Unterhaching gewinn durch Doppelschlag in der Schlussphase - Spielbericht

Die Spielvereinigung Unterhaching konnte sich mit 4:2 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt durchsetzen und zum Ende der Hinrunde einen positiven Schlusspunkt setzen. Die Mannschaft von Christian Ziege verschlief den Start komplett und lage bereits nach wenigen Minuten hinten, doch kämpften sich die Oberbayern wieder heran. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang der Ausgleich, doch im direkten Gegenzug gingen die Gäste wieder in Führung. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in welchem die Hachinger wieder ausglichen. Kurz vor Schluss gelang dem ehemaligen Bundesligisten doch noch der Sieg durch einen Doppelschlag innerhalb einer Minute.

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Unterhaching gewinn durch Doppelschlag in der Schlussphase - Spielbericht
Foto: imago/Buthmann
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Ergebnis: 4 - 2 (1:2)
Statistiken zum Spiel finden Sie weiter unten!

Christian Ziege, der Cheftrainer der Münchener Vorstädter, nahm nach der schwachen Leistung bei der 0:2 Niederlage gegen Preußen Münster zwei personelle Veränderungen an seiner erstem Elf vor und brachte Steffen Haas für Danilo Dittrich, außerdem ersetzte Hufnagel Dominik Widemann.

Walter Kogler, der Österreicher an der Seitenlinie bei den Thüringern, verzichtete nach dem 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers auf großartige Umstellung und startete lediglich mit dem wieder genesenen Bukva an Stelle von Aydin.

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und machten von Anfang an klar, dass man sich viel für die Begegnung vorgenommen hat. Bereits nach drei Minuten hatten die Rot-Weißen die erste gute Möglichkeit. Nachdem Götze Kammlott gefoukt hatte, gab es einen Freistoß aus 18 Metern für RWE, der allerdings an der Mauer hängen blieb.

Doch auch die Hausherren spielten nach vorne und hatten bereits im direkten Gegenzug ihre erste Chance erspielt. Markus Schwabl hatte vorgearbeitet und eine Ecke heraus geholt. Der Ball landete im Anschluss vor den Füßen von Yannic Thiel, doch der scheiterte am stark parierenden Philipp Klewin, dem Mann zwischen den Pfosten des Tores des FC Rot-Weiß Erfurt.

Erneut nur 60 Sekunden später fiel dann auch schon, in der 6. Minute, der erste Treffer der Partie. Nach einem schnellen Konter kam ein toller Pass von WIegel genau bei Kammlott an, der traf den Ball zwar nicht richtig, trotzdem reichte es um Zetterer, den Keeper der Unterhachinger, der bei dieser Aktion gar nicht gut aussah, zu überwinden.

Der Treffer gab den Erfurtern natürlich gehörig Rückenwind und so mussten die Unterhachinger erst einmal wieder zurecht kommen, allerdings taten sich die Hausherren schwer, sich aus der Umklammerung der Thüringer zu befreien. RWE bewegte sich besser und hatte immer wieder Überzahlsituationen in den Zweikämpfen.

Erst nach 18 Minuten kamen die Oberbayern mal nach vorne. Voglsammer hatte sich im Luftkampf gegen Laurito durchgesetzt und bediente Kenny Redondo, dessen Schuss allerdings nach toller Brustannahme knapp üner den Querbalken ins Toraus ging.

Nach gut 25 Minuten hatte die Partie ein hohes Tempo angenommen, mit zwei Mannschaften die mit offenem Visier nach vorne spielten. Allerdings gab es nur herzlich wenig gute Torszenen, da Vieles einfach zu undurchdacht war. Andreas Voglsammer hatte dann die Faxen dicke und zog einfach einmal aus 18 Metern ab, doch sein Hammer jagte zwar an Klewin, aber auch am langen Pfosten des Erfurter Tores vorbei.

In der 32. Spielminute hätte die Kogler-Truppe beinahe nachgelegt. Andreas Wiegel hatte sich stark im Strafraum der Hausherren durchgesetzt und suchte auch prompt den Abschluss. Zetterer kam noch irgendwie an den Ball und lenkte diesen noch an die Querlatte und verhinderte das 0:2.

Und es ging weiter rauf und runter. Nur sechs Minuten nach dem Lattentreffer der Gäste versuchte sich auf der Gegenseite Dominik Widemann, doch er traf das Spielgerät nicht richtig und so hatte Klewin kaum Mühe, dass Kunstleder auf zu nehmen.

Es brachen die letzten Minuten im ersten Durchgang an und die Hausherren schafften tatsächlich noch in der ersten Halbzeit den Ausgleich. Hufnagel hatte einen starken Pass auf Markus Schwabl gespielt. DIeser konnte relativ unbedrängt in die Mitte flanken und fand mit seiner Hereingabe Yannic Thiel, der per Kopfball zum 1:1 einnetzte.

