VfB Stuttgart II und Erfurt trennen sich 2:2 - Spielbericht

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat den Sprung zurück in die Verfolgergruppe auf die Spitzenplätze verpasst und kam durch einen späten Gegentreffer nur zu einem Unentschieden gegen die Zweitbesetzung des VfB Stuttgart, der durch das Last-Minute-Tor von Stürmer Marco Grüttner einen Punkt einfahren konnte. Die Schwaben sind mittlerweile seit fünf Spielen sieglos, haben allerdings zum Ende des Jahres immerhin fünf Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und stehen auf Rang 15. Erfurt musste nach dem Befreiungsschlag gegen Hansa Rostock wieder einen Rückschlag hinnehmen.

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VfB Stuttgart II und Erfurt trennen sich 2:2 - Spielbericht
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Ergebnis: 2 - 2 (1:2)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Jürgen Kramny, der Cheftrainer der jungen Wilden des VfB, nahm nach dem 0:1 in Münster zwei Umstellungen an seiner Startaufstellung vor und brachte Kiesewetter und Eisele für Wanitzek und Tashchy.

Auf der Gegenseite verzichtete Erfurt-Trainer Kogler nach dem 4:1 Sieg über den FC Hansa Rostock auf jegliche personelle Umstellung und startete mit exakt dem gleichen Aufgebot wie zuletzt.

Beide Mannschaften starteten relativ abwartend in die Partie und waren vorerst einmal um einen sicheren Spielaufbau bemüht. Erfurt allerdings bekam nach fünf Minuten die erste gute Gelegenheit. Nach einem starken Pass von Tyrala genau in die Gasse auf den gestarteten Wiegel war dieser alleine auf dem Weg zum Tor, scheiterte aber an Odisseas Vlachodimos, dem Mann zwischen den Pfosten des Tores der Nachwuchskicker des Bundesligisten aus Stuttgart.

Erfurt wollte hier mehr und war deutlich die bessere Mannschaft. Stuttgart kam hier kaum zum Agieren und musste immer wieder reagieren. Dabei musste die Mannschaft von Jürgen Kramny auch immer zu unfairen Mitteln greifen. In der 18. Minute war Kammlott in den Stuttgarter Strafraum gezogen und wurde zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter Stefan Treiber entschied sofort auf Strafstoß für die Thüringer. Sebastian Tyrala ließ bei der Ausführung nicht aus der Ruhe bringen und versenkte zum 1:0 für die Gäste.

RWE war nun drin im Fahrwasser und spielte weiter nach vorne. Wieder kam Kammlott an den Ball, dieses Mal allerdings blockte Benjamin Kirchhoff den Ball und verhinderte erneute Gefahr für seine Mannschaft.

Nach einer halben Stunde war zu erkennen, das Stuttgart besser ins Spiel kam, Gefahr wirkt allerdings anders. Nach einer Ecke der Jungschwaben in der 32. Minute war Philipp Pentke, der Mann im Kasten beim Chemnitzer FC, zur Stelle und pflückte die Pille aus der Luft.

Nun versuchten auch die Gäste wieder mit nach vorne zu spielen, doch nach einem verunglückten Steilpass von Wiegel auf den gestarteten Möhwald lief ein schneller Konter der Schwaben. Jerome Kiesewetter war im Anschluss an den Gegenstoß auf und davon, scheiterte erst noch an Pentke, setzte sich im Anschluss stark gegen Menz durch und vollstreckte zum 1:1 Ausgleich.


Die Gäste waren nicht lange geschockt und legten sofort wieder den Vorwärtsgang ein. Nur vier Minuten nach dem Ausgleich gab es einen Freistoß für die Rot-Weißen, der in den Strafraum segelte. Dort wurde schnell verlängert und Kammlott verwandelte zum vermeintlichen 2:1, doch das Schiedsrichtergespann hatte bereits zuvor auf Abseits entschieden.

