Münsters-Truckenbrod exklusiv: „Wir sind noch in der Findungsphase“

Nach einem durchwachsenen Saisonstart belegt der SC Preußen Münster einen Mittelfeldplatz in der 3. Liga. Nach der Pokalpause, wo es gegen keinen Geringeren als den FC Bayern München gehen wird, wollen die „Preußen-Adler“ zeitig in die Erfolgsspur finden. Dies macht auch Routinier Jens Truckenbrod im Gespräch mit 3-liga.com-Reporter Henning Klefisch deutlich. Zudem verrät er auch, wohin es ihn nach seinem Karriereende ziehen könnte und warum er mit seinem bisherigen Karriereverlauf nicht optimal zufrieden erscheint.

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Münsters-Truckenbrod exklusiv: „Wir sind noch in der Findungsphase“
Foto: Preußen Münster
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3-liga.com: Sehr geehrter Herr Truckenbrod, mit vier Punkten aus vier Partien haben Sie bisher eine durchschnittliche Spielzeit absolviert. Zuletzt in Dresden haben Sie trotz Überzahl verloren und auch die Auftaktpartie gegen Hansa Rostock wurde nach tollem Kampf verloren. Sie haben ihr großes Potential aber auch beim 3:0-Sieg über den VfB Stuttgart II und beim torlosen Remis gegen den FC Energie Cottbus zeigen können. Wie sieht das wahre Gesicht der „Preußen-Adler“ aus?
Truckenbrod: „Das wissen wir immer noch nicht. Die vier Punkte sind einfach zu wenig. Das wissen wir auch selbst. Wir sind noch in der Findungsphase und hoffen, dass wir uns ganz schnell finden.“
 
3-liga.com: Nach dem torloses Remis gegen Cottbus haben Sie Nils Pfingsten-Reddig mit der bis dato 210. Partie als Rekordspieler in der 3. Liga ablösen können. Was bedeutet Ihnen dieser Rekord?
Truckenbrod: „Hätte ich drei Punkte an diesem Spieltag gehabt, wäre dies deutlich besser gewesen.Ich habe schon häufiger gesagt, dass dies eine Randnotiz ist, auf die ich nach meiner Karriere stolz blicken werde.“
 
3-liga.com: Sie gehören seit 2011 dem Kader des SC Preußen an und haben sich wegen ihrer leidenschaftlichen Art des Fußballspielens schnell den Ruf als Publikumsliebling erarbeiten können. Was bedeutet Ihnen die Zustimmung durch die Münsteraner-Fans?
Truckenbrod: „Ich habe meine Art zu spielen. Ich hänge mich in jedem Spiel immer voll rein und gebe 100 Prozent für Preußen. Das rechnen mir die Fans hoch an. Deshalb freut mich das natürlich umso mehr.“
 
Von einigen sogenannten Experten dieser Spielklasse seid Ihr zu einem Aufstiegskandidaten gemacht worden. Wie betrachtet Ihr diese Rolle. Welche Erwartungen stellt Ihr an die laufende Spielzeit?
Truckenbrod: „Wir haben das so aufgenommen. Zum Favoritenkreis gehören mehrere Mannschaften. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. Wie die ersten vier Spiele bewiesen haben, wird uns nichts geschenkt. Wir müssen uns definitiv steigern, um eine gute Rolle zu spielen in dieser Liga.“
 
3-liga.com: Durch die Zweitliga-Absteiger wie Bielefeld, Cottbus und Dresden ist das Zuschauerpotential und auch die sportliche Stärke in dieser Spielklasse noch einmal angestiegen. Würden Sie auch von der stärksten 3. Liga aller Zeiten sprechen?
Truckenbrod: „Das kann ich nur so unterschreiben.“
 
3-liga.com: Viele Verantwortliche und Trainer klagen über den großen Kontrast zwischen der 2. und 3. Liga bezüglich der Einnahmesituation. Wie bewerten Sie dies als Spieler?
Truckenbrod: „Normalerweise müsste sich unser Manager dazu äußern. Ich als Spieler der 3. Liga würde mir natürlich sehr gerne mehr Fernsehgelder wünschen, damit wir noch populärer werden.“
 
3-liga.com: Woran merken Sie, dass Sie für einen großen deutschen Traditionsverein wie Preußen Münster spielen?
Truckenbrod: „Preußen Münster ist überregional bekannt. Selbst am Bodensee werde ich darauf angesprochen. Unsere Zuschauerzahlen sind sensationell, auch wenn es einmal nicht so läuft, strömen sie ins Stadion. Die Stadt Münster lebt überwiegend für den Fußball.“

3-liga.com: Als Sie im Jahr 1997 an der U17-Weltmeisterschaft teilnahmen und dort den vierten Platz holen konnten, haben Sie im jugendlichen Optimismus daran geglaubt, dass auch eine Karriere in der A-Nationalmannschaft möglich erscheint?
Truckenbrod: „Ganz ehrlich gesagt: Nein. Trotz allem habe ich mir natürlich einen anderen Karriereverlauf gewünscht, zumindest, dass ich mehr Erst- oder Zweitligaspiele in Deutschland gemacht hätte. Man muss mit dem zufrieden sein, was man erreicht hat. So schlecht sind meine Stationen bislang auch nicht.“
 
3-liga.com: Sie haben bei Borussia Mönchengladbach Ihre erste Profistation erleben dürfen und waren danach bei Teams wie Siegen, Dresden, Jena und in der Schweiz in Schaffhausen aktiv. Wo haben Sie sportlich und menschlich am meisten lernen können?
Truckenbrod: „Man lernt überall ein bisschen. Man nimmt von allen Stationen ein bisschen etwas mit. Am wohlsten habe ich mich in Münster gefühlt, weil ich eventuell auch nach meiner Karriere hier in Münster bleiben möchte. Da fühlt sich meine Familie nämlich sehr wohl. Die Station in Schaffhausen mit der Nähe zu meiner Heimat war auch sehr schön.
 
3-liga.com: Sie sind mittlerweile 34 Jahre alt und befinden sich damit im Herbst ihrer Profi-Laufbahn. Haben Sie schon Vorstellungen, was nach der aktiven Laufbahn kommen wird?
Truckenbrod: „Nein, natürlich nicht, aber natürlich muss man sich mit 34 Jahren damit befassen. Ich möchte dem Fußball auf jeden Fall erhalten bleiben, weil ich denke, dass ich dort das größte Knowhow habe, vßielleicht im Jugend- oder im administrativen Bereich. Ich weiß es noch nicht so genau, aber auf jeden Fall im Fußballbereich.“
 
3-liga.com: Welche persönlichen Ziele haben Sie noch für diese Saison?
Truckenbrod: „Wir wollen vorne mitspielen, so lange wie möglich, und dann müssen wir gucken, was dabei herauskommt. Persönlich möchte ich gesund bleiben. Das ist das Wichtigste für mich.“

Quelle: Klefisch-Exklusiv

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