Vorbericht Karlsruher SC gegen Alemannia Aachen: Tradition allein genügt nicht im Duell der Absteiger

Das Spiel des Karlsruher SC gegen Alemannia Aachen war in der vergangenen Saison noch ein traditionsreiches Zweitligaduell. Nun sind die beiden populären Vereine in der Drittklassigkeit angelangt und kämpfen um den direkten Wiederaufstieg. Beide ehemaligen Bundesligisten können die enorme Schuldenlast in der 3.Liga nur schwer abbauen. Auch die Kader der beiden Kontrahenten besitzen absolutes Zweitliga-Niveau. Es ist davon auszugehen, dass der Karlsruher Wildpark mit rund 15.000 Zuschauern ordentlich gefüllt sein wird.

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Die Ausgangslage:
Beide Teams sind hochambitioniert in die neue Serie gestartet. Der KSC befindet sich auf dem Abstiegsplatz 18 und hat in fünf Spielen drei Unentschieden und zwei Niederlagen erzielt. Für die hohen Ansprüche des ehemaligen Europacup-Starters ist dieser Saisonstart deutlich zu wenig. Im DFB-Pokal gegen den favorisierten Hamburger SV konnte immerhin in einem berauschenden Spiel mit 4:2 gewonnen werden, sodass die Euphorie neu aufgekeimt ist. Nun sollen die nächsten Spiele dazu dienlich sein, dass mit einer Sieges-Serie ein Vorrücken an die vorderen Tabellenplätze stattfindet. Trainer Markus Kauczinski muss auf Dulleck, Bölster und Brandstetter, sowie dem gesperrten Leistungsträger Stoll verzichten. Aachen bedauert den Verlust des kniegeschädigten Aimen Demai, der bis zum Spitzenspiel nicht mehr fit werden kann. Wahrscheinlich wird der Deutsch-Tunesier für längere Zeit sogar ausfallen. Deshalb ist die Motivation auch groß, wie Danny Blum demonstriert, der vom kicker zitiert wird mit den Worten: „Man hat gesehen, dass wir zusammenwachsen. Jetzt muss gegen Aachen der erste Dreier in der Liga her.“
Bei Alemannia Aachen gestaltet sich die Situation ein wenig anders. Die Ansprüche vor der laufenden Serie waren ähnlich hoch wie im Badischen. Dennoch konnte man mit dem 7. Tabellenplatz immerhin Kontakt zu den relevanten Aufstiegsplätzen halten. Mit zwei Siegen, zwei Remis und einer Niederlage, die beim letzten Heimspiel gegen die Offenbacher Kickers (1:3) kassiert worden ist, gibt es die Möglichkeit mit mehreren Siegen sich Richtung direkter Aufstiegsplatz zu positionieren. Es wird jedoch abzuwarten sein, wie das letztlich unglückliche Ausscheiden im DFB-Pokal verkraftet werden kann. Gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach wurde mit 0:2 am heimischen Tivoli verloren.

Mannschaftsvergleich:
Torhüter: Vorteil Karlsruhe
Im Tor verfügt der Gastgeber aus Karlsruhe mit Dirk Orlishausen einen Keeper, der sportlich und mental für die sich neu findende KSC-Mannschaft eine enorm große Bedeutung besitzt. Sechs Gegentore hat der 30-Jährige schon kassieren müssen. Für einen Verein, welches auf einem Abstiegsplatz steht, ist die Anzahl der Gegentor absolut in Ordnung. Gegen den Hamburger SV im Pokal hat er sensationell gehalten und sorgte mit seiner Ruhe, aber auch dem notwendigen Können dafür, dass die Defensive sicher gestanden hat. Tim Krumpen hat in fünf Begegnungen schon acht Gegentore hinnehmen müssen. Dies ist eindeutig zu viel, möchte man aus einer sicheren Defensive die Spiele angehen, um so auch das notwendige Selbstbewusstsein zu entwickeln, dass in der Offensive ein wenig Risiko in Form von schnellem, direkten Spiel gezeigt werden kann.Insgesamt ist der KSC.Keeper stärker, da er über eine größere Erfahrung in dieser Spielklasse verfügt und bisher sich als Stabilisator erweist.

