroh-Engel konnte noch nicht kompensiert werden. Benbennek macht jedoch Hoffnung, wenn er sagt: „Wir sind aktuell genauso an einem Spielmacher dran wie an einem weiteren Angreifer. Ich hoffe diesbezüglich auf einen baldigen Vollzug.“
In einer Woche schon beginnt wieder das Training in Babelsberg. Nur 15 Spieler sind bis zum heutigen Tag unter Vertrag bei den „Nulldreiern“. Der Fußballlehrer nennt ein klares Ziel, wie viele Spieler er zu Saisonbeginn in seinem Kader haben möchte: „Unser Ziel ist, dann den geplanten Mannschaftskader von insgesamt 22 Spielern zusammenzuhaben.“

Quelle: kicker.de

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