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Stuttgarter Kickers: Bescheidenheit ist Trumpf bei Trainer Steffen

Die Stuttgarter Kickers haben bislang eine durchaus gute Saison spielen können. So wurden 21 Punkte geholt, was für einen hervorragenden fünften Tabellenplatz ausreicht. Drei Punkte haben die Schützlinge von Trainer Horst Steffen damit Abstand auf den Spitzenreiter Dynamo Dresden, während ein Relegationsplatz auch nur zwei Punkte entfernt ist. Nach zwölf absolvierten Partien muss ehrlich konstatiert werden, dass die „Blauen“ im Aufstiegskampf der 3. Liga mitmischen. Und dies sogar noch völlig zu Recht.

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Stuttgarter Kickers: Bescheidenheit ist Trumpf bei Trainer Steffen
Foto: Trainer Steffen / Foto: Patrick Franck
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„Alle haben Anteil am Aufschwung“

Sicherlich gehören die 20 selbst erzielten Treffer und die 13 Gegentreffer nicht zur Spitzenkategorie in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Dennoch muss ehrlich konstatiert werden, dass die Konstanz des fleißigen Vereins beeindruckt. Seit einem Jahr ist Ex-Profi Steffen nun Trainer beim ehemaligen Bundesligisten. Für den 45-Jährigen ist im Gespräch mit den „Stuttgarter Nachrichten“ klar, dass die Zwischenbilanz nach einem Jahr durchaus positiv ausfällt: „Ich glaube, wir haben das ganz gut hinbekommen.“ Steffen gilt als akribischer Arbeiter,der stets Bescheidenheit vorlebt und mit Leistung glänzt. Er möchte ganz bewusst die mannschaftliche Geschlossenheit fördern und predigt den Teamgedanken. So bringt er auch klar zum Ausdruck: „Alle haben Anteil am Aufschwung.“

„Ich bin ein Risiko eingegangen“

Vor exakt einem Jahr ist Horst Steffen bei den Stuttgarter Kickers vorgestellt worden. Damals steckten die Kicker von Stuttgarter Degerloch im Abstiegskampf der 3. Liga. Natürlich war dieser Schritt nicht allzu leicht, was auch der langjährige Bundesliga-Profi so erkannt hat. So wusste er ehrlich zu berichten: „Ich bin ein Risiko eingegangen.“ Zuvor hat er eine sichere Tätigkeit als U19-Coach von Borussia Mönchengladbach besessen, ehe er das Abenteuer bei dem Verein wagte, der in nur einem Jahr gleich fünf Trainer hat arbeiten lassen. Die Entwicklung unter Steffen war absolut positiv, denn nach dem frühzeitig erreichten Klassenerhalt in der letzten Spielzeit gab es in der DFB-Pokal-Hauptrunde nun das Highlight gegen den europäischen Spitzenklub Borussia Dortmund vor 37.000 Zuschauern in der Mercedes Benz-Arena zu Stuttgart.

„Das sind wieder meine Kickers“

Fußballerisch gab es eine erhebliche Verbesserung, denn mit einer hohen taktischen Disziplin und einer starken spielerischen Linie steht man nun völlig zu Recht auf einem hervorragenden fünften Tabellenplatz. Am Samstag gibt es das Duell gegen die tabellarisch deutlich weiter unten platzierte Mannschaft des FC Hansa Rostock zu bestreiten. Auch für Spielführer Enzo Marchese ist allzu schnell klar: „Das sind wieder meine Kickers. Es macht Spaß, es geht familiär zu, und der Trainer macht mit seinem Team eine sensationelle Arbeit.“ Seinen Trainer schätzt der Deutsch-Italiener wie folgt ein: „Wenn es sein muss, kann er auch laut werden und drauf hauen.“

Zeyer lobt Steffen ausdrücklich

Auch Sportdirektor Michael Zeyer findet lobende Worte für den gebürtigen Krefelder im Gespräch mit der „Stuttgarter Zeitung“: „Es gibt in dieser Branche wenige, die so verbindlich, authentisch und ehrlich sind wie Horst Steffen. Manche spielen als Trainer eine Rolle, Horst Steffen muss sich nicht verstellen. Sicherlich sind die infrastrukturellen Möglichkeiten bei den Kickers schlechter als bei manch Drittligakonkurrenz. Auch der Umzug aus dem aktuell modernisierten Gazi-Stadion wirkt sich gewiss nicht nur zum Vorteil aus. Horst Steffen fühlt sich mit dieser Aufgabe wahrlich voll und ganz identifiziert. So beobachtet und leitet er auch Trainingseinheiten mit Kickern aus der A-Jugend und Oberligamannschaft, weil er auf unentdeckte Talente hofft.

„Ich war nicht auf Titeljagd“

Bei Borussia Mönchengladbach hat er keine Meisterschaften erringen können. Ein Punkt, der für ihn auch nicht unbedingt die oberste Priorität genossen hat: „Ich habe meine Arbeit als Jugendtrainer so verstanden, wie es sein soll. Ich war nicht auf Titeljagd, ich wollte Talente fördern.“ Nicht gänzlich ohne Stolz kann er nun berichten: „Letztendlich habe ich meinen eigenen Stil gefunden.“ Bis zum 30. Juni 2016 ist noch sein Kontrakt bei den Stuttgarter Kickers datiert. Ein Aufstieg in die Zweitklassigkeit wäre für ihn und den Verein definitiv ein echtes Highlight. Allerdings will er diese Wunschvorstellung auch nicht klar aussprechen. Dafür ist bei ihm die Bescheidenheit einfach zu groß.

Quelle: stuttgarter-zeitung.de

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