Der Hallescher FC sucht den Wagefeld-Nachfolger

Drittliga-Abstiegskandidat hat derzeit ein wenig Glück im Unglück. Durch die Tatsache, dass Führungsspieler Maik Wagefeld derzeit verletzt ist und deshalb keinen Lohn erhält, erweitert sich der finanzielle Spielraum für einen möglichen Neuzugang aus der 2. Bundesliga. Dies hat Manager Ralph Kühne nun im Gespräch mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ offenbaren können.

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Der Hallescher FC sucht den Wagefeld-Nachfolger
Foto: Hallescher FC
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„Wir suchen einen Maik Wagefeld in Topform, der aber nicht Maik Wagefeld heißt“

Beim gestrigen Testspiel im heimischen Erdgas Sportpark konnte der vielfach beschäftigte Manager nicht wie geplant und gewohnt auf der Auswechselbank Platz nehmen. Er erklärt sein Fernbleiben wie folgt: „Ich habe Termine.“ Bekanntlich ein seltenes Fernbleiben, denn Kühne ist ansonsten bei jedem Test- und Pflichtspiel dabei. Allerdings haben nun Verstärkungen eine größere Relevanz für ihn. Der bis auf den 18. Tabellenplatz abgerutschte Traditionsverein von der Saale benötigt nach dem langfristigen Ausfall vom routinierten Maik Wagefeld nun unbedingt einen Nachfolger als Führungsspieler. Diese sind bekanntlich nicht allzu häufig anzutreffen. Vor allem, da er dazu noch strategische Fähigkeiten aufweisen muss. HFC-Präsident Michael Schädlich erklärt das Anforderungsprofil wie folgt: „Wir suchen einen erfahrenen Mann, der uns hilft, unter allen Umständen die Klasse zu halten.“ Kühne findet zum möglichen Neuzugang klare Worte: „Wir suchen einen Maik Wagefeld in Topform, der aber nicht Maik Wagefeld heißt.“

Wunschspieler stehen unter Vertrag

Es gibt nun einige mögliche Optionen, die eine Spielklasse höher aktiv sind. Die haben jedoch unisono noch einen Vertrag, was die Angelegenheit sicherlich nicht gerade vereinfacht. Kühne weiß dazu zu berichten: „Wir sind mit Kandidaten im Gespräch, die nicht erst noch vorspielen müssen, sondern von denen wir glauben, dass sie uns auf Anhieb helfen. Das Problem ist, dass sie alle unter Vertrag stehen.“

Abstieg in die Viertklassigkeit wäre ein GAU

Der Klassenerhalt in der 3. Liga stellt für den ehemaligen DDR-Oberligisten zweifelsfrei das Nonplusultra dar. Ein möglicher Abstieg in die Regionalliga Nordost wäre ein enormer finanzieller Schaden. Deshalb könnte auch mit der zuvor strengstens eingehaltenen Maxime gebrochen werden, wonach sogar Spieleraus bestehenden Verträgen herausgekauft werden. Kühne begründet diesen Sinneswandel wie folgt: „Die besondere sportliche Situation erfordert besondere Maßnahmen.“ Schädlich hat sich nun sogar dazu bereit erklärt. „finanziell an die Grenze unserer Möglichkeiten zu gehen, ohne allerdings die Lizenz zu gefährden“. Man weiß allerdings, dass auch die Abstiegskonkurrenz aus Saarbrücken personell mächtig aufrüstet. Ein Abstieg in die Viertklassigkeit ist für alle Teams das absolute Horrorszenario. Beim Halleschen FC kommt noch hinzu, dass man den Zuschauern und Sponsoren im schmucken, neuen Stadion auch Einiges bieten möchte.

Finanzieller Spielraum vorhanden

Schon seit dem 30. August ist Spielführer Maik Wagefeld mittlerweile verletzt. Bis Mitte Oktober ist er vom Halleschen FC bezahlt worden. Nach diesen sechs Wochen übernimmt die sogenannte Berufsgenossenschaft die Lohnzahlung. Für den Verein bedeutet dies, dass dadurch ein neuer finanzieller Spielraum ermöglicht wird. Nun kann dieses Geld in den Ersatzmann für den langzeitverletzten Kicker investiert werden.

Abwarten auf die Reaktion der Berufsgenossenschaft

Immerhin hat der Verein damit seit Oktober 30.000 bis 40.000 Euro dadurch gespart. Kühne macht dennoch deutlich, dass bedachtsam mit dem Geld umgegangen werden muss. Wie üblich bei einem normalen Versicherungsgeschäft wird auch die Berufsgenossenschaft wieder Ansprüche stellen, dass sie ihr Geld zurück erhalten möchten. Gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ weiß er dazu zu berichten: „Wir müssen da schon etwas abziehen, weil uns die Berufsgenossenschaft je nach der Länge des Ausfalls und der Schwere der Verletzung mit höheren Beiträgen belegen wird. Das müssen wir immer in der Hinterhand haben.“

Mögliche Sportinvalidität bei Wagefeld wird spekuliert

Vor einigen Jahren noch hat Maik Wagefeld in der ersten und zweiten Bundesliga bei den großen Traditionsvereinen wie 1. FC Nürnberg und Dynamo Dresden glänzen können. Mittlerweile sieht es für den gebürtigen Sachsen nicht gerade vielversprechend aus, was seine sportliche Karriere betrifft. So fällt es auch den HFC-Verantwortungsträgern zunehmend schwer, daran zu glauben, dass der unter Achillessehnen-Beschwerden leidende Spielführer noch einmal wahrlich gesund zurückkehren kann. Einige VIP-Gäste und auch Insider haben beim jüngsten Hallenturnier um den Halplus-Cup am vergangenen Montag sogar von einer möglichen Sportinvalidität beim 32-jährigen, ehemaligen Hoffnungsträger spekuliert. Auch HFC-Boss Schädlich kann nicht wirklich optimistisch erscheinen, wenn er nüchtern zu berichten weiß: „Allein die Hoffnung auf Maik Wagefeld hält uns nicht die Klasse.“ Deshalb möchte die sportliche Führung des HFC möglichst schnell einen neuen Führungsspieler verpflichten, damit diese vakante Position im Mittelfeld möglichst schnell geschlossen sein wird. Dazu soll noch ein weiterer Angreifer den abstiegsbedrohten Traditionsverein aus Sachsen Anhalt verstärken. Schädlich setzt jedoch eine Priorität, wenn er sagt: „Wir werden im Angriff noch etwas tun, aber wichtiger ist zunächst die andere Personalie.“

Quelle: mz-web.de

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