Regensburg-Sportdirektor Keller: „Wir haben einen Dreijahresplan“

Der SSV Jahn Regensburg hat nach dem direkten Abstieg in die 3. Liga enorm viele Bereiche komplett verändert. Zahlreiche Spieler mussten den Verein verlassen und auch Abstiegstrainer Franciszek Smuda und der Sportliche Leiter Franz Gerber haben den Verein aus Oberfranken verlassen müssen. Nun soll der Neubeginn unter Trainer Thomas Stratos gelingen, der zusammen mit Sportchef Christian Keller neuen Erfolg bringen soll. Sehr beachtlich ist zweifelsfrei die Vorfreude beim 34-jährigen Keller, der im Gespräch mit DFB.de daraus kein Geheimnis macht, wenn er sagt: „Wir haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet. Es wird so langsam Zeit, dass es losgeht.“

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Regensburg-Sportdirektor Keller: „Wir haben einen Dreijahresplan“
Foto: Jahn Regensburg
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„Da wissen wir gleich, wo wir stehen“

Schon am 1. Spieltag gibt es das bayrische Lokalderby mit der Spielvereinigung Unterhaching, bevor ein Auswärtsspiel beim Aufstiegskandidaten 1. FC Heidenheim und das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Union Berlin folgt. Keller ist sich der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst, wenn er zu dieser Konstellation sagt: „Da wissen wir gleich, wo wir stehen.“

„Ich bin ein sehr zielstrebiger Mensch“

Bereits mit 31 Jahren konnte Keller promovieren. Akademisch hat er eine exzellente Karriere hinlegen können. In die Praxis umsetzen konnte er sein ausgezeichnetes Wissen ebenfalls, denn bei einem renommierten Strategieberatungs-Unternehmen hat er zwischen 2008 bis 2010 Sportvereine, Sportverbände und Sportartikelhersteller beraten. Insgesamt kommt er zu folgender Zusammenfassung über seine berufliche Karriere: „Ich bin ein sehr zielstrebiger Mensch.“

Verbesserungen im Erfolg und Infrastruktur

In der 3. Liga möchte sich der SSV Jahn erst einmal richtig erholen. Keller beschreibt die kommenden Ziele wie folgt im Gespräch mit DFB.de: „Wir haben einen Dreijahresplan", so Keller. „Bis dahin soll das neue Stadion stehen und wir wollen dort dauerhaft in der 2. Liga antreten. Mittel- und langfristig geht es außerdem darum, die außergewöhnliche Stellung des SSV in Ostbayern noch mehr zu nutzen. Im Umkreis ist der Jahn der einzige Profi-Fußballverein. In den Bereichen Nachwuchs, Sponsoren, Fans und Mitglieder soll sich das künftig noch mehr auszahlen. Regensburg ist ein Zweitliga-Standort mit überdurchschnittlichen Möglichkeiten.“

„Frühzeitige Weichen für die folgende Spielzeit stellen“

Priorität genießt derzeit jedoch nicht zweifelsfrei, dass der direkte Wiederaufstieg in Angriff genommen werden soll. Zuerst muss sich in der neuen Spielklasse konsolidiert werden: „Es ist entscheidend, dass wir uns zunächst stabilisieren und einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen", so meint Keller, der hinzufügt: „Wichtig wäre, schon frühzeitig die Weichen für die dann folgende Spielzeit stellen zu können."

Überzeugender Thomas Stratos

Eine ständige Kommunikation gibt es auch mit dem neuen SSV-Trainer Thomas Stratos, der die Mannschaft wieder zurück in die Erfolgsspur führen soll. Der 46-Jährige hat in der Vergangenheit eine stattliche Anzahl von 129 Bundesliga-und 100 Zweitligabegegnungen für Traditionsteams wie den Hamburger SV, Arminia Bielefeld und den 1. FC Saarbrücken absolvieren können. Mit dem Jahn erlebt Stratos seine erste Drittliga-Station. Zuvor ist er bei diversen Viert- und Fünftligisten tätig gewesen. Keller lobt den griechischstämmigen Stratos außerordentlich: „Gerade bei der Mannschaftsführung und beim Umgang mit den Rahmenbedingungen konnte uns Thomas Stratos überzeugen.“ Die Kommunikation verläuft wahrlich einwandfrei, wie der Sportchef bestätigen kann: „Wir stehen in ständigem Kontakt.“ Und er beschreibt den Reiz, den die neue Aufgabe in der Domstadt für ihn bieten kann: „Nur im Büro zu sitzen war auf Dauer nichts für mich. Das war einer der Gründe, die Aufgabe beim SSV anzunehmen. Vorher hatte ich bei Fußballvereinen häufig nur die kaufmännische Perspektive. Die sportliche Seite hat mich sehr gereizt."

„Münster und Heidenheim größten Anwärter auf den Aufstieg“

Wenn es um die Frage der Aufstiegskandidaten geht, hat er zwei Teams ganz weit oben in seiner Liste angesiedelt: „Für mich sind in der neuen Saison der SC Preußen Münster und der 1. FC Heidenheim die größten Anwärter auf den Aufstieg in die 2. Liga.“ Als Zweitliga-Absteiger ist es auch nicht allzu verwunderlich, dass auch der SSV des Öfteren als Aufstiegsfavorit genannt wird, was sich für Keller jedoch nicht allzu problematisch darstellt: „Wir freuen uns über die Vorschusslorbeeren, ordnen das intern aber realistisch ein. Wir wissen, dass wir eine ordentliche Mannschaft zusammen haben und sind davon überzeugt, dass wir die gesetzten Ziele auch erreichen werden."

Zu den Kaderumbauten: „Wir sind schon recht weit“

Im Kader gibt es noch weitere Umbauarbeiten, die erst einmal noch abgeschlossen werden müssen. Zu dieser Thematik hat Keller folgendes zu berichten: „Wir sind schon recht weit", so meint Keller, der hinzufügt: „Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass sich bis Ende August bei uns noch etwas tun wird. Sollte sich eine Gelegenheit bieten, das Aufgebot qualitativ und günstig zu verstärken, sagen wir nicht ‚Nein’.“

Vielgereister und Grieche verstärken den SSV Jahn

Mit Stürmer Romas Dressler konnte ein 25-jähriger vielseitig einsetzbarer Offensivspieler verpflichtet werden, der schon zahlreiche Stationen in der Fußball-Republik absolviert hat. Für den Regionalligisten Wormatia Worms hat er in 22 Begegnungen acht Treffer markieren können. Zudem hat er bei den Vereinen Chemnitzer FC, der Wuppertaler SV, die SpVgg Greuther Fürth II, der Hamburger SV II und dem Nachwuchsbereich der SpVgg Unterhaching unter Vertrag gestanden. Ein echter Qualitätstransfer konnte mit der Verpflichtung des Griechen Dimitrios Anastasopoulos gelingen, der für deutlich mehr Stabilität im defensiven Mittelfeld sorgen soll. In der abgelaufenen Spielzeit hat der 23-Jährige 37 Partien für den griechischen Traditionsverein AEK Athen absolvieren können. Regensburg stellt für ihn seine erste Auslandsstation dar.

Quelle: dfb.de

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Kommentar von Günter Gerhardinger am 11.07.2013 um 16:24 Uhr:

Seit wann liegt Regensburg in Oberfranken?

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