Wacker Burghausen desaströs - 1:4 gegen die Stuttgarter Kickers - Spielbericht

Der SV Wacker Burghausen ist am Tiefpunkt angekommen. Mit einer nicht einmal regionalligawürdigen Leistung gegen schwache Degerlocher gab es eine bittere Niederlage. Die Kickers hingegen schöpfen wieder Mut im Rennen um den Klassenerhalt.

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Ergebnis: 1 - 4
Nach den erschrecken schwachen Auftritten der letzten Zeit wollte Burghausen gegen die Kickers wieder triumphieren. Um dies zu bewerkstelligen nahm der schwer in der Kritik stehende Trainer Georgi Donkov drei Änderungen an der Startelf im Vergleich zum trostlosen 0:0 gegen den Halleschen FC vor.

Massimo Morales, der neue Mann an der Seitenlinie bei den Stuttgarter Kickers, zog aus dem verpatzten Einstand beim 0:1 zuhause gegen Erfurt seine Konsequenzen und nahm ebenfalls drei Änderungen vor. Marchese und Savranlioglu starteten für Köpf, Dicklhuber und Engelbrecht von Beginn an.

Beide Mannschaften begannen sehr verhalten und waren vorerst auf eine sichere Defensive bedacht. Zwar versuchte Burghausen das Spiel zu machen, doch qualitativ war es der Donkov-Elf nicht möglich, Gefahr aus zu strahlen. Viele ungenaue Pässe und ein schwaches Zweikampfverhalten der Salzachstädter machte einen guten Spielfluss erneut zu Nichte. Die Kickers hingegen wollten auf keinen Fall in Rückstand geraten.

Die ersten 25 Minuten waren mehr als ereignisarm und es schien, als würde es das erwartete zerfahrene Spiel werden. Burghausen schaffte es allerdings, den Gegner weit weg vom eigenen Tor zu halten. Nach einem Eckball in der 27. Minute wurde es dann erstmals richtig gefährlich. Routinier Schmidt, der mit dem SVW bereits in der 2. Bundesliga spielte, brachte diesen herein und fand Eberlein, dessen Versuch jedoch von der Querlatte zurück ins Feld flog. Dann hatte Maximilian Thiel an der Strafraumgrenze die Nachschusschance, wurde jedoch unsanft zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter hatte den Ball bereits freigegeben, als Güvenc, der Mann im Tor der Stuttgarter Kickers noch außerhalb des Tores war. Schmidt überriss schnell und wollte den Ball mit Gefühl in das Leere Tor buchsieren. Doch die Mauer lenkte den Ball zur Ecke. Immer noch während der gleichen Situation ging Burghausen dann mit 1:0 in Führung. Den Eckstoss brachte Burkhardt an den Fünfmeterraum, wo Cinar völlig frei zum ersten Treffer der Oberbayern nach drei torlosen Spielen einnicken konnte.

Burghausen war nun das klar bessere Team und konnte sich auch in einige gute Situationen bringen, die aber, wie immer in der jüngeren Vergangenheit, nicht konsequent und gut genug zu Ende gespielt wurden. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Burghausen noch eine Ecke. Diese wurde allerdings entschärft und die Degerlocher versuchten es mit einem Konter. Im Strafraum kam es dann zu einem unübersichtlichen Gewühl, durch welches ein Pfiff des Schiedsrichters erfolgte. Es gab Elfmeter für die Gäste wegen eines Handspiels von Burghausens Innenverteidiger Aupperle. Marchese, der Kapitän der Kickers, legte sich den Ball zurecht und verwandelte diese Chance sicher zum 1:1. René Vollath, der Mann zwischen den Pfosten des Burghauser Tores hatte die Ecke zwar geahnt, doch der Schuss des Italieners war zu präzise und zu scharf.

Die Gäste erwischten den besseren Start in Durchgang zwei. Burghausen schien durch den Gegentreffer völlig von der Rolle und schaffte es nicht, Pässe über 5 Meter an den eigenen Mann zu bringen. Folgerichtig fiel dann in der 53. Minute das 2:1 für die Gäste. Nachdem die Abwehr der Gastgeber den Ball nicht entscheidend klärte, konnten die Kickers frei eine Flanke schlagen, die Marco Grüttner, komplett freistehend zur Führung einnetzen konnte.

Burghausens Trainer, Georgi Donkov, reagierte sofort und brachte mit Senesie einen zweiten Stürmer für den jungen Maurice Müller, der erneut eine mehr als schwache Leistung zeigte. Und drei Minuten später hätte sich dieser Wechsel beinahe gelohnt. Eberlein schickte den neu eingewechselten Offensivakteur steil, der aus spitzem Winkel Güvenc überwand, doch der Ball ging um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei.

Doch das war es dann auch schon von der "großen Aufholjagd" der Hausherren. Stuttgart stellte hinten zu und machte den Oberbayern das Leben schwer. Burghausen fehlten einfach die Durchschlagskraft und die zündende Idee. Immer wieder mussten die Grenzstädter neu aufbauen, da zu wenig Bewegung in der Offensive war.

Die Kickers, die wirklich keine gute Leistung ablieferten, zeichneten sich durch kaltschäuzigkeit aus. In der 75. Minute erhöhte Grüttner mit seinem 2. Treffer an diesem Nachmittag zum 1:3. Nach einem Querpass der durch den kompletten Strafraum lief, musste der Toptorjäger, der in der nächsten Saison für den Stadtrivalen VfB Stuttgart II auflaufen wird, nur noch den Fuß hinhalten.

In der 85. Minute zeigte sich dann, warum Burghausen in den letzten Spielen kaum Tore erzielt hat. Alexander Eberlein schlug einen langen Pass an den Sechzehnmeterraum auf Felix Luz, der völlig frei vor Güvenc auftachte. Er legte sich den Ball noch einmal vor und schloss 9 Meter vor dem Tor ab. Sein Versuch jagte jedoch kläglich über das Gästetor hinweg.

Kurz vor dem Abpfiff machten die Gäste aus Schwaben die Blamage für den SV Wacker perfekt. Wieder war es Grüttner, der nach einem wahrlosen Durcheinander in der Innenverteidigung der Hausherren die Situation als Erster erkannte und zum 1:4 Endstand verwandelte.

Burghausen verliert somit klar und auf Grund dieser desolaten Leistung auch in der Höhe völlig verdient mit 1:4 gegen den SV Stuttgarter Kickers. Die Kritik an der Vereinsführung, dem Trainer und dem Stürmer Felix Luz wird nun in der Salzachstadt noch lauter werden.

Stimmen zum Spiel folgen.


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