Sandhausen gerät ins Stolpern

Der SV Sandhausen war nach den beeindruckenden Leistungen in den letzten Wochen für viele so genannte Experten ein klarer Aufstiegskandidat. Der SVS kann sich nur selbst schlagen, so scheint es, da die Souveränität des Auftretens auf und außerhalb des Platzes sehr überzeugend war. Nun hat es den Verein aus der Rhein-Neckar-Region zum ersten Mal nach 13 Monaten erwischt. Mit 0:3 verloren die Dais-Mannen im heimischen Hardtwaldstadion gegen den Chemnitzer FC.

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Sandhausen gerät ins Stolpern
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Eine Niederlage, die nicht zu einer Krise führen sollte, sondern vielmehr die Sinne schärft, dass der Aufstieg definitiv kein Selbstläufer werden wird. Auch für den Erfolgstrainer Gerd Dais bedeutete die Niederlage gegen die Sachsen die erste punktlose an der alten Wirkungsstätte seit seiner Rückkehr vor über einem Jahr. Die deutliche Niederlage gegen die sportlich im Aufwind befindlichen Sachsen wird Sandhausen eher motivieren als niedermachen.
Das sieht auch Gerd Dais so, der sein Fazit zieht: „Dass diese Situation einmal eintritt, war zu erwarten, ich hätte sie natürlich gerne noch etwas hinausgeschoben“, um im gleichen Atemzug die kommenden Aufgaben zu thematisieren: „Wir müssen dieses Ergebnis erst einmal sacken lassen, aber bereits ab Donnerstag gilt unser Augenmerk dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen Jena.“ Das Dais ein Optimist ist, zeigte er auch mit der Aussage: „Drei Tage später haben wir bereits die Möglichkeit der Rehabilitation. Das ist das Gute am Fußball.“
Für Gästetrainer Gerd Schädlich überwog klar das Positive. Dennoch sah der Perfektionist noch „ein Haar in der Suppe“: „Die Defensive stand in der zweiten Halbzeit gut und in der Endphase haben wir auch noch die Tore gemacht. Wir fahren nach jetzt elf Spielen ohne Niederlage zufrieden nach Hause.“ Eine Bilanz, die durchaus Mut macht und mächtig Selbstvertrauen für die nächsten Wochen gibt, denn mit der oft naiv agierenden Neulingstruppe aus der Hinrunde hat die derzeitige Mannschaft keine Gemeinsamkeiten mehr. Es handelt sich eher um einen ernstzunehmenden Aufstiegsaspiranten, der aufgrund der zuletzt gezeigten sportlichen Leistungen das Ziel in Richtung Zweite Liga korrigieren sollte. Dies kann auch Sandhausen-Trainer Gerd Dais bestätigen: „Wir haben gegen einen Gegner verloren, der seinen Weg machen wird, obwohl wir vorher schon wussten, dass die Chemnitzer nicht gerade so beim vorbeigehen bezwungen werden können.“
Der Spielfilm ist schnell erzählt. Sandhausen bestimmte die erste halbe Stunde. In der gelang Schulz auch beinahe die Führung für die Hausherren. In der 19. Minute konnte dessen Heber jedoch auf akrobatische Art und Weise von Gäste-Keeper Pentke entschärft werden. Durch diese herausragende Torwartleistung trauten sich die Gäste immer mehr zu. Sie behielten ihre defensive Grundordnung bei und agierten meist über den dynamischen Ronny Garbuschewski mit gefährlichen Angriffen. Die 28. Minute war der Beginn einer wahren Angriffswelle des ehemaligen DDR-Oberligisten. So war es für CFC-Angreifer Tüting fast schon schwerer den Ball in aussichtsreicher Position neben das Tor zu schiessen.
In diesen Minuten hatte Sandhausen bereits die Spielkontrolle verloren und spielte mit zu wenig Druck, um die Gäste in eine echte Verlegenheit zu bringen. Die 2.000 Besucher wurden trotzdem in helle Aufregung versetzt, als Löning die Führung markierte, doch der Schiedsrichter zu Unrecht auf Abseitsposition entschied. Kurz danach fiel die letztlich verdiente Führung für das Schädlich-Team, als Pavel Dobry ins Tor der Gastgeber köpfen konnte.
Danach wechselte Dais Offensivkräfte ein, um den schnellen Ausgleich zu erzielen. Das Risiko war jedoch zu groß und die defensive Grundordnung ging verloren. Die Konsequenz folgte mit den Toren mit Peßolat zum 2:0 und Anton Fink, der in der Nachspielzeit zum 3:0 Endstand traf. Alles in allem war es eine verdiente Heimniederlage für den SV Sandhausen.
Das Schlusswort gehörte derweil Sandhausen-Trainer Dais, der erklärte: „Bis jetzt haben wir eine hervorragende Runde gespielt, sodass uns diese Niederlage, die bitter ist, nicht umwerfen wird. Meine Mannschaft wird wieder aufstehen, das hat sie schon mehrfach bewiesen.“

Quelle: mrn-news.de


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