Abwehr: Vorteil Aachen
Die Defensive ist bei beiden Mannschaften sehr gut besetzt. Letztlich wird auch hier die Tagesform entscheidend sein. Beide Teams haben sich für eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten in der Viererkette entschieden. Zumindest auf dem Papier haben die KSC.Defensivkünstler zumindest zwei Gegentore weniger kassiert. Dennoch muss konstatiert werden, dass mit dem Führungsspieler Martin Stoll eine absolute Korsettstange beim Gastgeber ausfällt. Ihn zu ersetzen, wird wahrlich nicht leicht sein. Bei der Alemannia spielt bisher Seyi Olajengbesi eine absolut überragende Saison und kann diese Sicherheit auch auf den jungen Erb übertragen, der von Spiel zu Spiel stärker zu werden scheint.

Mittelfeld: Vorteil Aachen
Ohne Zweifel ist das Mittelfeld des Karlsruher SC das absolute Prunkstück. Mit den Technikern Calhanoglu und Alibaz und dem äußerst begabten Blum gibt es Akteure, die das Spiel lenken können. Auch der Routinier Haas kann das technisch ansprechende Spiel mit seinen Fähigkeiten absolut bereichern. Letztlich wird das Mittelfelddie Leistung aus dem Hamburg-Spiel zeigen müssen. Wenn dies der Fall ist und das Quartett die spielerischen und taktischen Maßgaben einhalten, kann dies spielentscheidend sein.
Alemannia Aachen steht dem KSC im Mittelfeld in Nichts nach. Auch hier kann der TSV absolute Zweitligareife demonstrieren, denn mit Akteuren wie Streit, Rösler, Heller oder auch der Dribbler Kefkir gibt es zahlreiche Akteure, die ein Spiel durch eine Einzelaktion entscheiden können. Nicht zu vergessen der fleißige Brauer, der an der Seite vom erfahrenen Streit seine Stärke demonstrieren kann. Aachen präsentiert sich im Mittelfeld als spielstark und hat Spieler, die ein Spiel allein entscheiden können

Sturm: Vorteil Aachen
Auch wenn im DFB-Pokal zuletzt die beiden Angreifer Soriano und van der Biezen absolut überzeugend auftraten, so haben die letzten Spiele in der Liga nicht gerade demonstrieren können, dass der KSC im Sturm über zwei echte Goalgetter verfügt. Anders verhält sich dies schon bei Alemannia Aachen und Timmy Thiele, der zuletzt in der Liga mit zwei schönen Treffern aufwarten konnte und noch deutliches Steigerungspotential besitzt. Thiele ist laufstark, technisch gut und hat ein hohes Spielverständnis. Möglicherweise kann der Youngster dieses enge Spiel für die Alemannia entscheiden.

Karlsruhe SC : Alemannia Aachen 1:2
Prognose:
Es wird ein interessantes Spiel auf Augenhöhe werden. Beide Teams suchen
den Sieg, den sich Aachen letztlich durch mehr Konsequenz im Abschluss verdient. Besonders die erfahrenen Rösler und Streit treiben ihre Mannschaft immer wieder nach vorne und versorgen die schnellen Heller und Kefkir mit klugen Zuspielen. Beim KSC wird sich der Ausfall von Stoll bemerkbar machen.

Voraussichtliche Aufstellung:
Karlsruhe: Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe - Alibaz, Steffen Haas, Calhanoglu, D. Blum - Soriano, van der Biezen
Aachen: Krumpen - Schwertfeger, Olajengbesi, Erb, Baumgärtel - Streit, Brauer - Heller, Rösler, Kefkir - Thiele

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