Klefisch-Exklusiv: Die 3. Liga zwischen Abstiegskampf und Aufstiegshoffnung

Die 3. Liga ist in ihrer Form einzigartig im deutschen Fußball. Die teilnehmenden Mannschaften verleihen dieser dritthöchsten deutschen Profiliga dieses Privileg. Jedes Jahr gibt es einen Austausch von bis zu sechs Mannschaften. Besonders im Abstiegskampf ist jedes Jahr Spannung garantiert, da Trauer und Freude so nah beieinander liegen. Die drei Mannschaften, die die Plätze 18 bis 20 belegen, müssen notgedrungen mit der Regionalliga Vorlieb nehmen, die in fünf Staffeln aufgeteilt ist. Derzeit ist das Feld in der 3. Liga unheimlich eng beieinander, wie ein Blick auf die Tabelle bestätigen kann. 3-liga.com-Reporter Henning Klefisch gibt einen Einblick in die Szenerie.

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Enger Tabellenkeller
Auf dem letzten Tabellenplatz steht mit 25 Punkten Alemannia Aachen. Der Zweitliga-Absteiger hat enorme finanzielle Probleme und möchte sich im Saisonfinish nun zumindest mit einigen Siegen noch sportlich retten können. Punktgleich steht der Regionalliga-Aufsteiger Borussia Dortmund auf dem vorletzten Tabellenplatz und möchte nach dem Punktgewinn gegen den Aufstiegskandidaten Preußen Münster weitere wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg sammeln. Zwei Punkte mehr als das „Kellerduo“ besitzt der SV Babelsberg, der damit nur einen mageren Punkt hinter den Stuttgarter Kickers liegt. Ebenfalls Abstiegssorgen plagen die Teams SV Darmstadt 98 und Rot-Weiß Erfurt, die jeweils 29 Zähler gesammelt haben.

Auch die Westteams Aachen und Dortmund dürfen sich Hoffnung machen
Wer letztlich den Weg in die viertklassige Regionalliga gehen muss, fällt sichtlich schwer, da alle Mannschaften sich ungefähr auf dem gleichen Leistungslevel befinden. Keine Mannschaft ist so weit abgeschlagen, dass die Aussichten hoffnungslos sein würden. Vielmehr haben auch die beiden West-Teams aus Aachen und Dortmund in Teilen dieser Saison schon hinlänglich beweisen können, dass sie absolut drittligatauglich sind. Viel wird davon abhängen, wie nervenstark die einzelnen Teams sind.

Große Unterschiede in den Regionalligen
In den fünf unterschiedlichen Regionalligen wird im Aufstiegskampf ebenso für Spannung garantiert sein. Allein schon durch die Relegation, in der die drei Aufsteiger in Duellen ermittelt werden. Daran nimmt jeweils der Tabellenführer und auch der Zweitplatzierte aus der Regionalliga-Südwest teil. Die Aufnahme in die 3. Liga ist sehr begehrt. Dabei fällt in den Regionalligen auf, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Klubs wirklich gewaltig erscheinen.

Kiel und RB Leipzig als gefühlte Relegationsteilnehmer
In der Staffel Nord hat zweifelsfrei der Traditionsverein Holstein Kiel die besten Möglichkeiten auf die Relegation, denn mit 52 Punkten stehen die „Störche“ satte acht Punkte vor dem ärgsten Rivalen TSV Havelse. Noch klarer erscheint die Szenerie in der Nordost-Staffel, wo das favorisierte Team von RB Leipzig schon als gefühlter Aufsteiger bei 19 Punkten Vorsprung durchgehen kann. 50 Zähler hat das Zorniger-Team. Der FSV Zwickau und der FC Carl-Zeiss Jena folgen mit 31 Zählern abgeschlagen.

Regionalliga West: Gibt es das Comeback der Kölner-Vereine?
Nur marginal weniger spannend geht es in der Regionalliga West zu, wo die Sportfreunde Lotte sich einen beträchtlichen elf Punkte-Vorsprung vor Viktoria und Fortuna Köln herausgespielt haben. Allerdings haben die Sportfreunde auch ein Spiel mehr auf dem Konto. Nach der Hinrunde war Viktoria Köln schon der gefühlte Aufsteiger. Diese Spielklasse geht von den Vereinen als die attraktivste Regionalliga von allen.

Regionalliga Südwest: Fünf Teams kämpfen um zwei Plätze
Spannung ist Trumpf in der Regionalliga Südwest, wo es auf ein extrem spannendes Finish hinauslaufen wird. Die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern liegt mit 45 Punkten nur einen Zähler vor der Reserve von 1899 Hoffenheim und dem SV Elversberg in Führung. Mit drei Zählern Rückstand folgen die Rivalen TuS Koblenz und Eintracht Trier. Selbst die SG Sonnehof-Großaspach und Hessen Kassel mit jeweils 40 Punkten dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf die Relegation machen.

Regionalliga Bayern: Dreikampf ist Trumpf
Die zumindest nominell vermeintlich schwächste Spielklasse ist die Regionalliga Bayern. Nur verschwindend geringer spannend geht es in dieser südlichsten Spielklasse zu, wo die zweite Mannschaft des TSV 1860 München das Klassement mit 52 Punkten anführt. Es folgt der FV Illertissen mit 49 Punkten und der 1. FC Nürnberg II zwei Zähler dahinter. Letztlich wird es voraussichtlich auf einen Dreikampf hinauslaufen. Alle drei Teams haben im bisherigen Saisonverlauf ihre Qualitäten bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Wer das Ende macht, werden die nächsten Wochen zeigen.

Quelle: Privat


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