Nächste Negativnachricht aus Aachen - 46 Fans mit Aufenthaltsverbot belegt

Randale an einer Raststätte nach der 1:2 Niederlage im Stuttgarter GAZI-Stadion, nach welchem sich die Alemannia trotz der bitteren Situation für den grandiosen Support der Anhänger bedankte, unter Aachener Fanclubs ziehen Folgen mit sich.

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Nächste Negativnachricht aus Aachen - 46 Fans mit Aufenthaltsverbot belegt
Foto: Alemannia Aachen
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In Aachen hassen sich die Anhänger untereinander so sehr, wie sie ihre Alemannia lieben. Erneut kam es zu Ausschreitungen auf einem Rastplatz, dem Rastplatz "Pforzheim" an der A8, nur 50 Kilometer vom Austragungsort des vorherigen Drittligaspiels entfernt.

Die Polizei greift nun in diesem Fall härter durch. Die 46 Beteiligten der von Rechtsextremisten unterwanderten «Karlsbande Ultras», kurz "KBU" genannt, erhalten vorerst ein Aufenthaltsverbot in der Umgebung des Tivoli. Hinzu kommt, dass sich bereits die Pforzheimer Staatsanwaltschaft bereits eingeschaltet hat und gegen alle Insassen des "Fan"-Busses eine Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Landfriedensbruchs einleitete. Dies kann Gefängnisstrafen bis 3 Jahre mit sich bringen.

Zur gleichen Zeit, als sich die KBU an jenem Rastplatz aufhielt, machten ebenfalls drei Männer und zwei junge Mädchen im Alter von 16 bis 25 Jahren dort Pause. Diese gehörten zum Teil den verfeindeten "Aachen Ultras" (ACU) an. Die Ermittlungen haben bisher ergeben, dass umgehend einige Angehörige der KBU auf das Fahrzeug losgestürmt sind. Zwar wollte der Fahrer flüchten, fuhr aber zwischen den parkenden Autos in eine Sackgasse. Sofort traten die Angreifer auf das Fahrzeug ein und mit einer Bierflasche wurde die Windschutzscheibe beschädigt. Verletzt wurde niemand, dennoch beläuft sich der Sachschaden auf 1.500,- Euro.

Da es immer wieder zu Problemen mit den Aachener Anhängern kommt, wird die Gangart nun härter. Nachdem der Bus 400 Kilometer von den Beamten eskortiert wurde, war das Ziel der Reise das Polizeipräsidium. Nach Aufnahme der Personalien durften diese dann wieder gehen.

Abgegolten ist die Sache dadurch allerdings nicht. Keiner, bis auf die, die nichts mit den Randalen zu tun hatten, soll ungeschoren davon kommen. Neben den Pforzheimer Strafverfahren wurden bereits Aufenthaltsverbote für die 46 "Fans" im Bereich des Tivoli verhängt. Diese gelten vorerst für die Heimspiele gegen Bielefeld und Osnabrück. Wer sich nicht daran hält muss mit einer Geldbuße über 500 Euro rechnen und muss trotzdem wieder abziehen. Wer dies dann nicht tut, landet in Gewahrsam. Weiter wird auch geprüft, ob die Businsassen für die Kosten der Eskorte aufkommen müssen.

Die Täter waren großteils keine Unbekannten. Einige davon befinden sich in der "Gewalttäter Sport"-Datei. Einige Andere haben landesweites Stadionverbot.

Die Pforzheimer Zeitung äußerte sich auch zu den Vorkommnissen: «Auf dem Platz haben die Fußballspieler von Alemannia Aachen einen Tag nach dem Insolvenzantrag trotzdem Siegeswillen bewiesen und beim VfB Stuttgart II knapp 1:2 verloren. Die Spieler haben den Charaktertest bestanden. Davon sind die Fans anscheinend weit entfernt.»

Quelle: www.aachener-zeitung.de

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