Die erfreuliche Entwicklung des Chemnitzer FC

Die direkten Aufstiegsplätze der 3. Liga sind fest in sächsischer Hand. Während der zweite Rang von Zweitliga-Absteiger SG Dynamo Dresden durchaus verständlich klingt, ist die Tabellenführung des Chemnitzer FC wahrlich eine große Überraschung. Mit 21 Punkten führen die „Himmelblauen“ die Spielklasse an. Sicherlich sind erst zehn Spiele absolviert und in dieser ausgeglichenen Spielklasse kann sich Vieles innerhalb von kurzer Zeit ändern. Dennoch muss ehrlich konstatiert werden, dass diese Leistung gegen die höher eingeschätzte Konkurrenz wahrlich beachtlich erscheinen mag.

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Die erfreuliche Entwicklung des Chemnitzer FC
Foto: Chemnitzer FC
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Erfolgreicher Pokalkrimi gegen Mainz 05

Der CFC hat aus den Fehlern der Vergangenheit definitiv lernen können, denn vor rund einem halben Jahr musste der sächsische Traditionsverein noch um den Klassenerhalt kämpfen. Es ist eine enorme Leidenschaft, die sich durch eine starke läuferische und kämpferische Vorstellung beweisen lässt, die einen ganz wesentlichen Erfolgsfaktor darstellen kann. Sicherlich scheint der Funken auf die Anhänger noch nicht vollends übergesprungen zu sein. Das aktuell umgebaute Stadion kann noch nicht die Atmosphäre für einen potentiellen, zukünftigen Zweitligisten verströmen. Ausnahme war gewiss der sensationelle DFB-Pokalsieg im Elfmeterschießen über den Bundesligisten, als das Stadion an der Gellertstraße zu einem absoluten Tollhaus werden konnte.

Baumeister Heine arbeitet glänzend

Vor der Spielzeit konnte man mit dieser Entwicklung nicht unbedingt rechnen. Der Kader wurde in großem Maße umgebaut. Zunächst musste die Integration der zahlreichen neuen Spieler erst einmal gelingen. Schnell wurde ersichtlich, dass diese Mannschaft auch charakterlich gut zusammenpasst, was an der mannschaftlichen Geschlossenheit auf und außerhalb des Spielfeldes demonstriert werden konnte. Ein großes Kompliment muss hierbei sicherlich auch Coach Karsten Heine gemacht werden, der ein Team zusammenbauen konnte, das den Namen auch verdient hatte.

Nur eine Niederlage in zehn Spielen

In den bisherigen zehn Partien ist gerade einmal ein Spiel verloren worden. Die Defensive steht sicher, was bei vier Gegentoren eindrucksvoll belegt werden kann. Auch die Stürmer versuchen der Defensive zu helfen, indem sie die gegnerischen Abwehrspieler schon bei den ersten Kontakten anlaufen. Die beiden Innenverteidiger Endres und Röseler können mit einer beeindruckenden Zweikampf- und Kopfballstärke überzeugen. Im Angriff sorgt Torjäger Anton Fink für die notwendigen Treffer. Seine sechs Saisontreffer sind eine wahrlich starke Bilanz. Weitere Tore werden dazukommen, denn Fink gilt als einer der komplettesten Stürmer in der gesamten Spielklasse.

Neues Stadion soll bis zu 15.000 Zuschauer fassen

Aktuell befindet sich das Stadion an der Gellertstraße in einem Wachstums- und Modernisierungsprozess. Wenn es einmal fertig ist, sollen 15.000 Zuschauer Platz finden, was bei diesem enormen Fanpotential etwas klein dimensioniert zu sein scheint. Für die Zukunft wird es bei einer möglichen konstanten Zweitligazugehörigkeit bestimmt einen weiteren Ausbau geben. Man erkennt schon, dass das neue Stadion besonders schön werden wird. Die Spieler zeigen große Vorfreude, was sich auch an den Leistungen auf dem Spielfeld ablesen lassen kann. In den heimischen Spielen musste bislang noch keine Niederlage verkraftet werden. Die Motivation beim CFC ist wohl ganz besonders stark ausgeprägt.

Vier Sachsen-Derbys in 2. Liga als Wunschziel

Während in den ersten Partien eine latente Zurückhaltung in Sachen Begeisterung bei den CFC-Spielen erkannt worden ist, entwickelt sich so langsam eine echte Euphorie. Das Sachsen-Derby am kommenden Samstag steht an. Es geht zum Tabellenzweiten Dynamo Dresden. Die Begeisterung bei den Anhängern des Chemnitzer FC ist wahrlich enorm. Sachsen ist im Fußballfieber. Es darf von einem ausverkauften Stadion in Dresden ausgegangen werden. Damit ist ein Hexenkessel in diesem ultimativen Spitzenspiel garantiert. Aktuell scheint es so zu sein, dass es einige Sachsen-Derbys in der kommenden Spielzeit geben wird. Dresden und Chemnitz wären nach aktuellem Stand zukünftige Zweitligisten, während sie im deutschen Fußball-Unterhaus auf RB Leipzig und Erzgebirge Aue treffen würden. Doch noch muss viel Wasser die Elbe herabfließen, ehe Klarheit in der Aufstiegsfrage herrscht. Dafür ist auch der Fußball in der 3. Liga zu sehr ein Tagesgeschäft.

Quelle: mdr.de

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