11. Spieltag; VfL Osnabrück - SV Wehen Wiesbaden (Stimmen zum Spiel)

Der VfL Osnabrück bleibt auch nach dem 11. Spieltag im Mittelfeld der Tabelle hängen. Die Mannschaft von Maik Walpurgis musste sich durch zwei Treffer in der Nachspielzeit dem SV Wehen Wiesbaden mit 1:3 geschlagen geben, obwohl sie die im zweiten Durchgang klar spielbestimmend war.

Datum der Veröffentlichung: Uhr | Autor:

11. Spieltag; VfL Osnabrück - SV Wehen Wiesbaden (Stimmen zum Spiel)
Foto: FU-Sportfotografie
Teilen Sie diesen Artikel mit Ihren Freunden:
Marc Kienle, der Cheftrainer des SV Wehen Wiesbaden, war insgesamt zufrieden, dass man gegen den starken VfL dreifach punkten konnte. "Wir sind heute mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden und haben eine gute erste Halbzeit gespielt, in der wir auch ein schönes Tor erzielt haben. In der zweiten Halbzeit hat dann der Druck des VfL Osnabrück absolut zugenommen und wir mussten einige kritische Situtationen überstehen. Herausgespielte Möglichkeiten gab es zwar eher weniger aber sehr sehr viele Standardsituationen. Es folgte das wunderschöne 1:1 von Osnabrück, wo wir den Ball noch blocken wollen. Es war auch weiterhin Druck da, aber es ergaben sich auch Räume weil Osnabrück sehr weit nach vorne geschoben hat. Dass wir in der Nachspielzeit noch einen Doppelschlag landen konnten war umso schöner für uns, denn es war eine sehr enge Partie, die auch von außen sehr emotional war. Wir, die Mannschaft und das Trainerteam, haben jetzt viel Zeit miteinander verbracht, denn wir sind aus Kiel gleich weiter hierhin gereist. Ich bin sehr zufrieden, dass wir nach dem Punkt in Kiel hier noch einmal einen Dreier einfahren konnten. So können wir mit einem sehr guten Gefühl nach Hause fahren."

Maik Walpurigs, der Coach des VfL, war nicht gerade glücklich über die Last-Minute-Niederlage: "Glückwunsch an Wehen Wiesbaden. Das Spiel heute ist sehr schwer zu erklären, da es doch sehr intensiv war, weil Situationen da waren, die sehr unglücklich gelaufen sind. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen, wie sie in der zweiten Hälfte gepowert hat und Fußball gespielt hat und sich immer gegen diese Niederlage gestemmt hat. Umso bitterer ist es, dass wir in der Nachspielzeit, nachdem wir das 1:1 durch ein tolles Tor erzielen konnten, das entscheidende 1:2 bekommen. Das dritte Tor war dann egal, denn wir hatten Alles nach vorne geschmießen und spielten Alles oder Nichts. Aber das 1:2 war natürlich sehr bitter, weil es die einzige wirkliche Torchance des SV Wehen Wiesbaden im zweiten Durchgang war. Wir hätten sicherlich mindestens einen Punkt verdient gehabt."

Robert Müller, der Wiesbadener Mittelfeldakteur, war glücklich. "Ich komme aus dem Grinsen nicht heraus. Wir haben in der ersten Halbzeit gut dagegen gehalten und gut gespielt, hatten Ballbesitz und haben den Ball auch gut laufen lassen. Kämpferisch haben wir Alles rein geworfen und ich denke, dass die Pausenführung auch in Ordnung ging. Wir waren sehr effektiv und Tobias Jänicke hat den Treffer gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hat man dann gemerkt, dass durch die Zuschauer, die Fans und den Schiedsrichter eine aggressive Stimmung auf dem Platz entwickelte. Osnabrück wurde nach vorne gepeitscht, da hätten wir ganz gut aufpassen müssen, doch das ist uns in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so gut gelungen. Wir hatten kaum den Ball und mussten immer wieder rausschlagen und rausköpfen. Wir haben zwar Alles in die Waagschale geworfen und trotzdem noch den Ausgleich kassiert. Wir haben uns dann gesagt, wir versuchen den Punkt mit zu nehmen, aber umso erfreulicher, dass wir kurz vor Schluss so unfassbar zuschlagen.

Tobias Jänicke, der das 1:0 für seine Mannschaft erzielt hatte, resümierte: "Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt, waren aktiv, haben gut dagegen gehalten und haben Nadelstiche gesetzt. Wir gingen, glaueb ich, nicht unverdient in Führung nach einem schönen Angriff über die linke Seite über Joe Vunguidica. Wir wussten aber, dass es in der zweiten Halbzeit ein richtig harter Kampf wird, dass der VfL noch einmal Alles in die Waagschale werfen würde mit der Kulisse im Rücken. Dass wir dann in der Nachspielzeit die zwei Tore machen, da gehört auch ein wenig Glück dazu. Aber ich denke wir haben eine einen guten Kampf gesehen und haben uns belohnt, waren am Ende vielleicht auch die glücklichere Mannschaft, aber das ist uns egal."

