Rot-Weiß Erfurt zwischen Freude und Trauer

In diesen Tagen werden die Lizenzen im deutschen Profifußball verteilt. Die 3. Liga hat sich finanziell nicht unbedingt als die gesündeste Spielklasse im deutschen Fußball in der Vergangenheit dargestellt, was auch dadurch deutlich wird, dass die Kickers Offenbach wegen Insolvenz in die viertklassige Regionalliga absteigen müssten. Auch die Absteiger SV Babelsberg 03 und die traditionsreiche Alemannia Aachen haben solch massive Zahlungsschwierigkeiten, dass eine weitere Saison in der 3. Liga nicht stemmbar gewesen wäre. Umso erfreuter hat man deshalb nun bei Rot-Weiß Erfurt die Nachricht aufgenommen, dass die Lizenz für die kommende Spielzeit vom deutschen Fußball-Bund erteilt worden ist.

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Rot-Weiß Erfurt zwischen Freude und Trauer
Foto: Rot-Weiß Erfurt
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Landespokalniederlage schmerzt gewaltig
Primär genießt aus Sicht des thüringischen Traditionsvereins kollektives Aufatmen oberste Priorität. Allerdings ist längst nicht stimmungstechnisch eitel Sonnenschein beim ehemaligen DDR-Oberliga-Spitzenverein, denn das Sportgericht des DFB hat RWE offenbar im Visier. Zunächst zählt erst einmal die erfolgreiche Lizenzvergabe, was auch Erfurts-Vereinsboss Rolf Rombach als enorm wichtig für die gesamte Entwicklung des Vereins erkannt hat: „Durch die Niederlage im Landespokalfinale ist es noch einmal eng geworden, aber wir haben es gerade so noch geschafft. Es war ein großes Gemeinschaftswerk.“ Und erleichtert fügt er hinzu: „Nun haben wir endgültig Planungssicherheit.“ Den Sieg im Landespokalfinale hatte das Mittelfeldteam der 3. Liga eindeutig im Fokus der Begierde. Dadurch hätte der Einzug in die finanziell und prestigeträchtig so wichtige Hauptrunde im DFB-Pokal gewunken. Ein Finanzdefizit in Höhe von 150.000 Euro ist im Erfurter-Etat entstanden, was mit vereinten Kräften jedoch relativ zeitig gestopft werden konnte.

4.000 Euro Geldstrafe für die eigenen Anhänger
Die eigenen Anhänger haben ihrem Verein jedoch wahrlich einen „Bärendienst“ erwiesen, denn wegen unsportlichen Verhaltens musste der Verein nun eine Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro entrichten. Völlig unnötig für den fast schon chronisch klammen Verein. So hat das DFB-Sportgericht das Abbrennen von pyrotechnischen Artikeln ebenso sanktioniert, wie das Werfen von Gegenständen auf das Spielfeld. Dies hat sich während der brisanten Auswärtsspiele bei Arminia Bielefeld, beim Chemnitzer FC und bei Hansa Rostock ereignet.

Erfurt appelliert an die eigenen Anhänger
Der Verein hat dieses Urteil akzeptiert: „Der Verein hat dem Urteil nach der Sachlage leider wieder zustimmen müssen, das Urteil ist damit rechtskräftig.“ Zugleich hat der Verein aus der Landeshauptstadt von Thüringen gegenüber seinen Anhängern deutlich gemacht: „Wir möchten nachdrücklich darum bitten, dies in Zukunft zu unterlassen!“

Brandstetter kommt vom KSC
Es gab jedoch auch positive Nachrichten von der Personalfront zu vermelden. So konnten die Rot-Weißen Simon Brandstetter unter Vertrag nehmen. Der Stürmer ist 187 cm groß und kommt von Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC nach Erfurt. Er hat einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieben. Mit 23 Jahren ist er zudem noch mit großer Perspektive ausgestattet. In der vergangenen Hinrunde ist er komplett ausgefallen, weil er am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist. Nun ist er wieder vollständig genesen.

Quelle: www.mdr.de


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