VfL Osnabrück: Was passierte wirklich im Konflikt zwischen Fans und Polizei`?

Auch weiterhin sind die teils heftigen Konfrontationen mit der Polizei beim Derby in Münster ein großes Gesprächsthema bei den Osnabrück-Anhängern. So hat VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ganz klar zum Ausdruck bringen können, dass viele Zeugenaussagen gesammelt werden sollen. Der Verein hat den Anhängern ihre volle Unterstützung zugesagt.

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VfL Osnabrück: Was passierte wirklich im Konflikt zwischen Fans und Polizei`?
Foto: VfL Osnabrück
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Was stimmt im Konflikt zwischen Polizei und Anhängern

Unterdessen ist nun bekannt geworden, dass die zuständige Polizei die Einschätzung nicht teilen konnte, dass die Sicherheitskräfte ein zu aggressives Vorgehen gegenüber den VfL-Anhängern auf dem Bahnhofsvorplatz angewendet hätten. Keine Bestätigung konnte erfolgen, dass einige Polizisten die Anhänger in den Bahnhof geleitet haben, während wiederum andere Polizisten diese wiederum zurückgedrängt haben. Die Bundespolizei wollte dies „nicht bestätigen“, so meldete sich ein Sprecher zu Wort. Auch die Landespolizei konnte keine Bestätigung erteilen.

„Als Verein unterstützen wir diese Initiative ausdrücklich“

Es ist nicht das erste Mal der Fall, dass sich die Osnabrücker-Anhänger mit der Polizei nicht einig sind. Nun sollen weitere Erfahrungsberichte dafür sorgen, dass ein wenig Klarheit in die komplizierte Sachlage Einzug halten kann: „Als Verein unterstützen wir diese Initiative ausdrücklich.“ Bis dieses jedoch realisiert werden kann, wrd es noch einige Tage dauern. Es wird zwischen dem VfL Osnabrück und den Behörden noch einige weitere Gespräche geben. So ist etwa auch völlig unklar, wie es denn sein kann, dass sich ein Zaun im Stadion auf einer Länge von 15 Metern lösen kann. Auch die eigenen Anhänger seien über diese offensichtlichen Baumängel erheblich irritiert gewesen. Fast schon peinlich ist hingegen der Einsatz von Pyrotechnik in beiden Fanblöcken vor dem Anpfiff gewesen. Der finanzschwache Verein muss nun mit einer Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund rechnen.

Polizeisprecher versucht für Klarheit zu sorgen

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet über den diffizilen Sachverhalt wie folgt: „In all ihren Details werden sich die Geschehnisse auf dem Vorplatz des Münsteraner Bahnhofs nicht aufklären lassen, aber Bundes- und Landespolizei hatten zwei Tage nach dem Derby am Montag zumindest ein paar weitere Erkenntnisse. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, seien zur fraglichen Zeit am Samstag gegen kurz nach 17 Uhr vier vorläufig Festgenommene aus dem Bahnhof gebracht worden, die im Personentunnel Widerstand gegen Bundespolizisten geleistet und dabei einen Beamten an der Hand verletzt hatten. Dadurch könne möglicherweise der falsche Eindruck entstanden sein, dass Sicherheitskräfte Menschen aus dem Bahnhofsgebäude herausdrängen würden,“ so sagt es ein Sprecher der Bundespolizei. Es ist jedoch nicht der Fall gewesen, dass die ankommende Fangruppe von „den Kollegen aus dem Bahnhof zurückgedrängt worden sind.“

„Die polizeilichen Maßnahmen sind nicht grundlos getroffen worden“

Immerhin hat nun die Landespolizei ehrlich einräumen können, dass es zu einigen Unstimmigkeiten zwischen Polizisten und Anhängern gekommen ist. So haben sich die mit dem Zug fahrenden Anhänger nicht den sofortigen Weg in den Zug angetreten. So wollten einige Fans den offiziellen Anweisungen der Polizei nicht Folge leisten. Eine Sprecherin versucht sich zu erklären: „Die polizeilichen Maßnahmen sind nicht grundlos getroffen worden.“ Auch hat die Polizei bereits im Vorlauf diese Konsequenzen angekündigt und habe „nicht aus heiterem Himmel“ agiert. Sie fügt hinzu: „Die Ursachen für den Einsatz sind von Fans gesetzt worden und nicht von der Polizei.“ Immerhin kann sie einräumen, dass auch Unbeteiligte geschubst worden sein könnte.

Einige Verfahren wurden gegen VfL-Fans eingeleitet

So hat die Bundespolizei immerhin auch Ohrenbeschwerden bei zwei Fahrrad-Touristen festgestellt. Über gleiche Symptome hatten auch 16 Polizisten der Unterstützungseinheiten aus Duderstadt und Blumberg geklagt. So haben sie sich auf dem Münsteraner-Bahnhof aufgehalten, als aus der Fanmenge ein Böller geflogen ist, der zwischen Bahnsteig und Zug explodiert. Der Täter ist noch unklar. Ein Polizeibeamter hat sich bereits in einer Klinik behandeln lassen müssen. Auf den Böllerwerfer wartet nun ein Verfahren in einem besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs sowie wegen gefährlicher Körperverletzung und einem Vergehen nach dem Sprengstoffgesetz. Zudem sind noch einige Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Vermummungsverbot verantworten. 36 Strafverfahren wurden unter anderem wegen Landfriedensbruch und Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz und das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet worden.

Quelle: noz.de

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