SV Wehen Wiesbaden: Trainer Kienle will den Kader verschlanken

Erstaunliche 28 Spieler umfasst der Kader des SV Wehen Wiesbaden mittlerweile. Für die Ansprüche des Aufstiegskandidaten ist diese Kadergröße zu umfassend, weshalb in der Winterpause einige Spieler den Verein verlassen sollen. Zum Saisonstart sind die überzähligen Spieler noch nicht so aufgefallen, da Verletzungsprobleme im Team akut gewesen sind. Nun jedoch konnten sich die meisten Spieler von ihren Verletzungen wieder erholen und mischen munter im Trainingsbetrieb mit. Die Konsequenz für SVWW-Trainer Marc Kienle ist nun, dass die Rotationsmaschine stets kräftig an geschmissen werden muss, da bekanntlich nur 18 Spieler dem Kader angehören dürfen.

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SV Wehen Wiesbaden: Trainer Kienle will den Kader verschlanken
Foto: SV Wehen Wiesbaden
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„Wir haben keine wirtschaftlichen Zwänge“

Kienle hat schon deutlich gemacht, dass 18 Spieler und bis zu fünf Talente dem Kader angehörig sein wollen. So weiß Wehen Wiesbadens-Sportdirektor Michael Feichtenbeiner zu berichten: „Wir haben zwar keine wirtschaftlichen Zwänge. Aber natürlich hätte niemand im Verein etwas dagegen, wenn wir uns verschlanken würden im Winter.“ Zudem kann er hinzufügen: „In der kommenden Transferperiode wird es eher mehr Ab- als Zugänge geben.“

„Grundsätzlich hat jeder noch die Chance, seine Situation zu verbessern“

Ein Quartett könnte demnach den Verein zukünftig verlassen. So werden sich in rund zwei Wochen der Coach und Sportdirektor Feichtenbeiner zusammensetzen, um über mögliche Abgänge zu sprechen. Der Ex-Profi Kienle weiß gegenüber dem „Wiesbadener Kurier“ dazu zu berichten: „Ich will mir erst mal ein Bild machen. Grundsätzlich hat jeder noch die Chance, seine Situation zu verbessern.“ Am Samstag gibt es die erste ernsthafte Bewerbungsphase, wenn im Hessenpokal-Viertelfinale einige Reservisten beim SF/BG Marburg um ein Weiterkommen für den Verein und um ihre eigene Zukunft spielen werden. Hier sind die Kicker, die sich nach Angaben des „Wiesbadener Kuriers“ ernsthaft Gedanken um eine Zukunft beim SV Wehen Wiesbaden machen müssen.

Reicht es bei Maik Vetter für die 3. Liga?

Aus der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt ist Maik Vetter verpflichtet worden. Der 22-Jährige wurde bereits in der Saisonvorbereitung vom Verletzungspech heimgesucht. Mittlerweile hat er sich in der U23-Auswahl des SVWW einen Stammplatz erkämpfen können. In der 3. Liga weht hingegen ein anderer Wind. Eine ähnliche Problematik könnte nun auch Maciej Zieba offenbaren, der zuletzt wegen einer Grippe ausgefallen ist und in den ersten Saisonwochen Adduktorenprobleme herumschleppen musste. Sein körperlicher Zustand ist verbesserungswürdig. Viermal ist er eingewechselt worden. Für das sehr intensive und aufwendige Spiel des Aufstiegskandidaten ist dies nicht gerade die beste Voraussetzung.

Vollmanns Lieblingsspieler überzeugt nur selten

Der kanadische Nationalspieler Adam Straith ist erst relativ spät vom 1. FC Saarbrücken zu den Rheinhessen gestoßen. Zunächst konnte er mit ansprechenden Leistungen überzeugen. Danach sank seine Leistungsfähigkeit jedoch enorm. Zuletzt kam der 23-jährige ehemalige Cottbuser nur zu Teileinsätzen. Der ein Jahr ältere Deutsch-Ghanaer Jeff Gyasi war eine Art Lieblingsspieler vom inzwischen entlassenen Trainer Peter Vollmann. Zum Saisonstart hat er nur wenig überzeugen können. Auch seine Verletzungsproblematik könnte ein Grund dafür sein, dass er fußballtaktisch die Anforderungen meist nur unzureichend erfüllen konnte.

Was passiert mit Michael Gurski?

Mit seinen 34 Jahren verkörpert Keeper Michael Gurski die geballte Erfahrung. Körperlich hat er sich sehr ansprechend halten können. Fraglich, ob er nicht zu alt für eine Mannschaft ist, die eine gute Perspektive haben möchte. Der ein Jahrzehnt jüngere Markus Kolke hat ihm mittlerweile ersetzen können. Der Vertrag des Ersatzkeepers ist genauso wie bei Zieba, Gyasi, Straith und Christ bis zum 30. Juni 2014 datiert. In der Winterpause wäre noch einmal eine Ablösesumme fällig.

Christs Zeit scheint abgelaufen zu sein

Vor wenigen Jahren noch war Marco Christ einer der Taktgeber beim Traditionsverein Fortuna Düsseldorf. Mittlerweile ist er selbst für den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden zu schlecht. Grund ist dafür eine Zahnentzündung und eine Leisten-OP gewesen, die ihn kaum spielen ließen. Zudem ist die Mittelfeldkonkurrenz für den 33-jährigen Routinier mit Kickern wie Marcus Mann, Michael Wiemann, Nils-Ole Book oder Robert Müller im zentralen Bereich enorm.

Wießmeier kann die Erwartungen nicht erfüllen

Eine große Perspektive hatte Julian Wießmeier, als er im Sommer vom 1. FC Nürnberg nach Wehen Wiesbaden gekommen ist. Immerhin hat der universell einsetzbare Mittelfeldmann schon sechs Länderspiele für die U20-Nationalmannschaft bestritten und zudem schon Bundesligaluft geschnuppert. Nun scheint es jedoch wahrscheinlich, dass Wießmeier den Verein wieder verlassen wird, um bei einem anderen Ausleihgeschäft sein Glück zu finden.

Quelle: wiesbadener-kurier.de

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