MSV Duisburg: Kevin Wolze und seine neue, alte Rolle als Linksverteidiger

Wenn man in diesen Tagen die so genannten Experten der 3. Liga nach den Aufstiegskandidaten fragt, wird neben den drei Absteigern noch der SV Wehen Wiesbaden und auch der MSV Duisburg genannt. In der letzten Saison gab es für die Meidericher eine Saison der Konsolidierung, sowohl im sportlichen, als auch im wirtschaftlichen Bereich. Mittlerweile hat man durch eine gute Finanzpolitik die Schulden sekundär erscheinen lassen und die Kaderqualität mit gezielten Verstärkungen deutlich verbessern können. Die Vorfreude auf das Auftaktspiel beim letztjährigen Mitabsteiger SSV Jahn Regensburg ist gewaltig.

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MSV Duisburg: Kevin Wolze und seine neue, alte Rolle als Linksverteidiger
Foto: MSV Duisburg
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Wolze kann als Linksverteidiger Eigenwerbung betreiben

Wenige Tage, bevor es endlich losgeht, zeigen die Duisburger-Kicker wahrlich eine enorme Vorfreude, was auch an den Aussagen vom mutmaßlichen Leistungsträger Kevin Wolze deutlich werden kann, der gegenüber „derwesten.de“ verlauten lässt: „Wir freuen uns auf den Auftakt in Regensburg.“ Wolze gibt positionstechnisch ein echtes Comeback, da er nun wieder zukünftig auf die Position des linken Außenverteidigers rücken wird. Es ist schon mehr als anderthalb Jahre her, als der ehemalige Wolfsburger zu seligen Zweitliga-Zeiten beim 4:2-Sieg gerade gegen den kommenden Gegner SSV Jahn Regensburg. Seitdem hat der ehemalige deutsche Juniorennationalspieler auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld gespielt. Nun kann er mit einer guten Erinnerung wieder auf seine altgestammte Position zurückkehren. Nun also spielt er wieder als Außenverteidiger. In den letzten Vorbereitungswochen hat er für diese Position gewaltigEigenwerbung betreiben können, wie er stolz erwähnen kann: „Ich habe die gesamte Vorbereitung links hinten gespielt und es sah ganz gut aus. Nur im Test gegen Viktoria Köln gab es ein paar Schwierigkeiten, aber die haben wir dann während der Partie korrigiert.“ Zudem kann er betonen, dass das Einspielen bereits hervorragend funktioniert hat: „Mir hat es früher nie jemand richtig erklärt, wie ich die Position als linker Außenverteidiger taktisch auszufüllen habe. Ich habe mich mit Dennis Grote mittlerweile gut eingespielt.“ MSV-Trainer Gino Lettieri macht unterdessen deutlich, dass er noch Steigerungspotential beim ehemaligen England-Legionär erkannt hat, „aber Kevin befindet sich auf einem guten Weg.“

„Wolze bringt für einen Außenverteidiger gewisse Qualitäten mit“

Zuletzt gab es ein 1:1-Remis im Benefizspiel gegen den deutschen Vorzeigeverein FC Bayern München. Neuzugang Fabian Schnellhardt hat für die „Zebras“ treffen können. Lettieri war zufrieden: „Der Test war okay.“ Auch in diesem Spiel hat Wolze eine starke Vorstellung abliefern können, weshalb sich sein Trainer wie folgt dazu äußert: „Wolze bringt für einen Außenverteidiger gewisse Qualitäten mit. Er wollte die Rolle erst nicht spielen, weil taktisch noch nicht alles rund lief.“ Der Spieler selbst schart mit den Hufen, wenn er an die Partie in Regensburg erinnert: „Wir freuen uns auf den Samstag. Wir sind insgesamt gut vorbereitet.“ Die bald abgeschlossene Vorbereitung lief sehr erfolgsversprechend, da man über mehrere Wochen konzentriert auf den Saison-Auftakt vorarbeiten konnte. Vor der letzten Spielzeit glich die Vorbereitung eher einem völligen Chaos, da nach gerade einmal elf Tagen die neue Spielzeit begonnen hat und einige Personalentscheidungen erst ziemlich kurzfristig getätigt worden sind. Bewusst zählt das „laufstarke Zebra“ Wolze nun einen Vergleich zwischen den beiden Vorbereitungen: „Wir haben jetzt sechs Wochen Training hinter uns, waren in zwei Trainingslagern. Das Einspielen hat meiner Meinung nach geklappt. Alle Spieler, die neu zu uns gekommen sind, waren relativ früh da. Dass wir so intensiv gearbeitet haben, ist nicht umsonst so. Auf lange Sicht ist das ganz wichtig. Sonst fehlen dir am Ende der Serie die entscheidenden paar Körner.“

„Fast jeder ist irgendwann auf dem Zahnfleisch gegangen“

Der beim VfL Wolfsburg groß gewordene Wolze hat in seiner ersten Spielzeit in der 3. Liga nicht unbedingt gänzlich überzeugen können. Konstanz war eine Tugend, die beim veranlagten Kicker temporär schmerzlich vermisst worden ist. Auch körperlich musste er nach dieser kurzen Vorbereitung ab einem gewissen Zeitpunkt deutlich kürzer treten, wie er nun bestätigen kann: „Wir konnten nicht durchwechseln. Fast jeder ist irgendwann auf dem Zahnfleisch gegangen.“ Wolze hat den Vorteil, dass er universell auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist und sich dabei taktisch als meist sehr clever anstellen kann. Natürlich hat der smarte Profi auch mitbekommen, dass einige so genannte Experten das Gründungsmitglied der Bundesliga zumindest als Geheimfavoriten sehen. Wolze zeigt sich diesbezüglich absolut bescheiden: „Es gibt keine Kampfansage. Wir wollen unsere Spiele möglichst erfolgreich bestreiten und gerade zu Hause mehr Punkte einfahren als uns das im Vorjahr gelungen ist. Wir haben eine ordentliche Mannschaft am Start.“

Grote bleibt aus eigener Erfahrung vorsichtig

Vom Ligakonkurrenten SC Preußen Münster ist derweil Dennis Grote an die Wedau gewechselt. Der Blondschopf soll zusammen mit Wolze zukünftig das Gespann auf der linken Seite bilden. Dadurch soll die Torgefährlichkeit zukünftig massiv erhöht werden. Grote zeigt sich optimistisch, wenn er über die Perspektive seines Teams spricht: „Wir sind fit und haben viel getan. Das zahlt sich aus, aber wir werden den Teufel tun und jetzt irgendwelche Ziele raushauen, die uns nachher um die Ohren fliegen können.“ Allerdings weiß der bundesligaerfahrene Grote aus eigener Erfahrung zu berichten: „Wir lagen bei 17 Trainern in der Favoritenumfrage vorne, standen aber dann im Keller.“

Quelle: derwesten.de


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