SV Elversberg: Trainer Hirsch auf Hitzfelds-Spuren

Schon unter Bayern München-Trainer Ottmar Hitzfeld wurde die Rotationsmaschine Ende des letzten Jahrtausends munter angeworfen. Damals war Dietmar Hirsch noch Spieler beim eher unscheinbaren MSV Duisburg. Nun ist er Trainer beim noch unscheinbareren SV Elversberg in der dritten Liga. Hirsch überzeugt durch Leistung, wie neunzehn Punkte in zehn Spielen deutlich machen können. Und er weiß gegenüber den „Saarbrücker Nachrichten“ zu berichten: „Ich habe für jedes Spiel einen Plan.“ Hirsch hat sich von Hitzfeld auch die massive Rotation abgeschaut.

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SV Elversberg: Trainer Hirsch auf Hitzfelds-Spuren
Foto: SV Elversberg
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„Da steckt keine Absicht dahinter“

In seinen bisherigen Partien hat er mit dem Drittliga-Aufsteiger aus dem Saarland sechs Siege, bei zwei Remis und zwei Niederlagen holen können. Eine beachtliche Leistung, wenn man die Möglichkeiten unterhalb der Kaiserlinde betrachtet. Beachtlich ist ganz gewiss auch die Tatsache, dass er mit Salif Cissé, Sebastian Piotrowski und Frederick Kyereh drei Kicker aus dem eigenen Oberliga-Kader nahezu zu Drittliga-Stammspielern machen konnte. Richtige, unverzichtbare Stammkicker gibt es bei Hirsch nicht. In all seinen Begegnungen hat er eine andere Startformation aufs Feld geschickt. Er macht gegenüber den „Saarbrücker Nachrichten“ deutlich, dass dies keineswegs System oder Methode ist: „Da steckt keine Absicht dahinter. Oft geht es wegen irgendwelchen Ausfällen nicht. Und es liegt auch daran, was wir uns für einen Plan gegen die jeweiligen Gegner ausdenken. Mich stört es nicht, wenn eine andere Mannschaft aufläuft als eine Woche zuvor.“

Korsett an Leistungsträgern steht bereits

Auch wenn er immer wieder munter durchwechselt, so besitzt er auch einige echte Leistungsträger wie zum Beispiel Torhüter Kenneth Kronholm, Rechtsverteidiger Marc Groß, die beiden Innenverteidiger Timo Wenzel und Bernard Itoua, der defensive Mittelfeldspieler Lukas Billick und die beiden Flügelflitzer Milad Salem und Dominik Rohracker, um die herum eine Mannschaft aufgebaut werden soll. Normalerweise gehört auch Angreifer Felix Luz dazu, der nach seiner Meniskus-Operation nach der Winterpause wieder voll angreifen möchte.

„Es kann nicht jeder Plan aufgehen“

Der aufmerksame Beobachter hat also registrieren können, dass stets ein Linksverteidiger, ein defensiver Mittelfeldmann, ein zentraler und ein Angreifer benötigt wird. Macht vier Positionen, die neu besetzt werden müssen. Dabei legt er auch auf den Gegner wert. Dabei zeigt sich Hirsch überaus kreativ, wenn er bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den Spitzenreiter 1. FC Heidenheim zum Beispiel Angreifer Angelo Vaccaro ins defensive Mittelfeld gestellt hat. Bereits nach rund 30 Minuten ist dieses Projekt gescheitert gewesen. Dazu kann Hirsch folgendes erklären: „Wir hatten das im Training probiert, und da hat es geklappt. Wir wollen über diese Positionen sichere und gute Pässe auf unsere schnellen Offensivleute spielen. Es kann aber auch nicht jeder Plan aufgehen oder jedes Experiment funktionieren.“

Warum spielt Zimmermann so selten?

Der hochveranlagte zweitligaerfahrene Nico Zimmermann hat die Spielmacherposition als seine liebste auserkoren. Er kommt bisher jedoch nur zu unzureichender Spielzeit. Hirsch begründet: „Nico ist nicht so weit von der Stammelf entfernt, wie jeder denkt. Über seine Offensivqualitäten brauchen wir nicht zu reden, und defensiv hat er sich in den vergangenen Wochen stark verbessert.“

Personalprobleme in Regensburg

Am morgigen Samstag gibt es derweil die Begegnung im Achtelfinale des Saarlandpokals zu Gast beim Verbandsligisten TuS Steinbach zu bestreiten. Danach muss man in der 3. Liga zum SSV Jahn Regensburg reisen. Wegen einer fünften Gelben Karte wird dort Wenzel ausfallen. Billick hat sich einer Meniskus-Operation unterziehen müssen und fällt ebenso aus. Auch bei Itoua gibt es gesundheitliche Probleme, da er Schmerzen am Schambein hat. Man darf gespannt sein, was „Zauberer“ Hirsch diesmal aus dem Hut zaubert. Und da schließt sich der Kreis zu Ottmar Hitzfeld, denn auch der große deutsche Erfolgstrainer war stets für personelle Überraschungen gut.

Quelle: saarbruecker-zeitung.de

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