Münster besiegt den Halleschen FC mit 2:0 - Spielbericht

Der SC Preußen Münster behält zu Hause weiterhin die weiße Weste. Die Mannschaft von Pavel Dotchev fügtt dem Halleschen FC die erste Niederlage im neuen Jahr zu dank eines Doppelpacks von Mehmet Kara. Für Halle ist diese Niederlage ein kleiner Dämpfer nach der Euphorie durch die letzten Ergebnisse.

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Ergebnis: 2 - 0
Nachdem der aufstiegsambitionierte SC Preußen Münster nur einen Zähler aus den letzten beiden Spielen holen konnte, sollte gegen den Halleschen FC wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden werden. Im Vergleich zur 1:3 Pleite beim 1. FC Heidenheim konnte Pavel Dotchev wieder aus dem Vollen schöpfen und veränderte seine Startelf dadurch gleich auf vier Positionen. Neupert, Heise, Königs und Nazarov verweilten vorerst auf der Bank und wurden durch Kirsch, Kühne, Kara und Toptorjäger Taylor ersetzt.

Halle hoffte auf die Überraschung und darauf, die Heimserie der Preußen reißen zu lassen. Durch die guten Ergebnisse in der jüngsten Vergangenheit verzichte der Cheftrainer der Hallenser, Sven Köhler, auf große Veränderungen der Startformation. Lediglich Leistner durfte von Beginn an für Müller auflaufen.

Münster startete gut in die Partie und machte viel Druck auf den Halleschen FC. Trotzdem gelang es den Gästen in der 7. Spielminute, erstmals richtig gefährlich vor das Tor der Hausherren zu kommen. Furuholm war frei vor Masuch, dem Mann zwischen den Pfosten des SCP, aufgetaucht, verstolperte den Ball jedoch und dieser flog links am Tor vorbei.

Münster hatte jedoch die klare optische Überlegenheit. Viel ging über die linke Seite des Feldes. In der 13. Minute ebenfalls, als sich Grote mit Kara im Zusammenspiel gut in Szene setzen konnte. Der Ball wurde dann auf Siegert weitergeleitet, der allerdings das Leder nicht voll trifft. Der Hallesche Torwart, Darko Horvath, hatte kein Problem, Siegerts Versuch aufzunehmen und somit zu entschärfen.

Eine Ecke von Dennis Grote wurde dann kurz ausgeführt. Anschließend landete der Ball beim Drahtzieher im Mittelfeld, Amaury Bischoff, der im Strafraum regelwiedrig zu Fall gebracht worden war. Der Unparteiische entschied sofort auf Strafstoss für Münster. Mehmet Kara, der heute sein Startelfdebüt gab, legte sich den Ball zurecht und verwandelte souverän zum 1:0. Horvat hatte keine Chance.

Der Treffer ließ die Gastgeber etwas nachlässig werden. Einen kurzen Moment lang verlor Münster den Fokus und Halle war sofort gefährlich da. Bischoff hatte per Kopf genau in die Mitte geklärt, wo Leistner, der den Vorzug vor Müller bekommen hatte, frei zum Abschluss kam, jedoch knallte dieser den Ball weit über das Tor Münsters.

Im Gegenzug lief Grote nach einem groben Schnitzer Kojolas auf einmal frei auf das Tor Halles zu und behielt die Übersicht. Er legte noch einmal auf den mitgestürmten Kara ab, der allerdings über den Ball schlug und das 2:0 damit verpasste.

Halle zeigte jedoch, dass mit ihnen zu rechnen ist. Immer wieder wurde die Elf von Sven Köhler in der Offensivbewegung gefährlich. In der 28. Minute war Ziegenbein völlig frei und schloss ab, doch in letzter Sekunde war Kühne noch mit dem Bein dazwischen gegen und verhinderte somit Schlimmeres.

Münster suchte nun seine Chance über Konter, da Halle immer weiter aufrückte. In der 33. Spielminute konnte gerade noch Steven Ruprecht verhindern, dass Bischoff frei durch gewesen wäre, nachdem dieser von Benjamin Siegert angespielt worden war. Ruprecht hatte soeben noch den Ball weggespielt.

Vor der Halbzeit hatte der Hallesche FC noch eine weitere Möglichkeit zum Ausgleich. Die Gäste hatten einen Freistoß rund 25 Meter vor dem Tor der Preußen zugesprochen bekommen. Dieser wurde von Ziegenbein über die Mauer gezirkelt, doch der Ball verfehlte sein Ziel knapp und landete im Toraus.

