Erfurt siegt im Kellerduell gegen Halle mit 2:1 - Spielbericht

In einer von Spannung geprägten aber nicht immer hochklassigen Partie hatten die Erfurter am Ende durch ein Tor in der Nachspielzeit die Nase vorne und überwintert auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Halle konnte die Führung nicht in Zählbares ummünzen.

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Ergebnis: 2 - 1
Erfurt hate über weite Strecken mehr vom Spiel, musste aber einen Rückstand wegstecken. Der Hallesche FC kasssierte die 4. Niederlage in den letzten 5 Spielen, während Erfurt seit 6 Spielen nicht mehr verloren hat und nun endlich ins Fahrwasser gefunden hat. Für die Mannschaft von Alois Schwartz dürfte die Winterpause beinahe ungelegen kommen.

Alois Schwartz veränderte seine Startelf im Vergleich zum 2:2 Unentschieden gegen den SV Wehen Wiesbaden verletzungsbedingt auf einer Position. Smail Morabit laboriert an einer Verletzung und wurde durch Oumari ersetzt.

Auch sein Gegenüber Sven Köhler nahm eine Veränderung seiner Startformation vor und schickte Pichinot für Hauk von Beginn an ins Rennen.

Es war von Beginn an eine Drittligapartie der schwächeren Sorte. Erfurt versuchte zwar nach vorne zu spielen, wurde jedoch nur selten gefährlich. Halle hingegen war bemüht, Ordnung zu halten und bauten RWE immer wieder die Abseitsfalle auf, welche immer wieder erfolgreich zuschnappte. In der ersten Hälfte gab es dann nach 29 Minuten die erste gute Gelegenheit für den HFC. Nachdem Sponsel nach einem Freistoß zu unbeherzt aus seinem Kasten kommt überflog ihn die Flanke auf den völlig frei stehenden Zeiger, dessen Kopfball nur ans Außennetz des leeren Erfurter Tores flog.

Erfurt kam auch in der 35. Spielminute dann zur ersten Torchance. Nachdem Horvat eine Hereingabe mit der Faust abwehrte, ahm sich Möhwald an der Strafraumgrenze ein Herz und nahm den Ball mit vollem Risiko. Nachdem sein Versuch noch abgefälscht wurde, konnte in letzter Sekunde noch ein Hallenser Verteidiger auf der Torlinie den Einschlag auf Kosten eines Eckballes verhindern.

Auch der darauffolgende Eckball war brandgefährlich. Engelhardt kam aus 11 Metern frei zum Abschluss, doch wieder klärten die Defensivleute des HFC, diesmal Müller und Lindenhahn gemeinsam, auf der Torlinie und verhinderten den Rückstand kurz vor der Pause.

Auch Tunjic versuchte sich noch einmal, doch der Erfurter Angreifer zielte nicht genau genug und sein Schuss streifte hauchdünn am linken Pfosten vorbei, ehe der Schiedsrichter beide Mannschaften zum Pausentee bat.

Die Gäste aus Halle kamen zwar etwas besser aus der Pause, war Offensiv aber einfach nicht präzise genug. Erfurt schien etwas nervös und brachte auch nicht viel Konstruktives zusammen. Gefahr entstand wenn überhaupt nur durch die vielen Standardsituationen. Durch viel Fouls und kleine Nicklichkeiten verlor die Partie immer mehr an Spielfluss, bis zur 74. Minute. Ebenfalls nach einem Freistoß ging Halle durch Preuß mit 1:0 in Führung. Die Erfurter Abwehr verpasste es, den Ball entscheidend zu klären und Preuß ließ sich die Möglichkeit bei so viel Platz im gegnerischen Sechzehner zu verwandeln.

Nun wurde die Partie dramatisch. Nur 5 Minuten nach der Führung für Halle gab es Elfmeter für die Hausherren und einen Platzverweis für Eismann, der den Erfurter Drexler als letzter Mann im Strafraum foulte. Nils Pfingsten-Reddig, der wohl sicherste Elfmeterschütze der Liga trat an und verwandelte wie zu erwarten zum 1:1 Ausgleich für die Hausherren.

Halle verteidigte nun mit allem, was übrig war und wollte den Punkt über die Zeit retten. In der 86. Minute gab es dann die Riesenmöglichkeit für die Gastgeber, das Spiel endgültig zu drehen. Nach einem langen Ball kam Horvat heraus und klärte vor dem ansonsten frei stehenden Drexler. Seine Abwehr landete allerdings genau vor den Füßen von Tunjic, der auf das leerstehende Hallenser Tor aus 25 Metern abzog. Sein Schuss prallte jedoch von der Querlatte zurück ins Feld, wo der HFC dann klären konnte.

Kurz vor dem Abpfiff gab es nochmals eine Ecke. Bereits 3 Minuten waren dort schon nachgespielt und Aykut Öztürk bescherte den Fans im Steigerwaldstadion ein vorweihnachtliches Geschenk und konnte den Siegtreffer zum 2:1 für RWE mit dem Abpfiff erzielen.

Sven Köhler war nahezu verzweifelt: "Nach dem 1:1 und numerischer Unterzahl war es schwer, Erfurt vom eigenen Tor wegzuhalten. Diesen letzten langen Ball hätten wir locker dem Torwart überlassen können. Dass Erfurt einen Eckball verwandeln kann, wussten wir ja - es war eine ganz bittere Niederlage."

Alois Schwartz hingegen war stolz auf seinen RWE: "Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir nach einem Rückstand nicht mehr den Kopf in den Sand stecken. Die Mannschaft ist zurückgekommen, das spricht für sie."


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