Münster: Stadionverbot nach Rassismus-Vorfall

SC Preußen will Täter auch für Geldstrafe durch DFB-Sportgericht haftbar machen.

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Münster: Stadionverbot nach Rassismus-Vorfall
Foto: Frank Scheuring
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Der SC Preußen Münster hat nach der Partie gegen die Würzburger Kickers (0:0), bei der Gäste-Spieler Leroy Kwadwo rassistisch beleidigt worden war, gegen den bereits ermittelten Täter ein bundesweites Stadionverbot von drei Jahren ausgesprochen. Das ist die mögliche Höchststrafe, die der Verein verhängen kann. Die übrigen Stadionbesucher hatten der Polizei dabei geholfen, die Personalien des Täters festzustellen.

"Es war zunächst eine beklemmende Situation, aber gleichzeitig haben die Menschen im Stadion eine großartige Reaktion gezeigt", so Preußen-Präsident Christoph Strässer. "Das war beeindruckend. Ich habe großen Respekt vor den Zuschauern, die das sofort realisiert und eindrucksvoll bewiesen haben, dass wir so etwas hier nicht wollen."

Neben einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung, die mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden kann, droht dem Täter noch eine weitere Geldstrafe. Der SC Preußen Münster kündigte an, die von Seiten des DFB-Sportgerichts zu erwartende Strafe "wegen unsportlichen Verhaltens" auf den Täter umzulegen.

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