Münster-Coach Dotchev verspricht: „Wir werden dranbleiben“

Das jüngste 4:1 im letzten Drittligaspiel über den SV Babelsberg 03 war einmal mehr Beleg dafür, dass der SC Preußen Münster durchaus das Potential für den Zweitligaaufstieg gehabt hätte. Es fehlte in der entscheidenden Endphase der Saison aber letztlich an den notwendigen Ergebnissen, um tatsächlich den lang ersehnten Aufstieg feiern zu können Nun geht es für die Beteiligten des münsterländer Traditionsvereins in den vierwöchigen Urlaub vom Trainings- und Spielbetrieb. Im Gespräch mit den „Westfälischen Nachrichten“ demonstriert SCP-Trainer Pavel Dotchev durchaus Optimismus für die kommende Saison.

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Münster-Coach Dotchev verspricht: „Wir werden dranbleiben“
Foto: Preußen Münster
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„Bis auf den Monat Mai ist alles perfekt für Preußen Münster gelaufen“
Ehrlich muss jedoch auch der 47-jährige Deutsch-Bulgare konstatieren, dass er trotz des knapp verpassten Aufstiegs in die Zweitklassigkeit dennoch hochzufrieden mit der jüngsten Entwicklung ist: „Bis auf den Monat Mai ist alles perfekt für Preußen Münster gelaufen. Dann hatten wir diese zweiwöchige Phase, in der vieles kaputt ging. Aber es war eine tolle Saison, wir haben guten Fußball gespielt. 72 Punkte zu holen, ist nicht ordentlich mit einer neu formierten Mannschaft. Das ist toll. Letzte Saison hat der Verein gegen den Abstieg gespielt, die Entwicklung ist riesig.“

„Warum sollen wir unsere Leistungen nicht wiederholen?“
Zugleich ist der Druck für die kommende Spielzeit jedoch enorm, da der Aufstieg nun das erklärte Ziel sein wird: „Ich kann mich nicht hinstellen und sagen, wir spielen um den Klassenerhalt. Wir werden versuchen, auch wenn das nicht einfach wird, ein, zwei oder drei Plätze besser abzuschneiden. Einige Sachen müssen noch zusammenwachsen, aber warum sollen wir unsere Leistungen nicht wiederholen?“ Besonders die Art und Weise des Spielvortrags hat ihn mächtig beeindrucken können, wie er den „Westfälischen Nachrichten“ verraten hat: „Wie wir Fußball gespielt haben, laufstark und kombinationssicher. Das war vielleicht auch einer unserer Fehler, nicht mal raubeinig agiert zu haben und alles immer fußballerisch lösen zu wollen. Diese Option fehlte in unserem Spiel. Aber wir haben auch viele Partien gedreht, fast alle Derbys gewonnen, im DFB-Pokal Werder Bremen ausgeschaltet. Doch nach diesen zwei Wochen in der Schlussphase der Saison war fast alles verloren und vergessen. Persönlich hat es mich gewundert, wie sich alles überschlagen hat. Aber das war kein Trend, das kam von einem Moment auf den anderen und war auch von mir als Trainer kaum noch zu steuern.“

„Natürlich werden wir jetzt ernster genommen“
Die 3. Liga ist zumindest nominell etwas schwächer geworden. Traditionsvereine mit chronisch viel Potential wie Kickers Offenbach und der VfL Osnabrück haben mit massiven Finanzproblemen zu kämpfen, während auch Zweitliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg nicht unbedingt im Aufstiegsrennen erwartet werden wird. Wegen dieser Gründe wird Preußen ein Team sein, welches in der kommenden Saison als Maßstab für die Konkurrenz angesehen wird: „Natürlich werden wir jetzt ernster genommen. Das hat sich schon in der Rückrunde gezeigt, als viele Mannschaften destruktiv gegen uns angetreten sind.“

„Solche Exoten fehlen uns“
Entschieden weist er die zuletzt aufkommenden Gerüchte zurück, wonach der Mannschaftsgeist angeblich nicht mehr ganz so intakt sein würde: „Natürlich ist die Mannschaft intakt. Gegen Babelsberg im letzten Heimspiel beim 4:1-Sieg haben wir viele gute Antworten auf das gegeben.“ Stattdessen konzentriert er sich lieber auf die personelle Situation, wo neue Spieler für die kommende Spielzeit gesucht werden, die die Qualität im Kader noch einmal merklich erhöhen können: „Unser Gerüst steht, wir müssen keine neue Mannschaft aufbauen. Drei oder vier junge Spieler, die Ansprüche auf einen Platz in der Startelf anmelden, wünsche ich mir. Dazu sollten wir versuchen, ein oder zwei Spieler zu bekommen, die den Unterschied ausmachen können. Solche Exoten fehlen uns.“ Zugleich kann er auch über mögliche Abgänge sagen: „Wenn einer uns freiwillig verlassen will, dann können wir darüber reden.“

„Die Basis meiner Mannschaft stimmt“
Wie bereits erwähnt, gibt es nun einem Monat Pause, bevor eine fünfwöchige Vorbereitung auf die neue Spielzeit anstehen wird. Dotchev zeigt sich absolut überzeugt, dass diese fünf Wochen letztlich auch ausreichen werden, um die notwendige Vorbereitung absolvieren zu können: „Ich denke schon, die Mannschaft ändert sich nicht von Grund auf. Jeder Spieler hat einen individuellen Trainingsplan in die Hand bekommen. In der Saison waren alle topfit, wir hatten nie Probleme, ein Tempo mitzugehen oder zu bestimmen. Die Basis meiner Mannschaft stimmt. Wir werden acht oder neun Testspiele bestreiten, das reicht.“

„Ich werde die Spieler an die positiven Dinge der letzten Saison erinnern“
Der erfahrene Trainer ist absolut davon überzeugt, dass zum Trainingsauftakt am 17. Juni der hauchdünn verpasste Aufstieg in das Unterhaus des deutschen Fußballs vergessen sein wird. So sagt er dazu: „Das wird so sein. Ich werde die Spieler an die positiven Dinge der letzten Saison erinnern, daran, dass sie stolz sein können – und nicht mehr an die Enttäuschung der letzten zwei Wochen im Mai denken. Und wissen Sie was? Jürgen Klopp ist drei Mal mit Mainz jeweils nur mit einem Punkt am Aufstieg in die 1. Bundesliga gescheitert, erst dann hat er es geschafft. Wir werden dranbleiben.“

Quelle: wn.de


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