Die ersten fünf Minuten in Halbzeit zwei geschah erst einmal nichts. Münster stand kompakt in der Defensive und lauerte auf den schnellen Gegenstoß, Halle wollte noch nicht komplett auf machen. Doch durch einen abgefangenen Pass in der 51. Minute war dann Platz für die Hausherren. Grote hatte den Ball geklaut, da der sein Gegner stehen geblieben war und dem Pass aus dem Zentrum nicht entgegenging und sprintete los. Dann erfolgte ein guter Seitenwechsel auf den Torschützen Mehmet Kara, der von Ruprecht nicht energisch genug angegangen worden war. Diesen Raum nutzte der Mittelfeldakteur, der aus der türkischen Süper Lig zum Drittligisten gewechselt ist, um seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag zu markieren. Mit einem Flachschuss in die lange Ecke ließ er dem Halleschen Schlussmann Horvath keine Chance und netzte zum 2:0 ein.

Matthew Taylor wollte dann 4 Minuten nach dem 2:0 den Bann brechen. Der sonst so torgefährliche Angreifer Münster hatte seit über drei Monaten nicht mehr getroffen. Am 3. November 2012 gelang ihm sein letzter Streich. Nachdem Grote ihn in der Mitte mit einer grandiosen Flanke bediente, schaffte er es freistehend per Kopf aus 5 Metern nicht, den Ball im Tor unter zu bringen.

Viele Wechsel unterbrachen dann den Spielfluss der Partie und Münster wollte das Ergebnis nach Hause schaukeln. Halle hatte nach dem zweiten Tor ein wenig den Faden verloren und schien beinahe zu kapitulieren. In der 79. Spielminute gab es erst wieder eine gute Aktion aus dem Spiel heraus. Münsters Königs hatte sich aus 20 Metern ein Herz gefasst, jedoch genau auf Horvath, der ohne größere Probleme hielt.

Halle hatte dann in der 82. Minute die letzte Chance des Spiels. Lindenhahn versuchte es von der Strafraumgrenze, doch sein Schuss flog weit über das Ziel hinaus. Danach war beiden Mannschaft anzumerken, dass der tiefe Boden in Münster die Kräfte der Akteure beansprucht hatte. Kurz vor dem Abpfiff wurde dann der Mann des Spiels, Mehmet Kara, unter stehenden Ovationen von den 7.078 Zuschauern verabschiedet.

Münster gewinnt mit 2:0 im Großen und Ganzen verdient, gegen einen gut kämpfenden Halleschen FC, der den Blick nun jedoch wieder nach unten richten muss.

Pavel Dotchev resümierte nach dem Spiel: "Bis zum 1:0 haben wir das Spiel kontrolliert, die Partie dann aber aus den Händen gegeben. Das war nicht nach meinem Geschmack. Halle hat dann gut Druck und uns damit das Leben ziemlich schwer gemacht. Darum war es wichtig, dass wir nach der Pause das 2:0 erzielen konnten. Insgesamt hat heute die Einstellung gepasst und deswegen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden."

Sven Köhler, der Cheftrainer des Halleschen FC, zeigte sich als guter Verlierer: "Wir sind mit Selbstvertrauen nach Münster gekommen und hatten uns vorgenommen, etwas mitzunehmen. Weil wir gerade in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten hatten, ist es umso ärgerlicher, dass uns das nicht gelungen ist. Am Ende muss man aber sagen, dass es eine intensive Partie war - mit einem verdienten Sieger aus Münster."

Amaury Bischoff war von den großen Gegnern verblüfft, jedoch auch zufrieden: "Wir haben heute anders als in Heidenheim super angefangen und ohne große Fehler weitergespielt. Zwischen den ganzen großen Spielern von Halle habe ich heute teilweise gedacht, ich Spiele Basketball. Umso schöner ist es, dass wir zu Hause weiter ungeschlagen sind."

Mehmet Kara, der Doppeltorschütze, meldete sich ebenfalls überglücklich zu Wort: "Das war heute ein perfekter Tag und natürlich ein super Erlebnis für mich. Wer heute die Tore macht, war egal. Wichtig ist, dass die Punkte in Münster bleiben. Nach der Führung haben wir zwar etwas nachgelassen, nach der Pause aber neuen Druck aufgebaut und das 2:0 nachgeschoben."

Nils Pichinot, Angreifer des HFC, ärgerte sich wegen der vergebenen Chancen: "Weil wir uns einige gute Chancen herausgespielt haben, ist es richtig ärgerlich, dass wir hier nichts mitnehmen. Nach dem 1:0 für Münster ist es uns nicht mehr gelungen zurückzukommen."

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