Schindler stößt das Tor zur 2. Liga weit auf – Spielbericht + Bilder

Holstein Kiel hat gegen Hansa Rostock den nächsten großen Schritt in Richtung 2. Bundesliga gemacht. Beim verdienten 2:1-Sieg im Ostseederby sorgte Kingsley Schindler vor der Pause für beide Kieler Tore. Marcel Ziemers Anschluss änderte nichts daran, dass den "Störchen" mit 61 Punkten nur noch ein Sieg zum direkten Aufstieg fehlt. Hansa Rostock steht mit 46 Punkten im sicheren Tabellenmittelfeld.

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Schindler stößt das Tor zur 2. Liga weit auf – Spielbericht + Bilder
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Durch das Remis von Bremen II am Freitag feierte Hansa schon vor dem Spiel den Klassenerhalt, Trainer Christian Brand stellte sein gesichertes Team auf drei Positionen um. Michael Gardawski, Matthias Henn und Timo Gebhart begannen für Christopher Quiring (grippaler Effekt), Amaury Bischoff (Gelbsperre) und Marcus Hoffmann, dessen Vertrag zuletzt nicht verlängert wurde. Markus Anfang setzte auf die etablierte Elf der letzten Wochen und durfte nach drei Minuten selbst jubeln. Henn foulte Marvin Ducksch im Strafraum und Kingsley Schindler verwandelte vom Punkt.

Besser konnte es für Kiel nicht laufen: ein geretteter Gegner und die frühe Führung. Hansa spielte trotzdem nach vorne, während der Gastgeber auf Konter lauerte. Ducksch verzog aus rund zehn Metern deutlich (27.), Steven Lewerenz verschaffte sich an der Straftraumgrenze Platz und schoss an den Innenpfosten (33.). Vier Minuten später glänzte Lewerenz als Vorlagengeber. 16 Meter vor dem Tor bediente er Schindler. Der hatte viel Zeit, traf unter die Latte und erneut ins Tor – 2:0 nach 37 Minuten. Zur Pause wehte ein Hauch von 2. Bundesliga durch das Holstein-Stadion, das mit 9912 Zuschauern so gut besucht war wie nie zuvor in dieser Saison.

Den zweiten Durchgang eröffnete Drexler, der an Marcel Schuhen im Tor der Gäste scheiterte (47.). Ein schönes Zusammenspiel von Alexander Bieler und Schindler endete bei Patrick Herrmann, der in unmittelbarer Tornähe Schwierigkeiten bei der Ballannahme hatte (55.). Von Rostock kamen offensiv eigentlich keine Akzente, in der 62. Minute stand es trotzdem nur noch 2:1. Nach einem Eckball patzte Christopher Lenz im Strafraum und legte den Ball vor die Füße vom einschussbereiten Marcel Ziemer. Am Gesamteindruck des Spiels änderte der Treffer nichts, Holstein war dem dritten Tor weiterhin näher.

Hansa verteidigte in der Schlussphase allerdings höher und kam dadurch häufiger in die Hälfte des Gegners, während Holstein nur vereinzelt für Entlastung sorgen konnte. Schindler (82.) und Lewerenz (89.) vergaben Möglichkeiten. Die letzte Aktion hatten die Gäste in der Nachspielzeit: Ein Freistoß des eingewechselten Ronny Garbuschewski aus 23 Metern ging am Tor vorbei. Danach jubelte nur noch Kiel. Vor den letzten beiden Saisonspielen liegen die "Störche" vier Punkte vor der Konkurrenz und können schon in Großaspach den direkten Aufstieg sichern.

Stimmen zum Spiel

Markus Anfang (Trainer Holstein Kiel): "Wir sind gut reingekommen und haben vernünftig Fußball gespielt. Wir hätten schon vor der Pause das eine oder andere Tor mehr machen können. In der zweiten Halbzeit wollten wir so weitermachen, dann macht Rostock das 2:1. In dieser Saison haben wir es noch nie geschafft dreimal in Folge zu gewinnen und vielleicht kommt das dann in die Köpfe rein. So mussten wir uns am Ende ins Ziel zittern. Aber im Großen und Ganzen muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen."

Christian Brand (Trainer Hansa Rostock): "Wir sind denkbar schlecht in die Partie gestaret. Dann sind wir ein bisschen zurück gekommen, aber durch individuelle Fehler haben wir Kiel immer gute Chancen ermöglicht. Zur Pause hätte es schon 3:0 stehen können. Zweite Halbzeit wollten wir nochmal alles veruschen und haben es dann mit zunehmender Spieldauer richtig gut gemacht. Ich hätte gerne gesehen, wenn das Spiel noch fünf, sechs Minuten länger gedauert hätte."

Kingsley Schindler (Mittelfeldspieler und Doppeltorschütze Holstein Kiel): "Ich hatte ein gutes Gefühl vor dem Elfmeter und dann hab ich den Drexler nochmal gefragt, ob ich schießen darf. Er meinte: "Ja, darfst du", und dann mach ich ihn rein. Auch nach dem Tor für Rostock standen wir sicher. Ich habe vertrauen in unsere Defensive und wusste von Anfang an, dass die nicht noch ein Ding machen. Wir können jetzt noch befreiter aufspielen als ohnehin schon."

Dominik Schmidt(Innenverteidiger Holstein Kiel): "Wir sind sehr gut gestartet und haben das Spiel danach im Griff gehabt. Hinten raus kriegen wir ein blödes Gegentor, was Rostock nochmal ein bisschen Schwung gibt. Bei uns schwanden am Ende ein bisschen die Kräfte, aber wir haben immer dagegengehalten und wenn man das ganze Spiel sieht, gehen wir als hochverdienter Sieger vom Platz."

Marcel Schuhen (Torwart Hansa Rostock): "Das wir schon gerettet waren, war heute kein Faktor. Wir wollten, nachdem wir letzte Woche so auseinandergefallen sind, bis zur letzten Sekunde den Punkt in Kiel holen. Ich glaube, das hat man gesehen. Es war unglücklich, dass wir so früh in Rückstand geraten und das zweite Tor ist dann ein Sonntagsschuss am Samstag. Danach wird es dann schwer."


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Daten zum Spiel

Anstoß: 06.05.2017 um 14.00 Uhr (36. Spieltag 2016/17)

Ergebnis: 2 : 1 (2:0)

Tore: 1:0 Kingsley Schindler (3. Foulelfmeter), 2:0 Kingsley Schindler (37.), 2:1 Ziemer (63.)

Holstein Kiel: Kronholm - Herrmann, Dominik Schmidt, Czichos, Lenz - Peitz - Kingsley Schindler, Bieler (90.+1 Siedschlag), Drexler (74. Hoheneder), Lewerenz - Ducksch (85. Janzer)

Hansa Rostock: Schuhen - Ahlschwede, Nadeau, Henn, Dorda (79. Garbuschewski) - Erdmann, Gardawski - Andrist (59. Holthaus), Gebhart, Jänicke - Ziemer (75. Benyamina)

Zuschauer: 9912 (ausverkauft)

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Kommentar von Stefan am 06.05.2017 um 18:59 Uhr:

Kingsley, du machst Deinem Namen und Deinem Verein alle Ehre. Noch ein paar Treffer von dieser Sorte und Holstein wird Dir auf ewig dankbar sein.

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