Osnabrücks-Ornatelli: „Selbstvertrauen ist unser klarer Vorteil gegenüber Münster“

Der Saisonstart verlief für Massimo Ornatelli nicht gerade besonders glücklich. Richtig zeigen, was er kann, konnte der 28-Jährige keineswegs. So ist er im Auftaktspiel in den letzten 20 Spielminuten eingewechselt worden, während in der zweiten Partie eine sehr zweifelhafte Rote Karte bereits nach 36 Spielminuten sein Wirken jäh beendete. Die weiteren zwei Spiele ist er gesperrt worden. Nun will er mit diesem unglücklichen Auftakt abschließen und einen Neustart erleben.

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Osnabrücks-Ornatelli: „Selbstvertrauen ist unser klarer Vorteil gegenüber Münster“
Foto: VfL Osnabrück
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Besondere Duelle gegen Preußen Münster

Ornatelli hat vor dem wichtigen Heimspiel gegen seinen Ex-Verein SC Preußen Münster gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ allzu schnell deutlich machen können, dass es für ihn nun zählen wird: „Die Saison geht für mich erst an diesem Samstag so richtig los.“ Insgesamt hat Ornatelli fünf Spielzeiten für die „Preußen-Adler“ gespielt. Deshalb kann er nun berichten: „Duelle mit Preußen Münster werden für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben.“ Zwischen 2007 und 2012 hat er bei den Münsterländern unter Vertrag gestanden. Sein erster Aufstieg, in die Regionalliga West, hat er mit dem SC Preußen Münster schaffen können. Drei Jahre später, im Jahr 2011 ist er nach einem klaren und emotionalen 3:0-Heimerfolg über Borussia Mönchengladbach II vor der beeindruckenden Zuschauerzahl von 18.500 Zuschauern in die dritte Spielklasse nach einem halben Jahrzehnt Pause aufgestiegen.

Unglückliche Aktion mit Mehmet Kara

Die Beziehungen nach Münster sind immer noch eng, denn seine Familie wohnt weiterhin in der Studentenstadt, die durch ihre vielen Fahrradfahrer nationale Bekanntheit erlangen konnte. Beim SC Preußen ist er aufgrund seiner enormen Dribbelstärke und seiner kämpferischen und läuferischen Einstellung in die Rolle als Publikumsliebling geschlüpft. Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ hat er nun jedoch ganz klar deutlich machen können, dass sportliche Grenzen für ihn existieren: „Schöne Erinnerungen und Freundschaften sind am Samstag reine Nebensache. Dann geht es nur um ein erfolgreiches Derby mit dem VfL.“ Beim 1:1-Remis vor knapp einem Jahr hat er unbedacht das Trikot mit seinem Freund Mehmet Kara auf dem Spielfeld nach der Partie getauscht. Kara ist bekanntlich der Spielmacher des SC Preußen Münster. Die Fanlager fanden diese Aktion eher suboptimal gut. Für Kara hat diese Aktion keinen tiefen Hintergrund, sondern: „Eine einfache Aktion unter echten Freunden ohne jeden bösen Hintergedanken.“ Er hat schnell gelernt, dass die VfL-Anhänger dies nicht noch einmal sehen möchten: „Natürlich hätte ich es sein gelassen, wenn ich geahnt hätte, wie negativ die Reaktionen sind. Ich war über die Auswirkung richtig erschrocken.“

„Münster steckt noch im Findungsprozess“

Der Kontakt zum Ex-Verein aus Münster ist immer noch gut. So hat er Kontakte zu verschiedenen Spielern und Teile aus dem Betreuerstab. Zuletzt hat er sich am Wochenende das DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München angeschaut. Mit einem klaren Hintergedanken, wie er nun preisgegeben hat: „Auch ein bisschen als Scout.“ Nach der klaren Niederlage steht für ihn fest, dass dieser Gegner absolut schlagbar ist: „Sie haben zwar einen guten Kader und sind nicht umsonst von vielen Trainern als Aufstiegskandidat genannt worden. Aber sie gehören mit Dresden und Bielefeld zu den Favoriten, die noch im Findungsprozess stecken.“

Derbysieg in Bielefeld als Wendepunkt?

Der VfL Osnabrück hat sich hingegen mit seinen zahlreichen Neuzugängen mittlerweile schon besser finden können. Dort hat sich eine Mannschaft entwickelt, die bereit für den Derbysieg ist. Mit einer hohen mannschaftlichen Geschlossenheit und auch starken spielerischen Elementen haben sich die Osnabrücker gut von der Auftaktniederlage gegen den FC Energie Cottbus erholen können und befinden sich im oberen Tabellenbereich der 3. Liga. Auch Ornatelli hat dies so erkennen können, wie er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ verraten hat: „Bei den Niederlagen gegen Cottbus und Chemnitz haben wir nach dem 0:1 die Köpfe hängen gelassen. Gegen Dresden konnten wir das 0:2 noch ausgleichen, was nicht selbstverständlich ist. Beim Derbysieg in Bielefeld haben wir es erstmals geschafft, sofort unser Spiel aufzuziehen.“ Die zuletzt gezeigten Vorstellungen möchte er am Samstag unbedingt wiederholen. Er liefert nun Gründe, warum es mit einem Sieg tatsächlich klappen könnte: „Wir haben den klaren Vorteil, über mehr Selbstvertrauen als Münster zu verfügen. Wenn wir voll fokussiert sind und alle Leidenschaft investieren, haben wir am Samstag gute Chancen.“

Quelle: noz.de

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