VfB Lübeck: Erster virtueller Sponsoren-Talk

"Club der Hanseaten" kam erstmals in einem neuen Format zusammen.

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VfB Lübeck: Erster virtueller Sponsoren-Talk
Foto: VfB Lübeck
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Etwas anders als eigentlich üblich kamen der VfB Lübeck und die Mitglieder im "Club der Hanseaten" jetzt zusammen. Da aufgrund der Corona-Pandemie die regelmäßigen und beliebten Sponsorenabende in dieser Saison bislang nicht stattfinden konnten und auch andere Aktivitäten, die angedacht waren (zum Beispiel gemeinsame Auswärtsreisen, unter anderem mit "Lübeck Air"), ausfallen mussten, hatte das Team um VfB-Marketingleiter Sven Theißen zu einem virtuellen Informationstalk geladen. Wie sonst bei den derzeit auch virtuell durchgeführten Pressekonferenzen vor und nach den Spielen kamen die Sponsoren und die Vereinsführung über die Video-Plattform Zoom zusammen. Knapp 50 der insgesamt 122 Mitglieder im "Club der Hanseaten" waren der Einladung gefolgt. Präsentiert wurde die Veranstaltung Ärmelsponsor des VfB Lübeck.

Unter der Leitung von Pressesprecher Christian Jessen als Moderator referierten der Vorstandsvorsitzende Thomas Schikorra, Marketingleiter Sven Theißen und Sportdirektor Rocco Leeser über aktuelle Entwicklungen im Verein und stellten sich den Fragen, die die Sponsoren entweder zuvor eingereicht oder auch live über die Chat-Funktion gestellt hatten.

Im Mittelpunkt der Ausführungen von Thomas Schikorra stand die aktuelle Gesamtentwicklung des Vereins. Dies ging von den infrastrukturellen Maßnahmen, die den VfB selbst im Abstiegsfall gestärkt aus der 3. Liga hervorgehen ließen, über die allgemeine finanzielle Lage, die angesichts der fehlenden Zuschauereinnahmen und der corona-bedingten Kosten zu Einsparungen in der kommenden Saison führen wird, bis hin zu mittelfristigen Themen der grundsätzlichen Finanzierung eines Profivereins, wobei als eine Option auch eine mögliche Ausgliederung der Profi-Abteilung zur Sprache kam.

Marketingleiter Sven Theißen bedankte sich vor allem bei den Sponsoren für die Treue im abgelaufenen Jahr. Er berichtete unter anderem über die sehr positiven Mediendaten, die der DFB für den ersten Teil der Saison unlängst den Vereinen übermittelt hatte und nach denen der VfB Lübeck in diversen werberelevanten Kriterien besser abschnitt als zahlreiche etablierte Profivereine. Für die kommende Saison berichtete Theißen von "zahlreichen positiven Gesprächen". Aufgrund der regionalen Zusammensetzung des Unterstützerkreises werden wohl die meisten Sponsoren unabhängig von der Spielklasse an Bord bleiben.

Den Abschluss des Abends bildete der sportliche Teil, über den Sportdirektor Rocco Leeser sprach. Er beleuchtete kurz den wechselhaften Verlauf der Saison, vor der auch angesichts eines relativ schmalen Etats mit dem Kampf gegen den Abstieg zu rechnen gewesen sei. Er benannte besonders die ersten Saisonspiele, in denen zu fußballerisch guten Leistungen eine gewisse Naivität und zu viele individuelle Fehler gekommen waren, sowie eine längere Phase im Winter, als das Team kaum Torgefahr ausgestrahlt hatte, als "negative Entwicklungen". Dem gegenüber standen nach seinen Ausführungen aber eine positive Entwicklung im Herbst und auch aktuell. Derzeit präsentiert sich das Team auf Augenhöhe mit den Gegnern, auch wenn bisher nicht genügend Siege zu Buche stehen, um die Situation im Abstiegskampf nachhaltig zu verbessern.

Mit Blick auf die kommende Saison ordnete der VfB-Sportdirektor ein, dass derzeit aufgrund der vielen Unwägbarkeiten (Zuschauerplanung, Spielklasse) der Etat noch nicht vollständig fixiert sei. Auf jeden Fall sei aber ein Umbruch im Kader zu erwarten, der im Abstiegsfall noch etwas größer ausfallen dürfte. Ziel wäre in diesem Fall, bis zum Jahr 2023 - wenn die Regionalliga Nord wieder einen Direktaufsteiger stellt - die Rückkehr in die 3. Liga anzupeilen. Nach gut 90 Minuten und üppiger "Nachspielzeit" endete die Veranstaltung.

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