Vorbericht 1. FC Heidenheim – 1. FC Saarbrücken

Heidenheim und Saarbrücken wollen ihre letzte Aufstiegschance nutzen

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Vorbericht 1. FC Heidenheim – 1. FC Saarbrücken
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Ausgangslage: Das Südwestderby zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem 1. FC Saarbrücken wird allein schon aufgrund der hohen Anspruchshaltung der beiden populären Vereine für eine gewisse Brisanz sorgen, aber auch die Tabellenkonstellation zwischen den beiden Mittelfeldteams der 3. Liga entbehrt nicht einer gewissen Spannung. Der Gastgeber aus Heidenheim möchte mit einem Heimsieg wieder den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen aufnehmen, während der FCS durch einen Auswärtssieg in der Heidenheimer Voith-Arena bis auf einen Zähler an das Team von der Schwäbischen Alb heranrücken kann.

Formkurve: Nachdem das Team von Trainer Frank Schmidt einen guten Saisonstart hingelegt hat und sich an die Aufstiegsplätze heranpirschen konnte, ist zuletzt ein klarer Abwärtstrend zu erkennen gewesen. Die Niederlagen gegen die Aufstiegsaspiranten aus Osnabrück und Bielefeld waren zwar bitter, aber verständlich, da vielleicht in den Spielen gegen die beiden Traditionsteams die gegnerische Klasse in spielerischer und individueller Sicht für die letztlich verdienten Niederlagen führte. Das Remis gegen den Abstiegskandidaten aus Aachen und vor allem die Auswärtsniederlage gegen Borussia Dortmund sind als äußerst schmerzhaft zu erkennen, da in diesen beiden Spielen sechs Punkte fast schon eingeplant gewesen sind. Nun muss gegen das auswärtsstarke Team aus Saarbrücken in der heimischen Arena unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis gelingen, damit der Aufstieg nicht unrealistisch erscheint.

Beim Gast aus Saarbrücken verliefen die letzten Spieltage eher durchwachsen. Während die Spiele gegen die Abstiegskandidaten aus Darmstadt und Babelsberg gewonnen werden konnten, mussten Niederlagen gegen Chemnitz und Rostock und Punkteteilungen gegen Mannschaften wie Münster und Wehen Wiesbaden hingenommen werden. Es fehlt spürbar die Konstanz beim Bundesliga-Gründungsmitglied, der insgeheim auf den Zweitliga-Aufstieg hofft, aber realistisch einzuschätzen weiß, dass für diese Zielsetzung eine Siegesserie die Bedingung erscheint. Mit einem Auswärtssieg in Heidenheim möchte das Luginger-Team den Aufstiegsplätzen zumindest wieder ein wenig näher kommen.

Stärken/Schwächen: Offensiv präsentiert sich Heidenheim sehr abschlussstark und konnte bereits 28 Treffer erzielen. Auch die Qualität im Kader bewegt sich auf einem sehr guten Niveau, da etliche Spieler mit Bundesligaerfahrung oder mindestens Zweitligaerfahrung dem Kader angehören. Allerdings haperte es vor allem zuletzt mit der effektiven Umsetzung auf dem Platz, da Konzentrationsfehler in der Abwehr und ein Spielaufbau, welcher zu leicht zu durchschauen die spielerische Qualität der Schwaben deutlich beeinträchtigt haben. Hinzu kommt die mentale Komponente, da die letzten Begegnungen das Selbstvertrauen nicht gerade haben exorbitant anwachsen lassen. Ganz Heidenheim hofft mit einem Sieg gegen Saarbrücken auf die sportliche Wende.
Beim Gegner aus Saarbrücken wird richtige Auswärtsstärke demonstriert. Allerdings fehlt häufig in den Heimspielen die Dominanz und zuweilen auch die Qualität, um tief stehende Gegner überwinden zu können. Auswärts können die Saarländer mit ihren schnellen Leuten auf Konter setzen und gehören in den fremden Stadien zu einem der stärksten Teams der gesamten Spielklasse. Ein großes Manko ist aber die Abwehr, welche mit einer stattlichen Anzahl von 29 Gegentoren in gerade einmal 19 Spielen sich als sehr löchrig präsentiert, weshalb sich Abwehrmann Marc Lerandy im Gespräch mit der „Saarbrücker Zeitung“ zu der Aussage animieren lässt: „Natürlich sind 29 Gegentore zu viel“, und versucht seine Defensivkollegen ein wenig in Schutz zu nehmen, wenn er sagt: „Jetzt aber alles auf die Abwehr zu schieben, ist genauso falsch, wie bei Toren alleine den Sturm zu bejubeln.“ Selbstbewusstsein demonstriert er auch verbal wenn er sich vor die Mannschaft stelle, „wenn Schläge von außen einprasseln. Die Innenverteidigung hat auch im Vorjahr so gespielt. Rechts und links haben wir gute Leute dazubekommen, die Jungs hintendran machen Druck. Dass wir trotzdem zu viele Tore kassieren, diesen Schuh ziehe ich mir als Abwehrchef an“.
Als weiteres Problem hat sich herausgestellt, dass die eigenen Fans zunehmend kritischer die Aktionen ihrer Kicker bewerten. Auch hierzu hat Lerandy eine Meinung: „Es war keine große Sache. Nach dem 0:2 kamen halt einige dumme Rufe und ich habe nur einmal gefragt, ob man so seine Mannschaft anfeuert. Wir sind alle ein Verein. Auch ich bin jetzt schon lange da und mir liegt der FCS sehr am Herzen.“ Letztlich kann er keinen klaren Fehler benennen, wie er offen zugeben muss: „Wenn man einen Spieler fragt, woran es denn liegt, ist es einfach schwer zu beantworten, weil ja keiner absichtlich Fehler macht. Jeder arbeitet daran, seine Fehler abzustellen. Und darum bin ich sicher, dass wir auch wieder schönere Tage haben werden.“

Personal: Der 1. FC Heidenheim agiert in einem 4-4-2-System, in dem Sabanov im Tor steht, Göhlert und Tausendpfund das Vertrauen in der Innenverteidigung erhalten, Malura die rechte Außenposition besetzt, während Feistle auf der Linksverteidigerposition agiert. Die Mittelfeldreihe besteht aus den technisch starken Spielern wie Strauß Schittenhhelm, Titsch-Rivero und dem spielbestimmenden Schnatterer. Im Angriff erhalten diesmal Sailer und Thurk eine Bewährungschance. Trainer Schmidt muss auf einige Akteure verzichten. So fällt Wittek wegen eines Muskelbündelrisses aus, während sich Sauter einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Groß plagt sich mit einer schmerzhaften Schambeinverletzung herum. Langzeitverletzt ist der kreuzbandgeschädigte Spann und der im Aufbautraining befindliche Mayer.

Beim Gast aus Saarbrücken steht Müller im Tor. Trainer Luginger hat sich für ein 4-2-3-1-System entschieden, indem Kruse und Lerandy die Innenverteidigung bilden und Jüllich und Straith die defensiven Außenpositionen besetzten. Für die defensive Stabilität auf der Doppelsechs sorgen Pazurek und Maek. In der kreativen, offensiven Dreierreihe erhalten Kohler, Sökler und Stiefler eine Chance, während Ziemer den einzigen Stürmer bildet.
Einzig Pellowski, der sich ebenso im Aufbautraining nach einer Achillessehnen-Op befindet, wie Dausend, der sich derzeit von einer Schambeinentzündung erholen muss.

Quelle: saarbruecker-zeitung.de


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