Darmstadt 98 jagt Rostock mit 6:0 aus dem Böllenfalltorstadion - Spielbericht

Es war die höchste Niederlage der Kogge in der dritten Liga überhaupt. Nach dem Platzverweis von Mustafa Kucukovic, der eine schreckliche und zudem noch unnötige Grätsche ausgepackt hatte, ging es für den FC Hansa rapide bergab. Nach dem 4:0 gegen Duisburg spielten sich die Lilien erneut in einen Rausch und schoss den ehemaligen Bundesligisten mit 6:0 ab.

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Darmstadt 98 jagt Rostock mit 6:0 aus dem Böllenfalltorstadion - Spielbericht
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Ergebnis: 6 - 0 (2:0)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!
Dirk Schuster, der Chefcoach der Lilien, war nach dem 4:0 Kantersieg seiner Mannschaft komplett zufrieden und verzichtete deshalb verständlicherweise auf Veränderungen an der Startelf.

Auf Rostocker Seite fehlte der Cheftrainer, Andreas Bergmann, der erkrankt war. Er wurde von Andreas Reinke ersetzt. Der nahm gleich drei personelle Wechsel an der Startelf vor, nachdem es zuletzt eine 1:2 Niederlage gegen die Zweitbesetzung Borussia Dortmund setzte. Pett, Grupe und Ioannidis wurden durch Radjabali-Fardi, Schünemann und Kucukovic ersetzt.

Darmstadt nahm gleich zu Beginn den Schwung aus dem Duisburg-Fest vom vergangenen Wochenende mit und legte flott los. Bereits nach vier Minuten standen die Gäste aus Rostock unter Druck. Nachdem ein Schuss von Stroh-Engel abgefälscht worden war, köpfte Benjamin Gorka die an den kurzen Pfosten geschlagene fällige Ecke nur knapp am Tor der Hansa vorbei.

Und Darmstadt machte weiter Druck, doch zumeist war am Strafraum der Gäste Schluss. Rostock hatte seine liebe Mühe mit den aufmüpfigen Lilien. Nach 12 Minuten hatte sich dann Jerome Gondorf auf dem rechten Flügel durchgetankt und brachte das Leder scharf in die Mitte, wo Stegmayer nur knapp vor sprang.

Nur eine Zeigerumdrehung später hatte Mustafa Kucukovic, der Mittelfeldakteur der Kogge einen Aussetzer. Mit gestreckten Beinen rauschte er von hinten in Sulu hinein und bekam regelkonform die rote Karte. Damit hatte er seiner Mannschaft einen wahren Bärendienst erwiesen.

Nach dem Platzverweis standen die Gäste noch tiefer, konnten aber nach 23 Minuten den Gegentreffer nicht verhindern. Nach einem Einwurf fiel der Ball Milan Ivana vor die Füße, der gedankenschnell auf Gondorf ablegte. Der fackelte nicht lange und versenkte das Spielgerät flach rechts zum 1:0 im rechten unteren Eck des Rostocker Tores, ohne Johannes Brinkies, dem Keeper des FC Hansa Rostock, auch nur den Hauch einer Abwehrchance zu lassen.

Und nur drei Minuten später zappelte das Leder wieder im Netz. Nach einem Freistoß aus halblinker Position, den Stegmayer an den kurzen Pfosten schlenzte, köpfte Behrens völlig unbedrängt zum 2:0 für die Gastgeber ein.

Und Darmstadt machte, wie bereits gegen Duisburg, munter weiter. Nach einer halbe Stunde zirkelte Marcel Heller eine Flanke auf Marco Sailer, doch der schaffte es nicht, diese gewinnbringend zu verwerten. Das Kunstleder jagte knapp am Tor der Hanseaten vorbei.

Auch im weiteren Spielverlauf konnten sich die Gäste nicht richtig befreien. Stegmayer war in Minute 35 auf der Außenbahn steil geschickt worden. Völlig frei lief der Offensivakteur der 98er dann auf das Rostocker Tor zu, doch Brinkies parierte den Schuss des Hessen bravourös und wahrte seiner Mannschaft die Minichance.

Darmstadt schaltete dann einen Gang zurück und prompt wurden die Gäste, trotz der Unterzahlsituation gefährlich. David Blacha war nach einem feinen Zuspiel durch, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Zimmermann, dem Mann im Kasten der Lilien.