Doch die Freude über den Ausgleich der Hausherren sollte nicht all zu länge währen, denn noch vor dem Seitenwechsel gingen die Thüringer wieder in Führung. Nach einem Freistoß von Czichos von der Mittellinie aus wollte die Unterhachinger Hintermannschaft auf Abseits spielen, was allerdings auf Grund von Schwabl, der gepennt hatte, gründlich in die Hose ging. Möhwald sagte danke, stoppte den Ball mit der Brust und netzte eiskalt zum 2:1 Pausenstand in Unterhaching ein .

Auch im zweiten Durchgang ging es munter weiter mit offensiv ausgerichteten Mannschaften. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Unterhaching die Chance zum erneuten Ausgleich als Hufnagel aus der zweiten Reihe abzog, doch sein Schuss landete nur auf dem Netz der Gäste aus Erfurt.

Im Gegenzug wollte Bukva einen Schuss absondern, der allerdings von Benjamin Schwarz abgeblockt wurde und sich zu einem krummen Ding verwandelte, welches Zetterer nur in Zusammenarbeit mit der Querlatte klären konnte.

In der 52. Minute kam Tyrala in der Unterhachinger Hälfte an den Ball und wurde sofort von drei Gegnern gestellt, doch er behielt den Überblick und legte auf Wiegel ab, der allerdings verzog im Anschluss aus aussichtsreicher Position deutlich.

Unterhaching schaffte nur fünf Minuten später den Ausgleich. Götze brachte in der 57. Minute den Ball in die Mitte, wo Widemann an den Ball kam und zum 2:2 eiskalt verwandelte.

Nun war plötzlich die Spielvereinigung die treibende Kraft und drängte auf den Führungstreffer. In der 61. Minute gingen die Oberbayern mit fünf Mann auf einen überfallartigen Konter gegen drei Verteidiger, doch Köpkes Ball auf Voglsammer war zu ungenau und der Schuss des Angreifers dann leichte Beute für Klewin.

Die Partie hatte mittlerweile ein wenig an Fahrt verloren. Beide Teams hatten bisher viel getan und sind viele Wege gegangen, doch nun schien die Luft ein wenig raus zu sein. Unterhaching hatte zwar mehr Ballbesitz, doch so wirklich viel konnten die Rot-Blauen nicht daraus machen.

In der 77. Minute kam es dann zu einer Schrecksekunde für die Gastgeber, denn aus dem Nichts heraus landete das Spielgerät hinter der Linie des Unterhachinger Tores. Nach einem Freistoß von Möhwald leistete sich Zetterer einen gehörigen Patzer und ließ abklatschen. Czichos bekam den Ball und verwandelte, war aber bei der Ballabgabe wohl i Abseits gestanden.

Die Begegnung wurde immer unruhiger, was auch an den Trainerbänken bemerkbar wurde. Christian Ziege meckerte und motzte beinahe durchgehend, doch der Unparteiische ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und leitete das Spiel beruhigt weiter.

Der Weltmeister von 1990 sollte allerdings noch allen Grund zum Jubeln bekommen, in der Schlussphase wurde es noch einmal richtig klasse. Benjamin Schwarz kam nach einem Freistoß von halbrechts im Strafraum zum Abschluss und machte das 3:2 für die Spielvereinigung Unterhaching.

Nur eine Zeigerumdrehung später machte Dominik Widemann nach einem schnellen Konter Alles klar und machte den Treffer zum 4:2, nachdem Ollert ihn im Zentrum bediente.

Nach hochklassigen 90 Minuten konnte somit die Spielvereinigung Unterhaching die Hinrunde mit einem positiven Ergebnis ausklingen lassen.


Alle Informationen zu dem Spiel aufrufen

Daten zum Spiel

Anstoß: 29.11.2014 um 14.00 Uhr (19. Spieltag 2014/15)

Ergebnis: 4 : 2 (1:2)

Tore: 0:1 Kammlott (5.), 1:1 Thiel (41.), 1:2 Möhwald (45.+2), 2:2 Widemann (57.), 3:2 Schwarz (89.), 4:2 Widemann (90.)

SpVgg Unterhaching: Zetterer - Markus Schwabl, Schwarz, Erb, Hagn - Thiel, Götze, Dittrich (35. Hufnagel) - Widemann, Voglsammer, Redondo (56. Köpke, 88. Ollert)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin - Odak, Laurito, Möckel, Czichos - Möhwald, Menz - Wiegel, Tyrala, Bukva - Kammlott

Zuschauer: 1300

Weitere Daten zum Spiel

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