Der Hallesche FC will gegen Siebtligisten Burger BC keine Überraschung im Pokalhalbfinale erleben

Am heutigen Mittwochabend gibt es für den Halleschen FC das Landespokal-Halbfinale beim Burger BC zu bestreiten. Der Klassenerhalt ist bei 48 Punkten und dem neunten Rang zwei Spieltage vor dem Saisonende längst geschafft. Zuletzt ist am Team etwas Kritik von außen aufgekommen. Spielführer Daniel Ziebig versucht seine Mitspieler zu schützen, denn er sieht die Kritik nicht angemessen.

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Der Hallesche FC will gegen Siebtligisten Burger BC keine Überraschung im Pokalhalbfinale erleben
Foto: Hallescher FC
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Elfmeterschießen wurde im Training beim HFC geübt

Für den Fall der Fälle im finalen Duell gegen das Team aus der Landesklasse Nord wurde auch Elfmeterschießen beim HFC trainiert. Gegen den Siebtligisten will das Team von der Saale nichts dem Zufall überlassen, auch wenn die vier Spielklassen Unterschied in der normalen Spielzeit zu einem Halle-freundlichen Ergebnis führen sollten. Dieses Pokalhalbfinalspiel besitzt eine höhere Bedeutung als die restlichen beiden Auftritte in der 3. Liga. Der Klassenerhalt ist immerhin schon seit einigen Wochen in trockenen Tüchern. Am 14. Mai soll der Hallesche FC das Finale im Erdgas-Sportpark gegen den Regionalligisten 1. FC Magdeburg bestreiten. Dies ist das erklärte Ziel für den Traditionsverein aus Sachsen-Anhalt. Kapitän Ziebig drückt die Bedeutung dieser Partie in seinen Worten gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ aus: „Ein Finale im eigenen Stadion gegen den 1. FC Magdeburg ist für jeden von uns Motivation pur. Der Pokalsieg ist unser großes Ziel. Doch dahin braucht es noch einen Schritt. Also müssen wir zunächst auch die nötige Konzentration aufbringen, um überhaupt dort hinzukommen.“ In Burg will die Mannschaft nun die zahlreichen Kritiker besänftigen. Die Medien und auch andere Teile der Öffentlichkeit haben nicht immer sachliche Kritik gegen den HFC ausgeübt.

Ziebig löst sich vom intern verhängten Maulkorb

Ursprünglich hat sich Ziebig vorgenommen, dass er nichts sagen möchte. Nun hat er sich jedoch dazu genötigt gefühlt, dass er diesen intern verpassten „Maulkorb“ etwas löst und die zuletzt geäußerte Kritik als „überzogen und teilweise unter der Gürtellinie empfand,“ wie er nun äußern kann. Es ist ihm auch elementar wichtig, dass die Kritik nicht überzogen sein soll. Wenn sie angebracht ist, darf sie gezielt geäußert werden, was er so auch bestätigten kann: „Wenn Kritik angebracht ist, dann bitte“, sagt der ehemalige Bundesligaspieler und ergänzt: „Wir haben in der Winterpause auf einem Abstiegsplatz gestanden und dafür völlig zu Recht auch die Prügel bezogen. Doch dann haben wir eine Riesen-Rückrunde gespielt, sichern etliche Wochen vor dem Saisonende den Klassenerhalt und bekommen trotzdem immer wieder auf die Nase. Das kenne ich weder aus meinen Dresdner noch Cottbuser Zeiten.“

Gute Reaktion nach Saarbrücken-Desaster

Zugleich stellt er die rhetorische Frage in den Raum: „Was ist denn passiert?“ Ehrlich konstatiert er, dass die Leistung bei der 0:3-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken alles andere als gut gewesen ist. Er bringt jedoch auch klar zum Ausdruck, dass aus dieser schwachen Vorstellung die richtigen Konsequenzen gezogen worden sind: „Aber dann haben wir zwei Mal gegen Mannschaften unentschieden gespielt, die in der Tabelle vor uns stehen: die Kickers aus Stuttgart und Duisburg. Und wir haben dabei jene Qualität gezeigt, die uns in der Rückrunde ausgezeichnet hat: Wir können Rückstände durchaus aufholen.“ Die gesamte Stimmungslage ist vor diesem Halbfinalspiel in Burg abhängig. Eine Blamage darf sich der HFC unter keinen Umständen erlauben. Keine echte Chance haben die Hallenser im Kampf um den vierten Rang in der 3. Liga gehabt, denn dann wäre die finanziell und prestigeträchtig lukrative Qualifikation für die Hauptrunde im DFB-Pokal erreicht worden. Nun macht Ziebig deutlich: „Wir kriechen nach dieser kräfteraubenden Saison zwar alle auf dem Zahnfleisch. Aber wir wollen uns mit der Qualifikation für den DFB-Pokal für die Mühen belohnen.“

Stammverteidiger Mouaya und Franke müssen ersetzt werden

Unterdessen ist bekannt, dass mit Patrick Mouaya und Marcel Franke gleich beide Innenverteidiger ausfallen werden und Coach Sven Köhler deshalb zu Umstellungen gezwungen ist: „Marcel Franke hat muskuläre Probleme. Für ihn wird wahrscheinlich Philipp Zeiger spielen. Patrick Mouayas Einsatz sollte ein ausgekugelter Finger nicht im Wege stehen“, so Köhler. Da auch Sturmführer Francky Sembolo wegen Knieproblemen die komplette Woche über in der Reha verbringen musste, wird ein Spieler aus der zweiten Reihe seine Einsatzchance erhalten. Es gibt immerhin einige Alternativen, wie Köhler auch freudig im Gespräch mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ erkannt hat: „Mit Mustapher Amari, Max Barnofski und Alexander Schmitt haben wir drei junge Leute, von denen ich zwei mitnehmen werden.“

Sascha Pfeffer verstärkt den HFC

Unterdessen konnte der ambitionierte Drittligist nun den ersten Neuzugang für die neue Spielzeit vermelden. So ist heute bekannt geworden, dass der HFC den 27-jährigen Außenbahnspieler Sascha Pfeffer verpflichtet hat.
Pfeffer wird in Halle mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2016 ausgestattet. Der zweitligaerfahrene Kicker, der fünf Spielzeiten für den sächsischen Traditionsverein Dynamo Dresden unter Vertrag gestanden, wechselt vom Ligakonkurrenten Chemnitzer FC an die Saale und hat in dieser Spielzeit 29 Partien absolviert, in denen er einen Treffer erzielen konnte und dazu eine Vorlage gegeben hat. Er hat die Aufgabe die beiden Ausleihspieler Sören Bertram (VfL Bochum) und Francky Sembolo (Arminia Bielefeld) zu ersetzen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit den Verein verlassen werden. Mit zehn und sieben Toren stellen die beiden mutmaßlichen Abgänge die beiden besten Torschützen der Hallenser dar.

Quelle: mz-web.de

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