17. Spieltag; Fortuna Köln - Holsten Kiel (Stimmen zum Spiel)

Der 17. Spieltag wurde mit der Begegnung zwischen Fortuna Köln und Holstein Kiel am Sonntagnachmittag torlos beendet. Beide Mannschaften lieferten sich allerdings ein spannendes und flottes Duell. Am Ende können die Teams jeweils mit dem Punkt zufrieden sein.

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17. Spieltag; Fortuna Köln - Holsten Kiel (Stimmen zum Spiel)
Foto: Patrick Franck
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Karsten Neitzel, der Störchetrainer: "Mein Statement fällt relativ kurz aus, denn es ist das aufgetreten was wir erwartet haben. Wir haben uns darauf vorbereitet, wenn man sich darauf überhaupt vorbereiten kann, dass der Gegner viele lange Bälle spielt, auf Einwürfe und gefährliche Standards. In der Anfangsphase haben wir gar nicht gut verteidigt, da haben wir wirklich Probleme gehabt und haben sehr schwer ins Spiel gefunden. Nach 15 bis 20 Minuten hatte man das Gefühl, dass wir es etwas besser in Griff bekommen und haben zwei richtig gute Angriffe vorgetragen über die linke Seite. Da flog der Ball durch den Fünfmeterraum und wir bekommen die berühmten Fußspitzen nicht dran. Das sind halt die Kleinigkeiten, die solche Spiele entscheiden können und Spiele in die Richtung bringen können die positiv ist, aber das haben wir nicht geschafft. Die zweite Halbzeit war aus meiner Sicht wieder besser, da haben wir die aggressive Spielweise des Gegners besser angenommen. Ich finde, wir haben einige Situationen fußballerisch so gelöst, wie wir uns das vorgenommen haben. Unterm Strich haben wir kein Tor gemacht, hatten selbst noch Situationen zu überstehen im eigenen Strafraum und von daher denke ich das die Punkteverteilung absolut in Ordnung geht. Die Jungs sind gerade in einer relativ guten Phase. Man hat es in den ersten 15 bis 20 Minuten gemerkt, dass es mit 99 Prozent in dieser Liga nicht weit geht. Die fußballerischen Akzente muss man im richtigen Moment setzen und nicht im Falschen. Was man immer zu 100 Prozent machen muss, ist jeden Zweikampf ernst zu nehmen und keine Situation zu unterschätzen. Das ist uns leider in den ersten 20 Minuten zu oft passiert und deswegen haben wir in der Phase richtig Glück gehabt."

Uwe Koschinat, der Fortunentrainer: "Ich habe das im Vorfeld thematisiert, am Anfang der Woche, dass wir heute unser Abbild treffen. Da muss man aber auch sagen, dass das Orginal Kiel ist und wir doch nur die Kopie. Man hat gesehen, dass bei einer ähnlichen Herangehensweise beim Fußball, eben sehr köprerbetont, sehr Laufstark, sehr dynamisch und sehr direkt auf das Tor spielend, dass es darum geht, sich zweite Bälle zu sichern. Ich habe mich nicht getraut, auf Grund der Punktekonstellation, allein auf fußballerisch Aspekte zu trainieren. Es war uns klar, dass wir hier sehr mannhaft agieren müssen um eine gewisse körperliche Dominanz auf den Platz zu kriegen. Das ist uns über 90 Minuten nur über kleine Phasen gelungen, weil wir ganz einfach gesehen haben, dass der Kader von Holstein Kiel, was diese Art von Fußball angeht, über eine tolle Truppe verfügt. Vor allem in der offensive Reihe ist es ganz schwierig, da muss man den ersten Ball sauber klären. Dann sind sie sehr gut gestaffelt auf den zweiten Ball und haben dazu noch sehr viel individuelle Qualität. Das war für uns heute sehr schwierig. Die Mehrzahl der torgefährlichen Aktionen war auf Seiten von Holstein Kiel aus meiner Sicht über die ganzen 90 Minuten. Wenn ein Tor in der Luft gelegen hat, dann eher auf Seiten von Holstein Kiel. Auf der anderen Seite hatten wir das größte Brett hier im Spiel, als wir nach einem Fehler allein vor dem Torwart stehen und die Möglichkeit hatten ein zu schiessen. Mir war klar, ab der 60. Minute, dass wir heute mit einem Punkt leben müssen. Natürlich hat man immer die Chance den Siegestreffer zu erzielen. Ich glaube, insgesamt hat man von außen gespürt, dass wir ein Stück weit eine Grenzerfahrung gesammelt haben. Wenn ich am Montag mit jedem Spieler einzeln reden werde, dann wird es eine ganze Menge Spieler geben, die jetzt auch nachempfinden können, wie sich viele Mannschaften in der Regionalliga gegen uns gefühlt haben. Wenn man merkt, es rollt ein Ball nach dem Anderen auf dich zu und du hast Schwierigkeiten überhaupt in ein strategisches Ballspiel zu kommen, ist das eine sehr schwierige Geschichte. Im Regelfall sind in solchen Spielen, wie zum Beispiel gegen Preußen Münster zu Hause, wir die dominierende Mannschaft und zwingen dem Gegner unser Spiel auf. Heute waren wir in vielen Phasen die, die hinterher gelaufen sind und verteidigen mussten. Wir mussten viel nach hinten laufen. Es war ein sehr körperliches Spiel. Wir müssen heute mit diesem Punkt leben. In der Gesamtbetrachtung ist das auch okay. Wir stehen jetzt bei 19 Punkten und haben noch drei ausstehene Heimspiele in diesem Jahr, von daher denke ich, dass wir das absolut hinkriegen müssen vor der Winterpause noch deutlich über die 20 Punkte zu kommen. Das ist die Chance unser Saisonziel noch zu erreichen. Mit dem Spiel heute muss man zufrieden sein aus meiner Sicht."

Kenneth Kronholm, der den Kieler Kasten wieder einmal sauber hielt: "In der ersten Halbzeit haben wir gut gekämpft, in der zweiten lief es dann auch fußballerisch besser und wenn wir Glück haben, pfeift der Schiedsrichter in letzter Minute Elfmeter – dann kann das Spiel anders ausgehen. Aber ich bin zufrieden. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir hinten wieder sehr sicher gestanden."

Manuel Schäffler trauerte den Chancen nach: "Wir haben Pech gehabt, dass Köln am Ende immer noch einen Fuß dazwischen bekommen hat. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir besser Fußball gespielt, daher sind wir mit dem Punkt nicht zufrieden."

Rafael Kazior, der Kieler Spielmacher, war nicht glücklich. "Ich bin nicht zufrieden, mir fehlen zwei Punkte. Gerade, weil wir eine gute zweite Halbzeit gespielt haben. Für mich war das Foul in der letzten Minute klar im Strafraum, aber darüber zu debattieren, bringt uns jetzt auch nichts mehr."

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