Erfurt macht entscheidenden Schritt durch Sieg über Stuttgarter Kickers – Spielbericht

Der FC Rot-Weiß Erfurt konnte am 34. Spieltag den entscheidenden Schritt im Kampf um den Klassenerhalt machen und hat nach dem 1:0 Sieg bei den Stuttgarter Kickers 44 Punkte auf dem Konto und steht nun auf Rang 9. Die Kickers sind durch den Sieg der Wiesbadener am Freitagabend auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht und stehen nun wieder in den kommenden Wochen in der Pflicht, soll der Abstieg in den Amateurfußball noch verhindert werden. Erfurt kann für die kommende Saison planen.

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Erfurt macht entscheidenden Schritt durch Sieg über Stuttgarter Kickers – Spielbericht
Foto: imago/Eibner
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Tomislav Stipic, der Coach der Stuttgarter Kickers, stellte nach dem 1:2 in Würzburg zweifach um und startete mit Bihr und Mvibudulu für die gesperrten Gjasula und Leutenecker.

Stefan Krämer, der Übungsleiter der Rot-Weißen aus Erfurt, brachte exakt die gleiche Startelf, die auch den Grundstein zum 4:2 Erfolg gegen den VfL Osnabrück gelegt hatte und verzichtete auf sämtliche Umstellungen.

Beide Mannschaften begannen mit zögerlichen Angriffen, wollten sich aber keinesfalls hinten rein drücken lassen. Allen Akteuren war die Wichtigkeit dieser Begegnung an zu merken. Nach sechs Minute konnte Erfurt dann den ersten Torschuss verzeichnen. Tyrann war auf der Außenbahn durch gegangen und zog in den Strafraum, wo er aus spitzem Winkel abzog, doch Koriander Müller, der Mann im Kasten der Stuttgarter Kickers, war auf seinem Posten und konnte abwehren.

Die Teams blieben auch weiterhin bemüht, doch durch den strömenden Regen, der nach einer Viertelstunde dann aber nachließ, war das Geläuf im GAZI-Stadion auf der Waldau schwer zu bespielen und tief. Es passierte herzlich wenig vor den beiden Toren, der Hauptteil der Begegnung spielte sich mittlerweile zehn Meter rechts und links von der Mittellinie ab.

Auch durch ruhende Bälle wurde es nicht richtig gefährlich, zwar flog das Spielgerät dabei immer mal wieder in einen der beiden Strafräume, doch letztlich wurde das Ding immer wieder zurück ins Mittelfeld befördert und so plätscherte die so wichtige Partie für beide Mannschaften ein wenig dahin. Tommy Stipic war gar nicht zufrieden und bewegte sich viel an der Außenlinie und gab immer wieder taktische Anweisungen, doch letztlich brachte dies auch nur wenig.

Nach einer guten halben Stunde spielte Tyrala einen Ball auf Sturmtank Kammlott, der auch tatsächlich zum Abschluss kam, doch bei Keeper Korbinian Müller war nach der besten Aktion seit Langem Schluss.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs gab es dann einen Freistoß für die Gäste, den Tyrala aus 23 Metern direkt auf den Kasten drehen wollte, aber einen Hauch zu hoch ansetzte. Stipic war mittlerweile richtig sauer und nahm noch vor der Halbzeit Sandrino Braun runter und ersetzte diese, obwohl er nicht verletzt war, durch Badiane. Allerdings änderte das Nichts mehr am Pausenstand, der torlos war.

Nach dem Wiederanpfiff waren die Gäste hier besser aus der Kabine gekommen und brachten den Ball ein ums andere Mal in die Gefahrenzone, doch nach wie vor fehlte der Abnehmer, der das Ding in die Maschen jagte. Die Kickers hingegen schienen den Startschuss nicht gehört zu haben und waren noch nicht so ganz auf der Höhe.

Nach einem Zuspiel von Tyrala zu Aydin war der auf und davon und rannte frei auf den Degerlocher Kasten zu, doch der Assistent hob doch noch die Fahne und so pfiff Schiedsrichter Dingert die Aktion auf Grund einer fragwürdigen Abseitsstellung zurück.

Erfurt war hier im zweiten Durchgang klar die treibende Kraft und sollte sich dann auch tatsächlich nach 69 Minuten für den betriebenen Aufwand belohnen. Aydin brachte einen Eckball von der linken Seite mit dem rechten Fuß hinein und das Ding senkte sich direkt in die lange Ecke zum 0:1 für die Gäste.

Die Führung der Gäste war verdient, denn von den Hausherren kam hier nicht wirklich viel und auch nach dem Gegentreffer war von einer direkten Reaktion nicht sonderlich viel zu erkennen.l

Erst in der Schlussphase zeigten die Degerlocher wieder wirklich mehr Einsatz, aber es mangelte absolut an der Durchschlagskraft. Die Erfurter standen nun natürlich auch sehr tief und machten die Räume eng, so dass es nur sehr selten gefährlich wurde. Außerdem konnten die Thüringer immer wieder für Entlastung sorgen und waren bei den Gegenangriffen sogar gefährlicher, als die Kickers im gesamten Spiel nach vorne und so blieb es letztlich beim nicht unverdienten Auswärtserfolg für die Mannschaft von Stefan Krämer.

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Daten zum Spiel

Anstoß: 16.04.2016 um 14.00 Uhr (34. Spieltag 2015/16)

Ergebnis: 0 : 1 (0:0)

Tore: 0:1 Aydin (69.)

Stuttgarter Kickers: Korbinian Müller - Bihr (76. Pachonik), Stein, Starostzik, Baumgärtel - Abruscia - Jordanov, Sandrino Braun (45. Badiane), Nebihi, Berko - Mvibululu

Rot-Weiß Erfurt: Klewin - Menz (46. Pigl), Möckel, Erb, Odak - Judt, Nikolaou - Aydin (89. Bergmann), Tyrala, Brückner (74. Benamar) - Kammlott

Zuschauer: 3610

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