Nur drei Zeigerumdrehungen später hatten die Gäste die nächste Chance. Radjabali-Fardi hatte auf dem linken Flügel zu viel Platz und brachte den Ball in die Gefahrenzone. Halil Savran sprang dort nur um Millimeter unter der Kugel durch, ansonsten wäre hier wohl der Anschlusstreffer gefallen.

Kurz vor dem Pausentete musste dann Johannes Brinkies noch einmal eine Parade auspacken, um sein Team weiterhin im Spiel zu halten. Gerade, als die Kogge besser ins Spiel kam, brachte Gondorf eine flache Hereingabe an den Fünfmeterraum der Norddeutschen, die Brinkies mit der Faust vorrerst klärte. Ivana hatte den Ball dann auf den Fuß bekommen und hatte die Nachschusschance. Irgendwie schaffte es Brinkies sich noch in den Versuch des ehemaligen Wiesbadeners zu werfen und die Vorentscheidung zu verhindern.

Doch der dritte Darmstädter Treffer ließ nach dem Seitenwechsel nicht lange auf sich warten. Milan Ivana hatte in die Schnittstelle der Rostocker Abwehr gespielt und wo Stroh-Engel hinein gestoßen war und den Ball mitnahm. Eiskalt verwandelte er an Johannes Brinkies vorbei zum 3:0 für die Hausherren.

Doch Darmstadt wollte mehr und drückte weiter. Rostock steckte zwar nicht auf, musste aber bereits in der 54. Minute den nächsten Rückschlag hinnehmen. Mendy hatte den agilen Gondorf, der die Rostocker Abwehr immer wieder vor Probleme stellte, im Strafraum zu Fall gebracht und verursachte dadurch einen eindeutigen Strafstoß. Den verwandelte Stroh-Engel eiskalt zum 4:0.

Nur 180 Sekunden später gab es den nächsten Elfmeter für die Gastgeber, die wie im Rausch agierten. Dieses Mal kam Sebastian Pelzer einfach zu spät gegen Marcel Heller und rieß diesen im Sechzehner ungestüm um. Erneut legte sich Stroh-Engel den Ball zurecht und verwandelte dieses Mal in die rechte Ecke zum 5:0.

Darmstadt blieb tonangebend und spielte weiterhin wie in einem Trainingsspiel nach vorne. Wieder war Gondorf beteiligt. Er dribbelte sich durch und legte quer zu Ivana, der aus 15 Metern sofort abzog. Der bemitleidenswerte Brinkies konnte den Schuss allerdings festhalten.

Nur vier Minuten später war er erneut geschlagen. Und Dominik Stroh-Engel machte seinen vierten Treffer im zweiten Durchgang der Partie. Steven Ruprecht schoß einen amateurhaften Bock, er ließ sich als letzter Mann den Ball von Stroh-Engel einfach so vom Fuß nehmen und der konnte dann mutterseelenallein auf Brinkies zulaufen. Wie bereits zuvor, verwandelte er locker lässig zum 6:0.

Und Darmstadt gab weiter Gas. Die Lilien wollten immer noch mehr und hatten eine Viertelstunde vor Schluss die große Chance, den siebten Treffer zu erzielen. Milan Ivana war von der rechten Seite in den Strafraum eingedrungen, spielte seinen Gegenspieler schwindelig und zog ab. Der Schuss wurde geblockt, doch der Ball landete vor den Füßen von Dennis Schmidt, doch der drückte seinen Gegner beim Nachschuss zu Boden.

Darmstadt hatte anscheinend nun genug und stellte die Angriffsversuche zur Freude der sichtlich überforderten Rostocker ein und spielten die Kiste locker nach Hause.

Gegen zwei eigentlich stark einzuschätzende Gegner konnte die Mannschaft aus Darmstadt, die eigentlich nur durch den Zwangsabstieg der Offenbacher Kickers weiter in der 3. Liga mitwirken darf, nun sechs Punkte bei einem Torverhältniß von sage und schreibe 10:0 einfahren.

Quelle: www.


Weitere Daten zu diesem Spiel stehen momentan noch nicht zur Verfügung!

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