Spannende, neue 3. Liga

Die kommende Drittliga-Spielzeit könnte allein von den Namen die interessanteste Saison aller Zeiten in der 2008 eingeführten Drittklassigkeit werden. Aus der 2. Fußball-Bundesliga kommen mit den beiden ostdeutschen Traditionsvereinen Dynamo Dresden und Energie Cottbus und dem ostwestfälischen Traditionsklub Arminia Bielefeld hochinteressante Gegner für den VfL Osnabrück, der zudem auch nicht mehr so weit reisen muss. Wacker Burghausen ist abgestiegen und damit ist die weiteste Fahrt mit stattlichen 710 Kilometern nicht mehr notwendig. In den Münchener Süden zur Spielvereinigung Unterhaching sind es nur deren 653 Kilometer Entfernung, was die weiteste Entfernung zu einer Auswärtsfahrt darstellt.

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Zuschauerarme Aufsteiger

Aus der Regionalliga Südwest haben es die beiden Vertreter Sonnenhof-Großaspach und der FSV Mainz 05 II durch die Qualifikation schaffen können. Die beiden einzigen saarländischen Vertreter mit dem 1. FC Saarbrücken und dem SV Elversberg sind im Gegenzug dafür in die gleiche Spielklasse abgestiegen. Dazu kommt aus der West-Staffel der rheinländische Traditionsklub SC Fortuna Köln, was der Liga sicherlich auch gut tun wird. Die beiden Bayern-Meister 1860 München II und Bayern München II sind in den letzten beiden Jahren an den Aufstiegsspielen gescheitert. Ehrlich muss konstatiert werden, dass die Zweitvertretung des FSV Mainz II der Liga zuschauertechnisch ebenso wenig gut tun wird, wie die SG Sonnenhof Großaspach, die erst im Jahr 1994 aus der Fusion von Sonnenhof Kleinaspach und der SpVgg Großaspach in der Nähe von Backnang entstanden ist. Vielleicht können wenigstens die Derbys gegen die Stuttgarter Kickers und den VfB Stuttgart II zahlreich besucht werden. Auch nicht gerade fußballverrückt sind die Anhänger der Spielvereinigung Unterhaching, die selten mehr als 2000 Fans in den heimischen Alpenbauer-Sportpark locken können.

12, 8 Millionen Euro werden an die Drittligisten verteilt

Neben der Mainzer-Reserve gibt es mit den zweiten Mannschaften des VfB Stuttgart und von Borussia Dortmund noch zwei andere Teams, die auswärts nicht gerade für volle Stadien sorgen werden. Vielleicht kann der BVB mit einer guten und zahlreichen Ultrabewegung für die Reserve eine kleine Ausnahme bilden. Finanziell wirkt sich die Teilnahme dieses „Reserve-Trios“ eher negativ für einen Verein wie den VfL Osnabrück aus. Insgesamt schütten die TV-Anstalten 12, 8 Millionen Euro an die Vereine der 3. Liga aus. Reservemannschaften sind davon jedoch ausgeschlossen, weshalb die Osnabrücker nur mit 16 anderen Teams ihren Anteil teilen müssen und 752 000 Euro erhalten, was 41 000 Euro mehr als in der letzten Spielzeit ist. Aber immerhin auch 100 000 Euro weniger als bei einem möglichen Aufstieg vom VfL Wolfsburg II und vom FC Bayern München II.

Sextett aus dem Osten

Trotz der verpassten Aufstiegs der TSG Neustrelitz gibt es in der kommenden Spielzeit mit den Absteigern Dynamo Dresden und Energie Cottbus, sowie den Chemnitzer FC, den Halleschen FC, FC Rot Weiß Erfurt und Hansa Rostock sechs Vertreter aus den neuen Bundesländern. Interessant wird es jedoch in der Region Westfalen und Niedersachsen, wenn sich die drei zuschauer trächtigen Traditionsvereine Arminia Bielefeld, VfL Osnabrück und Preußen Münster duellieren werden. In all diesen Vergleichen kann stets mit einem vollen Stadion gerechnet werden. Die kommende 3. Liga präsentiert sich als überaus interessant, zumal auch ehemalige Zweitligisten wie der SV Wehen Wiesbaden oder der SSV Jahn Regensburg ebenso mitwirken, wie der Deutsche Meister aus dem Jahr 1912 mit Holstein Kiel. Das Duell beim traditionsreichen MSV Duisburg von der Wedau hat natürlich auch einen ganz besonderen Reiz.

Quelle: noz.de


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