17. Spieltag; Hallescher FC - SG Sonnenhof Großaspach (Stimmen zum Spiel)

Die SG Sonnenhof Großaspach konnte auch das zweite Spiel unter Uwe Rapolder gewinnen und die Heimkrise, die man bei den Hallensern nach dem Sieg gegen Wiesbaden eigentlich beendet hatte, wieder aufleben. HFC-Coach Sven Köhler gerät immer mehr unter Druck, der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz liegt nur noch bei drei Punkten. Großaspach steht vorübergehend auf einem Nichtabstiegsplatz.

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17. Spieltag; Hallescher FC - SG Sonnenhof Großaspach (Stimmen zum Spiel)
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Florian Brügmann, der Abwehrspieler der Hallenser, versuchte die erneute Heimniederlage zu erklären: "Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit relativ ängstlich gespielt. Wir haben nicht das gezeigt, was man bei einem Heimspiel hätte zeigen sollen. Die zweite Halbzeit war wesentlich besser. Wir hatten zwar keine klaren Torchancen, man hatte aber das Gefühl von außen, dass wir in der Lage waren Torchancen zu kreieren. Die Nachspielzeit war recht ärgerlich. Die Stimmung hier ist im Keller. Wir hatten keinen Grund Angst zu haben, vor zwei Wochen haben wir gegen Wiesbaden zu Hause gewonnen und haben gegen Regensburg einen Punkt geholt. Kopf frei kriegen und weiter machen. Im Fußball ist es oft so, wenn man nicht da steht wo man erwartet wird, herrscht danach oft große Unzufriedenheit im gesamten Umfeld. Wir müssen aber ruhig bleiben und in zwei Wochen geht es weiter gegen Mainz."

Marco Engelhardt, der Routinier des HFC: "Kurz vor Schluss durch eine Standardsituation ein Gegentor zu kassieren, das darf uns nicht passieren. Wir sind nur sehr schwer ins Spiel rein gekommen und waren sehr verunsichert. Warum das so wahr kann ich mir selber nicht erklären. Ich denke, dass wir in der zweiten Halbzeit vieles besser gemacht haben, hatten aber nicht die nötige Durchschlagskraft um was Zählbares dabei raus zu bekommen. Das 1:0 darf uns nicht passieren, da muss man so konzentriert sein, dass man die Situation besser klärt. Wir haben die ganze Saison mit Umstellungen zu kämpfen, das soll aber keine Ausrede sein. Wir haben trotzdem elf gute Spieler auf dem Platz. Letztendlich ist eine Konzentrationssache, ob man in der 86 Minute noch so nah bei seinen Mann ist, um ein Gegentor zu verhindern. Wir müssen erstmal was für unser Selbstvertrauen tun. Als Mannschaft müssen wir wieder mehr zusammenrücken, so wie wir das in der Woche vor Wehen gemacht haben. Ich denke, dass Wehen Spiel hat gezeigt, wie gut wir sind, wenn alle mitmachen und füreinander da sind. Dieses Gefühl müssen wir versuchen, alle vierzehn Tage zu Hause abzurufen."

Sven Köhler, an dem mittlerweile Kritik aufkommt: "Diese Niederlage gegen Großaspach ist eine große Enttäuschung. In der ersten Halbzeit haben wir es nicht geschafft daran an zu knüpfen, was wir gegen Wehen Wiesbaden gut gemacht haben. Wir haben schon versucht, in der zweiten Halbzeit aktiver zu sein. Die Mannschaft sah in der Summe agiler aus und hat Großaspach teilweise in Ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt, doch wir haben keine große Chancen rausgespielt, aber die ein oder andere gefährliche Torsituation war trotzdem da. In der Summe haben wir zuviele Standards in der eigenen Hälfte produziert. Durch eine Standardsituation ist in der 87. Minute das 0:1 gefallen, das sehr bitter ist und auch weh tut. Vor dem Spiel war keine Angst zu spüren, aber in der ersten Halbzeit hatte ich das Gefühl, das der Ein oder Andere sich durch misslungene Aktionen etwas verunsichern hat lassen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir versucht, das ab zu stellen, das ist uns aber nur einigermaßen gelungen. Wir hatten am Ende nicht die Durchschlagskraft und konnten uns nicht durchsetzen oder zumindest ein Tor verhindern und waren bei einer Standardsituation unaufmerksam. Standardsituationen muss man verteidigen und das ist uns nicht gelungen. Jeder muss sehr kritisch mit sich umgehen und muss sich hinterfragen was man hätte besser machen können. In den nächsten Wochen müssen wir Alles geben um die nächsten Punkte auch wieder zu holen."

Tim Kruse, der Mann im Mittelfeld beim HFC: "Die Standards waren über das gesamte Spiel gesehen recht gefährlich. Es ist bitter wenn kurz vor Schluss noch ein Gegentor fällt, vor allem durch eine Standardsituatiom. Man kann verstehen, dass die Fans nach so einem Spiel frustiert sind. Da müssen wir jetzt alle durch. Wir gingen mit einem guten Gefühl ins Spiel, dass es aber so endet ist unbegreiflich und sehr bitter. Es nützt jetzt nichts den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben jetzt zwei Wochen Ligapause und werden diese für den Pokal nutzen, um da wieder Selbstvertrauen zu tanken und dann nach Mainz fahren um die verloren Punkte wieder zu holen."

Uwe Rapolder, der Übungsleiter des Aufsteigers aus Großaspach: "Ich mache es kurz, so groß wie die Enttäuschung bei Halle ist, so groß ist die Freude bei Sonnenhof. Dass wir diesen Dreier gepackt haben war unser Ziel. Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, die Liga wird merken, dass wir in Zukunft schwierig zu spielen sein werden. Für die Hallesche Mannschaft muss ich gar keine großen Worte einlegen. Wir waren heute schwer zu spielen, wir haben die Raüme verdichtet, wir haben ständig abgesichert und wir haben Druck auf den Ballführenden ausgeübt, so dass ganz wenige Chancen gegen uns rausgespielt wurden. Ich glaube, am Ende hatten wir auch Glück, dass wir die zwei Tore machten. In der ersten Halbzeit hatten wir die ein oder andere Konterchance, aber die Jungs haben heute gut gespielt. Wir haben verdient gewonnen. Ich wünschen den Hallensern viel Glück für die Zukunft. Wir gehen jetzt sechs Stunden in den Bus und die Spieler dürfen sich ein Bier aufmachen."

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