Alexander Riemann, der Mann, der für das 3:1 kurz vor dem Abpfiff gesorgt hatte, hat so etwas noch nicht erlebt. "Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon einmal mitgemacht zu haben. Es ist ein schönes Gefühl. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet muss man sagen, es war ein hin und her. Es war eine kämpferisch starke Leistung der gesamten Mannschaft und wir hatten uns das Tor verdient. Dann habe ich auch noch das dritte Tor erzielt, was mich umso mehr freut. aber es war einfach eine geile Leistung von der Truppe und ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Es ist schon schwer, hier zu spielen. Für mich war es das zweite Mal. Hier ist eine sehr tolle Atmosphäre und man weiß, dass die Fans die Mannschaft nach vorne peitschen. Sie versuchen auch den Schiedsrichter zu beeinflussen, was ihnen auch manchmal gut gelungen ist. Aber wir haben versucht, dagegen zu halten. Wir haben Gas gegeben als Mannschaft und am Ende die drei Punkte geholt.

Nicolas Feldhahn, der Kapitän des VfL Osnabrück: "In der ersten Halbzeit haben wir Probleme gehabt, uns Chancen herauszuspielen. Wehen hatte auch nur eine Chance und macht das Tor – da waren die Wehener einen Tick effizienter. In der zweiten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft, und dann macht Wehen das 2:1. Ich bin ein bisschen sprachlos. Ich weiß nicht mal, ob der Schuss reingegangen wäre, wenn er nicht abgefälscht worden wäre. Vielleicht waren wir in der Szene auch noch ein bisschen zu grün hinter den Ohren. Aber man hat gegen Stuttgart und Wehen gesehen: Das sind Mannschaften, die oben stehen, und wir waren zum Teil auf Augenhöhe oder besser. Ich denke deshalb, dass wir positiv aus diesem Spiel rausgehen werden. Wir haben eine gute Leistung gezeigt. Wenn wir noch das 2:1 schießen, haben wir alles richtig gemacht. So macht Wehen das Tor. Fußball ist eben nicht immer gerecht."

Stanislav Iljutcenko ärgerte sich, dass er und seine Mannschaft sich nicht belohnt haben. "Wir machen heute ein Superspiel, und dann ist der erste Torschuss von Wehen drin. Wir sind trotzdem selbstbewusst in die zweite Halbzeit gegangen und haben nur auf ein Tor gespielt. Dass wir dann noch das Tor kriegen ist bitter. Wir hätten heute mindestens einen Punkt mitnehmen müssen. Das wäre hochverdient gewesen. Jetzt gibt’s nur eins: Mund abwischen, weitermachen und nach vorn schauen."

Addy Menga, der Torschütze des einzigen Osnabrücker Treffers, blickte trotz der Enttäuschung über die Niederlage nach vorne. "Es war ein schönes Tor, aber wir haben leider verloren. Wir machen das 1:1 und wollten dann unbedingt weitermachen und haben nach vorne gespielt, und dann kriegst du so nen abgefälschten Ball. Das war einfach nur bitter. Wir sind alle geknickt, aber jetzt müssen wir nach vorne schauen, den Kopf wieder hoch nehmen und in Unterhaching drei Punkte holen."

David Pisot, sah seine Mannschaft im zweiten Durchgang am Drücker: "Wir waren in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und wir waren drauf und dran, selbst das 2:1 zu machen. Mit einem 1:1 hätte Wehen heute gut leben können. Das ist einfach bitter. Wir können außen die Flanke nicht verhindern, und dann kommt der Wehener in der 91. Minute aus 16 Metern zum Schuss – das darf uns nicht passieren. Das Tor war auf jeden Fall zu verteidigen, umso mehr sind wir jetzt enttäuscht. Wir brauchen mit Sicherheit einen Tag, um dieses Spiel zu verarbeiten, aber ab Donnerstag schauen wir nach vorn. Dann gilt unsere ganze Konzentration dem Spiel in Unterhaching. Wir müssen versuchen, nicht das Ergebnis von heute in den Vordergrund zu stellen, sondern uns auf die Leistung zu konzentrieren. Die war heute richtig gut, und das nehmen wir mit."

Diese 3. Liga News könnten Sie ebenfalls interessieren


Kommentare

Kommentar schreiben

(nicht öffentlich)

Kommentar zu dieser News

Zu dieser News sind noch keine Kommentare vorhanden!

WhatsApp Newsletter

Täglich die neusten News zur Liga im Newsletter:

zur Anmeldung

News suchen

Noch nicht die passende Infos gefunden? Durchschen Sie unsere News:

Suchbegriff: