Die finanziellen Leiden der Offenbacher Kickers

Die Erleichterung war aus Sicht der Offenbacher Kickers enorm, als der Klassenerhalt in der 3. Liga zumindest sportlich sichergestellt werden konnte. Damit kann der hessische Traditionsverein vom Bieberer Berg zumindest sportlich mit einer weiteren Spielzeit in der dritthöchsten deutschen Spielklasse rechnen. Allerdings gibt es noch Restzweifel hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation beim OFC.

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Die finanziellen Leiden der Offenbacher Kickers
Foto: Kickers Offenbach
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Auch andere Drittligisten haben Finanzprobleme
Dies ist wahrlich kein Einzelfall in der Drittklassigkeit, denn neben Offenbach gibt es mit dem VfL Osnabrück, Wacker Burghausen und dem SV Babelsberg drei andere Drittligisten, die sich noch gewaltige Sorgen um ihre Drittligalizenz machen müssen. Offenbach ist jedoch noch längst nicht durch, was OFC-Präsident Frank Ruhl gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ deutlich macht: „Wir haben unser Endziel noch nicht erreicht. Der Sieg war ganz wichtig für die Verhandlungen in dieser Woche.“ Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, dass die Gläubiger und die Stadt sich gegenüber dem Verein kooperativ erweisen.

Kommune hat 800 Millionen Euro Schulden
Bekanntlich haben die Offenbacher Kickers eine enorme Symbolkraft für die gesamte Stadt und Region. Allerdings hat die Kommune auch Schulden in Höhe von rund 800 Millionen Euro, die eine finanzielle Hilfe zumindest stark einschränken. Somit sieht es nach derzeitigem Stand der Dinge eher etwas pessimistisch in Sachen Schuldenstundung bei der Stadion-Miete aus. Beide Parteien haben finanzielle Sorgen, die eine Annäherung schwer macht.

Richtlinien müssen eingehalten werden
Die Stadt hat jedoch die Problematik, dass sie im Gegensatz zu den privaten Gläubigern wie auch die Stadion-Betreiber-Gesellschaft Bieberer Berg (SBB) eminent an die vorhandenen Richtlinien sich halten muss. Eine gewisse Werthaltigkeit muss sichergestellt werden, was bedeutet, dass die gestundete Mietzahlung auch tatsächlich abgesichert wird. Private Bürgschaften wären dafür eine sehr gute Option.

Stundung der Stadionmiete ist derzeit notwendig
Derzeit laufen schon die Verhandlungen zwischen Ruhl und dem Land Hessen. Eine Bürgschaft in Höhe von zwei Millionen Euro ist eine Möglichkeit, die schon tiefergehend erörtert worden ist. Allerdings könnte diese Bürgschaft auch für ein anderes Finanzierungskonzept benötigt werden. Dazu meint Ruhl: „Eine Stundung der Stadionmiete ist für uns im Moment notwendig. Ich glaube, das muss machbar sein.“

Steuerbehörde verlangt ebenfalls Geld
Es gibt auch weitere Verhandlungen mit den Steuerbehören. Auch dort steht der OFC mit einer gewaltigen Summe finanziell in der Kreide. Dafür verantwortlich gemacht werden nach Angaben der „Frankfurter Rundschau“ die ehemaligen Geschäftsführer Thomas Kalt und Jörg Hambückers, die für die Jahre 2011 und 2012 bei den Offenbacher Kickers in verantwortlicher Position gewesen sind. Es wird noch viel diskutiert werden müssen, um tatsächlich eine praktikable Lösung präsentieren zu können.

Quelle: www.fr-online.de


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