Vorbericht Offenbacher Kickers – VfL Osnabrück

Kann der VfL Osnabrück auch am Bieberer Berg bestehen?

Das Spiel zwischen den Offenbacher Kickers und dem VfL Osnabrück am kommenden Samstag ab 14 Uhr lässt die Fußballliebhaber mit der Zunge schnalzen, denn beide Vereine haben aufgrund ihrer Historie ein gewaltiges Attraktivitätspotential und spielen einen leidenschaftlichen Offensivfußball, der von schönen Kombinationen geprägt ist. Wie bei einigen Traditionsvereinen in der 3. Liga sind jedoch bei beiden Vereinen erhebliche Finanzsorgen aufgetreten. Besonders akut ist diese Problematik beim Gast aus Osnabrück, wo einzig durch eine finanzielle Unterstützung durch den Stadtrat die drohende Insolvenz abgewendet werden konnte.

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Ausgangssituation:
Der hessische Kultklub aus Offenbach, der mit dem DFB-Pokalsieg 1970 den größten Erfolg in seiner abwechslungsreichen Historie feiern konnte. Derzeit belegt das Team von Trainer Arie van Lent den 11. Tabellenplatz und hat 26 Punkte bei einem Torverhältnis von 29:24 Treffern. Der Abstand von sieben Zählern auf einen Abstiegsplatz und stattlichen 14 Punkten auf den Relegationsplatz, der für die Aufstiegsspiele berechtigen würde, lässt auch in der nächsten Spielzeit die Drittklassigkeit am Bieberer Berg prophezeien. Die Ansprüche vor Saisonbeginn waren sicherlich Richtung Zweitliga-Aufstieg ausgerichtet. Nach einem guten Saisonstart präsentierte sich das Team aus Offenbach jedoch zuletzt zu wechselhaft, um ernsthaft im Aufstiegskampf mitmischen zu können. Ein solider Mittelfeldplatz solle realistisch sein. Zuletzt musste der OFC drei Niederlagen in Serie hinnehmen. Beim letzten Vergleich in Offenbach gab es jedoch für das van Lent-Team einen souveränen 3:0-Sieg.
Ein wenig anders gestaltet sich die Situation beim niedersächsischen Gast aus Osnabrück, der von der Tabellenspitze grüßt und den Aufstieg als erklärtes Ziel ausgegeben hat. Mit stolzen 44 Punkten und einem formidablen Torverhältnis von 31:13 stellt das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz derzeit das Nonplusultra in der 3. Liga. In die Winterpause wird der populäre Verein als Topfavorit auf den Aufstieg gehen, da die Mannschaft in allen Mannschaftsteilen seine Klasse hinlänglich demonstrieren konnte. Auch die Finanzsorgen scheinen vorerst geregelt zu sein, sodass die volle Konzentration auf das gesteckte Ziel Aufstieg ausgerichtet sein kann.

Arie van Lent sieht trotz der offensichtlichen Favoritensituation für den Gast eine Chance dennoch gewinnen zu können. Denn die Vergangenheit hat gelehrt, dass sich seine Mannschaft gegen Spitzenteams nicht allzu schwer tut, wie er auch auf der vereinseigenen Homepage unlängst erklärt hat: „Ich glaube, es ist ein Vorteil, dass wir wieder gegen eine Mannschaft spielen, die oben in der Tabelle steht. In diesen Spielen haben wir auch in der Vergangenheit oft gut ausgesehen“, so der Niederländer, der hinzufügt: „Wir haben uns leichter getan, wenn wir nicht der Favorit waren.“ Durch die Spielabsage in Stuttgart musste der OFC nun schon fast zwei Wochen auf ein Ligaspiel warten, während der VfL durch ein klares 3:0 über den 1. FC Saarbrücken reichlich Selbstvertrauen tanken konnte. Das klare Ziel der Kickers ist es nun, dass mit einem Dreier im letzten Heimspiel des Jahres genügend Kraft für das DFB-Pokalachtelfinale gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf gesammelt werden kann. Daher ist die Forderung durch van Lent deutlich, der sagt: „Wir stehen vor der gleichen Situation wie am letzten Wochenende. Wir wollen ein positives Ergebnis gegen Osnabrück erzielen. Dafür müssen wir uns in allen Bereichen steigern. Erfreulich die Nachrichtenlage rund um Andre Hahn. Am Dienstag konnte der talentierte Mittelfeldspieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, nachdem er mehrere Wochen wegen einer Knieverletzung aussetzen muss. Sein Trainer erklärt dazu: „Er könnte spielen, wenn der Trainer ihn aufstellt.“ Als sicher gilt hingegen, dass Routinier Sead Mehic nach seinem Reservistendasein wieder in die Startformation zurückkehren wird.

Der Gast aus Osnabrück musste in den letzten Tagen einige bange Momente überstehen, da die beiden Innenverteidiger Martin Hudec und Timo Beermann bei einem Kopfballduell im Training zusammengestoßen sind und daraufhin in die Notfallaufnahme des Klinikums Osnabrück gebracht werden mussten. Beide klagten über Verletzungen im Kopfbereich. Die eingeleiteten Untersuchungen und Röntgenaufnahmen, die daraufhin durchgeführt worden sind, haben bei Hudec eine Stauchung der Halswirbelsäure festgestellt, wobei zum Glück kein knöcherner Befund erkannt worden ist. Klar ist, dass der 30-jährige Abwehrmann aus Tschechien im Spiel bei den Kickers definitiv fehlen wird.
Dem jungen Defensivtalent Timo Beermann wurde vorerst absolute Ruhe verordnet. Ob er bei den Kickers eingesetzt werden kann, wird sich voraussichtlich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. Beide Kicker konnten nach kurzer Zeit das Hospital wieder verlassen, um ihre Verletzungen mithilfe der Osnabrücker Ärzte auszukurieren.

Aufstellung:
Der Gastgeber aus Offenbach wird wahrscheinlich mit folgender Aufstellung auflaufen:
Wulnikowski - Ahlschwede, Husterer, Stadel, Stein - Reinhardt, Feldhahn, Mehic, Bäcker - Fetsch - Vogler

Christopher Lamprecht und Kai Hesse werden nach ihrer Knieoperation noch fehlen.

Der Gast aus Osnabrück wird sich nach heutigem Stand für diese Aufstellung entscheiden:
Riemann - N. Fischer, Pisot, Se. Neumann, Krük - Staffeldt, Costa - Piossek, Glockner, Manno - Zoller

Trainer Wollitz muss auf einige Leistungsträger verzichten. Neben den bereits erwähnten Beermann und Hudec wird auch der junge Niederländer Thijs Bouma ebenso wegen Trainingsrückstand nicht zur Verfügung stehen, wie Paul Thomik und Niels Hansen. Mittelfeldspieler Massimilan Porcelle befindet sich noch in der Reha.

Fazit:
Trotz der erheblichen Verletzungsprobleme wird der VfL Osnabrück in dieses Spiel als klarer Favorit gehen. Offenbach jedoch wehrt sich in diesem äußerst intensiven Spiel und kann sich durch die gut erholte Offensive ein verdientes 2:2-Unentschieden sichern.

Quelle: ofc.de

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