Schulz verdirbt Anfangs Heimdebüt – Spielbericht + Bilder

Der VfL Osnabrück hat das Nordderby bei Holstein Kiel mit 1:0 für sich entschieden. Obwohl die Niedersachsen nur im ersten Durchgang spielbestimmend waren, fiel der Treffer des Tages nach der Pause. Bastian Schulz behielt nach 72. Spielminuten vom Punkt die Ruhe. Niklas Hoheneder hatte zuvor Christian Groß im Strafraum zu Fall gebracht. Mit 14 Punkten ziehen die Niedersachsen mit Tabellenführer Duisburg gleich. Kiel bleibt nach der ersten Heimniederlage der Saison bei 10 Zählern.

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Schulz verdirbt Anfangs Heimdebüt – Spielbericht + Bilder
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Bei seinem ersten Heimspiel als KSV-Coach schickte Markus Anfang die gleiche Elf ins Spiel, die schon bei den Siegen gegen Zwickau (3:0) und in Paderborn (3:1) begonnen hatte. Auf der Gegenseite wechselte Joe Enochs gegenüber dem 1:0 gegen Wehen einmal. Mittelfeldspieler Renneke begann für Angreifer Wriedt. Heider rückte dafür in den Sturm. Die Gastgeber hatten die erste Chance des Spiels. Schindler kam auf rechten Seite an den Ball und zog von dort ab. Gersbeck im Tor der Gäste war aufmerksam und parierte (2.). Kiel begann druckvoll, weil der agile Schindler seine Gegenspieler störte und dadurch Fehler provozierte – echte Torchancen sprangen dabei zunächst nicht raus.

Auch Osnabrück war um Offensive bemüht und kam nach einer viertel Stunde zu seiner ersten Gelegenheit. Schulz schoss von der Strafraumgrenze genau in die Arme von Kronholm. In der Folge begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für den VfL. Interessante Strafraumszenen blieben in dieser Phase allerdings aus. Der nächste Torschuss von Ex-Holstein-Spieler Heider nach einer halben Stunde landete ebenso bei Kronholm, wie Rennekes harmloser Flachschuss aus 30 Metern (35.). Die Lila-Weißen hielten Kiel vom eigenen Sechzehner fern, münzten ihre Feldvorteile aber nicht in Tore um. Der unspektakuläre erste Durchgang endete torlos.

Vor dem Spiel machte der Fanblock der Kieler durch eine tolle Aktion auf sich aufmerksam. Mit einem großen Banner bedankte sich das Publikum beim vor wenigen Wochen entlassenen Trainer Karsten Neitzel. Durch eine Pyro-Aktion zu Beginn der zweiten Halbzeit trübten einige Anhänger den guten Eindruck. Auf dem Platz war die Partie nach dem Seitenwechsel deutlich lebhafter. In der 50. Minute setzte sich Drexler auf der rechten Seite durch. Die abgewehrte Hereingabe nahm Lewerenz direkt und schoss knapp über die Latte.

Schindler hatte die nächste gute Möglichkeit nach 55 Minuten. Seinen Flachschuss vom Sechzehner parierte Gersbeck. Auch der nachsetzende Fetsch konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Die Gastgeber waren der Führung vor 6801 Zuschauern jetzt deutlich näher. Ein weiter Schlag aus der eigenen Hälfte brachte Gersbeck in Verlegenheit. Der Schlussmann segelte am Ball vorbei, was die Kieler nicht nutzen konnten. Nur gelegentlich zeigte sich auch der VfL gefährlich. Wriedt hob den Ball nach einem Konter aus 20 Metern drüber (67.). Zwei Minuten später wieder Kiel. Lewerenz zog von der linken Seite vorbei.

Das 0:1 fiel zu einem Zeitpunkt, als die KSV das Geschehen bestimmte. Groß, der die Kapitänsbinde für den verletzungsbedingt ausgewechselten Savran übernahm, wurde im Strafraum von Hoheneder gefoult. Schulz blieb aus 16 Metern ruhig und verwandelte souverän (74.). „Es gab einen leichten Kontakt, da hätte ich vielleicht anders hingehen können. Kann man geben, muss man aber nicht“, bewertete Foulspieler Hoheneder hinterher. Nur zwei Minuten später setzte der „Sechser“ noch einen drauf. Nach einem erneuten Foul, dieses Mal kurz vor dem Sechzehner, sah er die Gelb-Rote Karte.

Trotz des Rückstands und der Unterzahl steckten die Störche nicht auf. Lewerenz flankte auf Schindler, der keinen Druck hinter seinen Kopfball bekam (79.). Fetsch (82.), und Lewerenz per Freistoß (84.) hatten weitere Möglichkeiten in der hitzigen Schlussphase. Nach einem Konter in der Schlussminute über Heider verpasste El Bouazzati die Vorentscheidung. Am Ende kam Kiel trotzdem nicht mehr ran.

Nach zwei Siegen in Serie kassiert die KSV beim Heimdebüt von Markus Anfang eine Niederlage. „Wir haben trotz des guten Starts in der ersten Halbzeit praktisch nicht stattgefunden. Im zweiten Durchgang waren wir im Spiel und kriegen in einer Phase, wo wir das Spiel unter Kontrolle haben, den Elfmeter und die Rote Karte. Trotzdem haben wir es danach noch gut gemacht. Am Ende bräuchte man halt auch mal Glück in so einer Situation“, sagte der Trainer nach dem Spiel.

Sein Gegenüber Joe Enochs sprach von einem „sehr guten Drittligaspiel“: Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Nach zehn Minuten haben wir die Ordnung gefunden und versucht, zielstrebig nach vorne zu spielen. Insgesamt waren wir mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir ohne Savran nicht mehr so viel Chance kommen. Die Mannschaft hat das trotzdem sehr gut gemacht und verdient gewonnen.“

Beide Mannschaften treten schon am Dienstag wieder an. Osnabrück empfängt zum Auftakt der Englischen Woche Rot-Weiß Erfurt, während Kiel zum MSV Duisburg reist.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 16.09.2016 um 19.00 Uhr (7. Spieltag 2016/17)

Ergebnis: 0 : 1 (0:0)

Tore: 0:1 Bastian Schulz (75. Foulelfmeter)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Dominik Schmidt, Czichos, Kohlmann (46. Peitz) - Hoheneder - Siedschlag, Drexler (81. Bieler) - Kingsley Schindler, Fetsch (86. Sané), Lewerenz

VfL Osnabrück: Gersbeck - Appiah, Willers, Syhre, Dercho - Bastian Schulz, Groß - Renneke (82. El Bouazzati), Reimerink (75. Hohnstedt) - Heider, Savran (47. Wriedt)

Zuschauer: 6801

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