Doch noch im ersten Spielabschnit sollte sie noch fallen, die erneute Führung für die Thüringer. Mit dem Pausenpfiff war Wiegel auf der Außenbahn durch und wollte eigentlich in die Mitte flanken, doch seine Hereingabe kam so krumm, dass sie direkt im Tor des "kleinen VfB" zum 1:2 einschlug. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Rot-Weißen aus Thüringen besser aus der Kabine und versuchten sofort Druck auf zu bauen. In der 54. Minute wurde es dann hektisch, als Kammlott im Strafraum der Stuttgarter U 23 zu Boden ging, doch der Schiedsrichter ließ trotz heftiger Proteste der Gäste weiterlaufen.

Nur zwei Minuten später hatte Kammlott dann auch die erste gute Chance des zweiten Spielabschnitts. Nach einer guten Flanke von der Außenbahn kam der ehemalige Leipziger sieben Meter vor dem Tor der Schwaben fast ungestört zum Kopfball, scheiterte aber am gut postierten Vlachodimos.

Der "kleine VfB" schien durch den Treffer kurz vor dem Seitenwechsel doch etwas verunsichert zu sein und brachte einfach keine Ruhe in die eigenen Angriffe. Seit Wiederanpfiff standen die Hausherren hier unter Dauerdruck und konnten sich kaum noch befreien. Nach einer Stunde ließ jedoch der Druck Erfurts nach, trotzdem versteifte sich Stuttgart zunächst weiterhin auf eine gut gestaffelte Hintermannschaft.

Ein Lebenszeichen des Nachwuchses des Bundesligisten gab es ein der 71. Minute, als Benjamin Kirchhoff aus gut 35 Metern den Hammer auspackte. Mit einer Riesenparade konnte Klewin, der Keeper der Erfurter noch soeben den Ausgleich verhindern.

In der Schlussphase angekommen legten die Hausherren hier noch einmal Alles in die Waagschale und attackierten die Thüringer, die nun ihrerseits sehr defensiv standen. In der 78. Minute brachte Holzhauser einen Freistoß aus guter Position nicht genau auf den Erfurter Kasten und verzog knapp.

Erfurt hatte sich nun auf Konter verlegt und ein solcher hätte in der 80. Minute beinahe die Vorentscheidung gebracht. Ayden hatte nach einem tollen Gegenstoß auf Kammlott im Sechzehner abgespielt, doch Vlachodimos war nur Bruchteile von Sekunden vor dem gegnerischen Stürmer am Ball.

Nur 120 Sekunden später hatten die Cannstätter die Chance auf den Ausgleich. Holzhauser kam gleich zwei Mal zum Schuss, doch beide Male parierte der starke Klewin mehr als sehenswert.

Und es ging weiter auf und ab, doch die letzten Minuten gehörten nur noch den Schwaben. In der 88. Minute trat wieder Holzhauser an und zirkelte einen Freistoß auf den Kasten RWEs, doch wieder war Klewin mit einer großartigen Parade da.

Bereits nach dem Ende der regulären Spielzeit gab es einen Elfmeter für die Hausherren, nachdem Möhwald allem Anschein nach in der Box mit der Hand zu Werke gegangen ist. Holzhauser, der schon aus allen möglichen Lagen an Klewin gescheitert war, legte sich die Pille zurecht und führte aus und auch vom Elfmeterpunkt scheiterte er am Gästekeeper.

Nun schien die Partie entschieden, doch noch einmal kamen die Nachwuchsakteure des VfB nach vorne. Nach einer weitern Glanztat von Klewin landete der Ball genau auf dem Fuß von Marco Grüttner, der tatsächlich die Kaltschnäuzigkeit besaß und aus kurzer Distanz den hochverdienten Ausgleich zum 2:2 erzielte.


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Daten zum Spiel

Anstoß: 20.12.2014 um 14.00 Uhr (22. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 2 : 2 (1:2)

Tore: 0:1 Tyrala (19. Foulelfmeter), 1:1 Kiesewetter (37.), 1:2 Wiegel (45.), 2:2 Grüttner (90.+2)

VfB Stuttgart II: Vlachodimos - Lang, Kirchhoff, Sama, Leibold - Rathgeb, Lovric (46. Wanitzek) - Kiesewetter, Lohkemper (46. Tashchy), Holzhauser - Eisele (67. Grüttner)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin - Odak, Laurito (46. Gohouri), Möckel, Czichos - Tyrala, Menz - Wiegel, Möhwald, Bukva (70. Aydin) - Kammlott (79. Falk)

Zuschauer: 636

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